Kensington Road: Sex Devils Ocean

Kensington Road: Sex Devils Ocean

Timezone

VÖ: 13.08.2021

 

Wertung: 7,5/12

 

Die Band Kensington Road hat sich sein Publikum durch Touren und viele Konzerte erspielt. Die starken Auftritte der Kapelle begeisterten die Leute und so wuchs die Fangemeinde stetig. Man könnte auch sagen, dass bei Kensington Road alles auf gesunden Füßen steht, die fünf Berliner kennen aber auch die Kehrseite der Medaille und somit wissen sie, viele Dinge sicher richtig einzuordnen. Manchmal ist es gut, dass der Erfolg nicht über Nacht da ist. Hin und wieder muss dann auch mal der ZDF Fernsehgarten reichen. Davon handelt nun das neue Album „Sex Devils Ocean“. Nein, nicht vom ZDF Fernsehgarten, aber von Freundschaft, Zusammenhalt und Zuversicht, aber auch Stolpern, Fallen und wieder Aufstehen.

 

Die Band wirft sich mit „Ghost Mountain“ gleich in die Vollen. Der teilweise mehrstimmige Gesang ist dabei eher düster ausgefallen. Der Bass ist dringlich und zunächst das bestimmende Element. Die Nummer entwickelt sich dann in eine Richtung, die den Beatsteaks zu „Boombox“-Zeiten nicht unähnlich ist. Kensington Road sind ja sowieso eine Band, die den Spagat zwischen Pop und Indie bisher ganz gut hinbekommen hat. „Living In A Lumidor“ ist mit den zackigen Gitarren in den Strophen und dem eingängigen Ohrwurmrefrain quasi das Paradebeispiel dafür.

 

In diesem Fahrwasser geht es zunächst weiter. „Duke Of Persico“ fetzt, „Class Of 92“ dengelt allerdings auch etwas so dahin. „Pablito Pablito“ ist aber wieder angriffslustig. Besonders der kratzbürstige Gesang sticht dabei heraus. Das wiederum könnte auch einer dieser poppigeren Songs der Donots sein. Der Titelsong „Sex Devils Ocean“ ist nervig. Vielleicht funktioniert die Nummer live ja besser. „Change Is Good“ erinnert an „Cuts Like A Knife“ von Bryan Adams. „Into The Universe“ hat abermals einen saucoolen Bass am Start, der in den 80ern viele britische Bands sehr glücklich gemacht hätte. „Red Light“ klingt ein bisschen wie eine Kreuzung aus Mando Diao und Trio! „Steve Shoeman“ ist die Ballade, die dem Album noch gefehlt hat. Es ist der vielleicht beste Song der Platte. Den Song hat Frontmann & Sänger Stefan Tomek während einer Wanderung bei Sonnenuntergang durch die südafrikanischen Drakensberge geschrieben. Steve Shoeman war ein Sohn des südafrikanischen Städtchens Haenertsburg, der leider recht früh verstorben ist, dessen Name aber nachklingt, nachdem er zeitlebens auf großzügige Art reichlich Gutes für die Bewohner der Bergregion getan hat.

 

Fazit: Kensington Road schaffen auch mit „Sex Devils Ocean“ den Spagat zwischen Radio- und Indiehörer. Live dürfte das noch mehr zünden, da sich dann auch sicher noch mehr Ecken und Kanten in die Songs einschleichen. Die Kapelle unterstreicht hiermit auch, dass Musik aus Deutschland nicht nur dieser furchtbare Befindlichkeitspop sein muss!

 

http://www.kensingtonroad.de

 

Text: Torsten Schlimbach

 

KENSINGTON ROAD – LIVE 2021

 

12.08.2021 DE-Herbstein/Fulda, Mind On Fire Festival

13.08.2021 DE-Bielefeld, Kanal 21, Record Release Live-Stream

19.08.2021 DE-Berlin, Kensington Road on the Boat

31.08.2021 DE-Berlin, Kesselhaus Summer Stage

11.09.2021 DE-Osnabrück, Haste Open Air
18.09.2021 DE-Lingen, Rock am Pferdemarkt

 

KENSINGTON ROAD – SEX DEVILS OCEAN TOUR 2022

 

02.02.2022 DE-Hannover, LUX

03.02.2022 DE-Bremen, Meisenfrei

04.02.2022 DE-Köln, Luxor

05.02.2022 DE-Hagen, Kultopia

 

Weitere Termine folgen…

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch