Michael Monroe: I Live Too Fast To Die Young

Michael Monroe: I Live Too Fast To Die Young

Silver Lining Music

VÖ: 10.06.2022

 

Wertung: 7,5/12

 

Michael Monroe hat in den Inkfish Studios in Helsinki, Finnland im November/Dezember 2021 sein neues Album „I Live Too Fast To Die Young“ aufgenommen. Steve Conte (Gitarre und Gesang), Rich Jones (Gitarre und Gesang), Karl Rockfist (Schlagzeug) und Sami Yaffa (Bass/Gesang/Gitarre) gehörten dabei zu den festen Musikern an seiner Seite. Die Songs produzierte die Band zusammen mit Erno Laitinen. Die elf Nummern des legendären Frontmanns von Hanoi Rocks sind das, was man erwarten konnte.

 

Dazu gehört fast auch schon die Beteiligung von Slash. Nun gut, erwarten konnte man das vielleicht nicht, aber es überrascht auch nicht, dass der Mann auf dem Titeltrack „I Live Too Fast To Die Young“ mit zusätzlichen Gitarren zu hören ist und dann auch noch ein Solo der guten, alten Slash-Art beigesteuert hat. Macht Laune. Wie eigentlich so vieles auf diesem Album! Dazu gehört nicht unbedingt der depressive Abschluss „Dearly Departed“, aber ganz sicher der Auftakt „Murder The Summer Of Love“. Sleaze Rock der einem gewissen Dregen gefallen wird.

 

Und so pflügt sich Michael Monroe durch dieses Album. Ein Rockhit reiht sich an den anderen. „Young Drunks – Old Alcoholics“ hat eine Hookline und Melodie zu bieten, die nicht neu, aber eingängig ist. Der Spaß, den die Musiker daran haben, überträgt sich unweigerlich auch auf den Zuhörer. Natürlich wird hier nicht permanent das Gaspedal durchgetreten und so bleibt auch Zeit für musikalische nachdenkliche Töne. „Derelict Palace“ klingt dabei wie die ruhigen Billy Idol-Songs der 80er. Schon mit „All Fighter“ wird ja wieder voll auf die Kacke gehauen. Hier ist dann auch der Punkrock nicht mehr weit entfernt. Gut gebrüllt, Michael!

 

„Everybody´s Nobody“ ist allerdings auch etwas zu schunkelig. Das Album wird dann sogar noch schmalzig. Eine kleine Schwächephase, die mit „Can´t Stop Falling Apart“ im Stones-Gewand wieder überwunden wird. „Pagan Prayer“ gibt sogar noch mal richtig Vollgas. Man kann auch in gesetzterem Alter noch ordentliche und unpeinliche Punkmusik machen. Man verzeit dann auch das schlagereske „No Guilt“. Der Refrain bleibt allerdings hängen.

 

Fazit: „I Live Too Fast To Die Young“ von Michael Monroe ist ein sehr ordentliches Album. Immer dann, wenn der Mann dem Rock and Roll und Punk frönt, wird es amtlich! Den ein oder anderen uneleganten Schwenker in Richtung Schunkelzelt verzeiht man da gerne. Kann man auch locker drüber hinwegsehen, denn der Rest macht einfach unglaublich viel Spaß!

 

http://michaelmonroe.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch