U96 / Wolfgang Flür mit gemeinsamem Album "Transhuman", VÖ: 04.09.20

In kaum einem anderen Bereich spielen deutsche Künstler eine weltweit dermaßen zentrale Vorreiterrolle wie im Bereich elektronischer Musik, von Techno, Elektropop, Trance und Rave. Seit vielen Jahren an vorderster Linie zu finden: die Formationen Kraftwerk und U96, zwei absolute Pioniere ihrer Genres. Während Kraftwerk vor allem in den 1970ern mit den Kultalben „Autobahn“ (1974), „Radio-Aktivität“ (1975), „Trans Europa Express“ (1977) und „Die Mensch-Maschine“ (1978) internationale Musikgeschichte schreiben konnten, diktierten U96 mit Hits wie „Das Boot“, „Love Sees No Colour“, „Night In Motion“ oder „Heaven“ die globale Pop-, Rave- und Techno-Szene der 1990er. Auf „Transhuman“, das am 4. September 2020 über UNLTD Recordings veröffentlicht wird, kommt es nun zur spektakulären Zusammenarbeit zwischen U96 (Ingo Hauss & Hayo Lewerentz) und Wolfgang Flür, Kraftwerk-Schlagzeuger von 1972 bis 1987 und somit an den wichtigsten Alben der Düsseldorfer Gruppe direkt beteiligt.

 

Angekündigt und in zwei gemeinsamen Nummern realisiert wurde diese bemerkenswerte Kooperation erstmals auf dem 2018er U96-Werk „Reboot“. Mit „Transhuman“ weiten U96 und Wolfgang Flür ihren kreativen Austausch nun auf ein komplettes Album aus und erschaffen neue faszinierende Klangwelten. Bereits vorab werden als erste Singles der Titelsong „Transhuman“ und eine aktualisierte Version von „Zukunftsmusik (Radiophonique)“ ausgekoppelt, inklusive gewohnt experimentell gehaltener Videoclips. Wie groß das Interesse an diesem Projekt nicht nur in Europa, sondern auch auf der anderen Seite des Atlantiks ist, zeigt die Tatsache, dass sich die New Yorker Plattenfirma Radikal Records sofort die Rechte am Album für den Bereich USA und Kanada gesichert hat.

 

„'Transhuman' ist eine stilistische Melange unserer unterschiedlichen Historien“, beschreiben Wolfgang Flür und die U96-Macher Hauss und Lewerentz ein in vielerlei Hinsicht aufsehenerregendes Werk, auf dem man neben typischen U96-Tracks wie „Clone“ oder „Specimen“ auch von Flürs Vergangenheit inspirierte Stücke wie „Transhuman“, „Planet In Fever“ oder „Sexersizer“ findet. Auffallend dabei ist besonders die inhaltliche Reduktion aufs Wesentliche, sprich: sparsame assoziative Textfragmente mit tiefen, aber auch spielerischen und geheimnisvollen Aussagen, die man eher fühlt als kognitiv wahrnimmt. Inhaltlich geht es um die Transformation des Menschen durch Technologie und die massive Formung unseres Planeten durch Menschenhand. Hauss: „Stücke wie 'Zukunftsmusik' oder 'Transhuman' erzählen keine Geschichten im eigentlichen Sinne, sondern artikulieren Gefühle und Assoziationen mit wenigen Worten, ähnlich wie seinerzeit 'Radio-Aktivität', 'Autobahn' oder 'Die Mensch-Maschine'. Zudem gibt es auf 'Transhuman' einige Melodien, die auf der Grundlage von Computer-Algorithmen entstanden sind, also fraktale Musik, mit der wir in der Historie sogar noch weiter zurückgehen, bis zu Klaus Schulze, Stockhausen, den Elektronik-Laboren der Fünfziger und Sechziger und der Kompositionstechnik der so genannten ‚Musique Concrete'.“

 

Persönlich kennengelernt haben sich U96 und Flür Anfang der 2000er Jahre, der gegenseitige Respekt war jedoch schon lange vorher da. Hayo Lewerentz: „Wenn man sich als deutscher Künstler in den Achtzigern mit elektronischer Musik, Synthesizern und den kreativen Studiomöglichkeiten beschäftigt hat, kam man an Kraftwerk natürlich nicht vorbei. Uns hat Tag und Nacht beschäftigt, wie diese Band ihre Wahnsinnsklänge erzeugt.“ Später erhielt Lewerentz als Betreiber des Electro-Labels Major Records von Flür ein paar neue Songs zur Veröffentlichung angeboten und remixte unter anderem seinen Track „Beat Perfecto“. Im Anschluss an die kreative Zusammenarbeit zwischen Hauss, Lewerentz und Flür auf „Reboot“ wurden in den zurückliegenden zwei Jahren mehr als 40 Ideenfragmente online ausgetauscht, aus denen 14 Songs für „Transhuman“ entstanden sind. Lewerentz: „Zusätzlich gibt es zwei weitere Stücke, die Ende des Jahres auf Wolfgangs kommendem Album 'Magazine' zu finden sein werden.“ Und auch gemeinsame U96/Wolfgang Flür-Konzerte sind bereits in Planung. Lewerentz: „Wir denken, dass wir nächstes Jahr die eine oder andere Show zusammen machen werden. Das Interesse der Veranstalter ist jedenfalls riesengroß.“ Kein Zweifel: Dieses große Interesse haben nicht nur die Veranstalter!

 

Facebook: https://www.facebook.com/U96reboot/ 

U96: Joachim Witt und Wolfgang Flür zu Gast auf neuem Album "Reboot", VÖ: 29.06.18

Mit ihrer hypnotisch-magischen Techno-Version des Kinofilm-Soundtrack-Klassikers "Das Boot" hat die Hamburger Band U96 mit den Köpfen Hayo Lewerentz und Ingo Hauss in den frühen Neunzigern Musikgeschichte geschrieben. Jetzt kehrt das Songwriter/Produzententeam mit einem neuen Doppelalbum an die Öffentlichkeit zurück: „Reboot" erscheint am 29. Juni 2018 und umfasst 17 neue Songs (plus acht weitere Nummern auf der Bonus-CD), mit vielen unterschiedlichen Facetten und spektakulären Gästen wie NDW-Star Joachim Witt, ex-Kraftwerk-Schlagzeuger Wolfgang Flür und Soulsängerin Terri B!. Mehr als zehn Jahre sind seit dem letzten U96-Album "Out Of Wilhelmsburg" (2007) vergangen, die Zeit war also reif für ein aktuelles Lebenszeichen.
 
Das Doppelalbum umfasst neben den 13 regulären Tracks eine zusätzliche Bonus-CD mit acht weiteren Songs, unter anderem mit den sechs Stücken der bislang ausschließlich auf Vinyl erhältlichen 2015er EP "The Dark Matter". Als erste Single von Reboot wird der von der amerikanischen Soulsängerin Terri B! eingesungene Song „Angels" ausgekoppelt. In „Angels" katapultieren U96 ihren von den 90ern beeinflussten Dance-Track mit eingängiger Hookline in die Gegenwart und zeigen sich auch in dem dazu gehörenden, in Berlin gedrehten Videoclip stimmungsvoll und audiovisuell beeindruckend. Zu einer spektakulären Zusammenarbeit von U96 und NDW-Star Joachim Witt kommt es in "Quo Vadis", einer abgefahrenen Mischung aus Techno und NDW, mit einem sozialkritischen Text über Populismus und die derzeit problematische weltpolitische Lage. Übrigens: Zu "Quo Vadis" hat Joachim Witt auf seinem aktuellen Album eine eigene, völlig andere und streckenweise an Rammstein erinnernde Version präsentiert.
 
Nicht minder zukunftsweisend ist die Kooperation von U96 mit Wolfgang Flür (ex-Kraftwerk) in den Tracks „Zukunftsmusik" und „Hildebrandslied". Eine musikalisch überaus spannende Liaison der drei beteiligten Musiker, die – obwohl unterschiedlichen Generationen angehörend – unüberhörbar auf gleicher Wellenlänge funken und den typischen U96-Klangbildern eine Art post-moderne Kraftwerk-Dimension hinzufügen. Und ohne jetzt bereits allzu viel verraten zu wollen: Diese Kooperation wird nach Reboot fortgesetzt, für Herbst 2018 ist ein komplettes U96-Album mit Wolfgang Flür geplant.
 
Die Zeichen bei U96 stehen also (um an dieser Stelle im maritimen Terminus der Band zu bleiben) in jeder Hinsicht auf Sturm. Das Beste daran: Frischer und belebender als mit Reboot könnte der Wind kaum wehen!
 
 
Clips: 
https://youtu.be/LpYWZx4ar9Q („Zukunftsmusik“ feat. Wolfgang Flür)
https://youtu.be/SUhd2gVwKzY („Reboot“ - Album-Trailer)

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