Schandmaul: Knüppel Aus Dem Sack

Schandmaul: Knüppel Aus Dem Sack

Universal

VÖ: 10.06.2022

 

Wertung: 8/12

 

Schandmaul veröffentlichen mit „Knüppel Aus Dem Sack“ nun schon das elfte Album! Daran hätten die Münchner vermutlich zu Beginn ihrer Karriere selbst nicht geglaubt. Über die Jahre haben sie sich aber als feste Größe im Mittelalter-Folkrock etabliert und mitunter sind sie sogar die Vorreiter des Genres. Eine treue Anhängerschaft pilgert zu den Konzerten und zusammen mit der Band werden selbige nicht selten zu einer Art Messe.

 

„Knüppel Aus Dem Sack“ soll für die Konzerte natürlich auch neues Material liefern. Ob dies gelingt, wird die Zeit zeigen. Fakt ist, wer bisher nichts mit Schandmaul anfangen konnte, wird auch mit dem neuen Werk nicht warm werden. Der Titeltrack „Knüppel Aus Dem Sack“ steht dabei nicht exemplarisch für die gesamte Scheibe. Das erinnert doch eher an Rammstein. „Königsgarde“ hat als Gäste Saltatio Mortis und Feuerschwanz am Start und geht dann eher in die bekannte Richtung. „Der Quacksalber“ ist herrlich entschlackt und ganz vorne im Mittelalterfolk zu finden.

 

„Das Gerücht“ verbindet die Welten Rock und Mittelalterfolk gekonnt. Spätestens bei „Der Pfeifer“ dürfte klar sein, dass Lindner auf dem Album in Bestform agiert. Die Zusammenarbeit mit Saltatio Mortis wurde ja schon erwähnt, „Luft Und Liebe“ erinnert ebenfalls an die Kollegen von Schandmaul. Das ist ja nicht die schlechteste Referenz. „Glück Auf!“ lädt anschließend zum Pogo auf dem Marktplatz ein. „Irgendwann“ ist der Pandemie geschuldet, trägt aber sehr viel Hoffnung und Optimismus in die Welt hinaus. Für „Niamh“ können sich die Münchner vielleicht mal überlegen, ob sie den Kollegen von In Extremo nicht einen Kuchen backen, denn das erinnert bisweilen an „Herr Mannelig“. „Der Elfseitige Würfel“ und „Long John Silver“ lassen das Album in ruhigeren Gewässern ausklingen.

 

Fazit: Das ist es also, das elfte Album von Schandmaul. In der Diskografie reiht sich das Werk in den vorderen Reihen ein. Die Talsohle scheint durchschritten und die Band hat wieder zurück in die Mittalalter-Folkspur gefunden. Die Härte im Sound ist nicht verschwunden, allerdings ist das auf die gesamte Länge gesehen sehr stimmig.

 

https://www.schandmaul.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch