Adam Lambert: Velvet

Adam Lambert: Velvet

More Is More, LLC / EMPIRE

VÖ: 19.03.2020

 

Wertung: 7,5/12

 

Als Adam Lambert 2009 bei „American Idol“ den zweiten Platz belegte, konnte kein Mensch erahnen, wohin die Reise für den Sänger gehen würde. Der Mann ist einer der wenigen Casting Show-Teilnehmer, deren Karriere so richtig durch die Decke ging. In unseren Breitengraden schwirrt er zwar immer noch etwas unter dem Radar hindurch, aber das könnte sich mit seinem Album „Velvet“ nun ja noch mal ändern. Touren mit Queen + Adam Lambert sollten ihm die nötige Sicherheit gegeben haben. Der Mann singt vor tausenden von Leuten und natürlich dürften die beiden Queen-Legenden ihm zumindest zu einem großen Publikum verholfen haben.

 

Auf dem vierten Albun hat Lambert sich Nile Rodgers von Chic mit ins Boot geholt. Die grobe Richtung des gemeinsamen Songs „Roses“ dürfte somit klar sein. Es geht in die Disco und auf die Tanzfläche. Die Nummer ist allerdings auch durchaus sehr melancholisch und vermutlich hätte da auch ein gewisser Prince mal ein Ohr riskiert. Der Track hat irgendwie auch die Richtung für das ganze Album vorgegeben. Lambert beherrscht die ganze Klaviatur. Er kann sich in Höhen schwingen, ohne dass es unangenehm wird. Er ist einer der wenigen Künstler, bei denen Falsettgesang nicht unangenehm ist.

 

Musikalisch ist das Album schon sehr vielfältig, auch wenn der rote Faden stets zu erkennen ist. „Closer To You“ ist eine schöne und fast schon leise Pianoballade, während „Love Dont“ als Rocknummer über die Ziellinie bollert. „Superpower“ ist dazu noch sehr lässig und überrascht mit einem Gitarrensolo. Das lockert die Synthesizer etwas auf. Selbige durchziehen das gesamte Album. „Feel Something“ ist zum Schluss noch mal sehr gefühlvoll. Davor gibt es Funk, Pop und jede Menge Glam zu hören. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann ist es das immer wiederkehrende Klangbild, welches überhaupt keine Abwechslung zu bieten hat.

 

Fazit: Adam Lambert war kompositorisch an allen Songs beteiligt. „Velvet“ trägt so natürlich eindeutig seine Handschrift. Die Musik der 70er und 80er dürfte ihn zu diesen Songs inspiriert haben.  Musikalisch ist das aus Funk, Pop, Glam und Rock ein gutes Album geworden. Gesanglich ist der Mann sowieso über jeden Zweifel erhaben. Lediglich der cleane, immer gleichbleibende Sound, wäre zu bemängeln, wenn man denn will. Alles in allem ein gutes Werk – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

http://www.adamofficial.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch