Aloe Blacc: All Love Everything

Aloe Blacc: All Love Everything

BMG

VÖ: 02.10.2020

 

Wertung: 8/12

 

Jeder, wirklich jeder dürfte einen Song von oder mit Aloe Blacc kennen. „I Need A Dollar“ lief seinerzeit ja nun wirklich im Radio rauf und runter. Es fing sogar schon an zu nerven. Selbst wer dieses Stück nicht kennt, sollte vielleicht „Wake Me Up!“ von Avicii kennen, denn da ist Blacc gesanglich zu hören. Oder vielleicht doch „Never Be Alone“ von David Guetta, denn auch hier ist Blacc mit dabei. Man könnte aber auch eines der unzähligen anderen Projekte aufzählen, bei denen Aloe Blacc – von Nas über OWL City bis hin zu Gentleman dabei ist aufzählen. Der Mann und seine Stimme werden gerne gebucht. Jetzt segelt er mit „All Love Everything“ mal wieder unter eigener Flagge.

 

Warum der Mann so gerne für einen Gastbeitrag eingeladen wird, dürfte ein jedes dieser zehn Stücke verdeutlichen. Aloe Blacc könnte einem vermutlich auf das Telefonbuch vorsingen und es wäre ganz toll. Die Stimme hat eine sehr angenehme Klangfarbe und die meist unaufgeregte Art des Vortrags macht es einem auch leicht, den Gesang ins Herz zu schließen. Der Mann kann auch richtig was, wie er beispielsweise bei „I Do“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Zunächst sind da nur Pianoklänge und die Nummer kommt gospelartig daher und Blacc trägt das dann nur mittels seiner Stimme. Nach hinten raus driftet das zwar in eine unschöne Poprichtung ab, aber das ist wohl dem Zeitgeist geschuldet.

 

Der Auftakt „Family“ ist eine tolle Mischung aus Soul und R&B. Auch die Instrumentierung passt. Der Pop ist bei Aloe Blacc nie weit entfernt, aber das ist ja nicht grundsätzlich zu verurteilen. „All Love Everything“ ist sehr groovy und besticht mit einem positiven Vibe. „My Way“ ist moderner Gospel und gesanglich absolut top! Und selbst so eine ereignislose Nummer wie „Wherever You Go“ wird bei Blacc zu einem hörbaren Track. „Nothing Left But You“ versucht sich an zu modernen Sounds und „Glory Days“ hört sich fast wie Michael Bublé an. „Corner“ reißt das Ruder wieder rum und mit „Hold On Tight“ gibt es einen souligen Pophit auf die Ohren. „Harvard“ geht ganz zum Schluss noch mal ans Herz – aber auf eine schöne, unkitschige Art und Weise!

 

Fazit: „All Love Everything“ ist ein gutes Album von Aloe Blacc. Gesanglich ist der Mann ein Guter und er ist einfach mit einer Stimme gesegnet, die sehr angenehm ist. Sein Soul und R&B wird immer in ein poppiges Gewand eingebettet, damit es auch im Radio passt, aber selbst das wird auf eine gute Art und Weise bewerkstelligt. Aloe Blacc macht einfach nichts falsch.

 

https://www.aloeblacc.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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