THE CRANBERRIES bringen ihr animiertes Video "All Over Now" zum Abschiedsalbum "In The End" l VÖ: 26.04.19

The Cranberries veröffentlichten jüngst das Video zu ihrer aktuellen Single “All Over Now” aus ihrem neuen und letzten Album “In The End” (VÖ: 26. April 2019). Dafür haben sie mit dem preisgekrönten Regisseur Dan Britt zusammengearbeitet.


Die Comic-ähnliche Optik entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Illustrator Tom Clohosy Cole, der die Hintergründe kreierte, und ist u.a. inspiriert von Eric Ravilious Englischen Landschaften, die Dan als “wunderschön, aber durchzogen von Stacheldraht und voller Spuren menschlichen Treibens,” beschreibt. Dass das Video im Look & Feel eines handgemachten Films daherkommt, entsteht aus der Symbiose einer einzigartigen Mal-Technik unter Verwendung von Wasserfarbpinseln auf echtem Papier und einer weitestgehend einfach gehaltenen Animation.


Inspiriert durch das T.S. Elliot Gedicht “In The End Is My Beginning”, das großen Eindruck auf die Band gemacht hat, visualisiert das Video auf sehr einfühlsame Weise die Geschichte des Songs, in dem es um Missbrauch in einer Beziehung geht.“Nach den ersten Gesprächen darüber, in welche Richtung dieses Video gehen sollte, wurde ich mit dem größten Teil ziemlich allein gelassen,” erinnert sich Dan.“Mit Unterstützung der Band haben wir etwas geschaffen, wovon ich hoffe, dass es zu dem wunderbaren Song passt und ein gebührender Tribut an Dolores geworden ist.”
“All Over Now” vermengt Rock, Alternative und eingängige fast poppig anmutende Melodien zu dem typischen Cranberries Sound, der sich auch durch das gesamte Abum zieht. “In The End” ist kein Abschied, vielmehr eine Würdigung, kraftvolles Zeugnis und Hoch-leben-lassen des Lebens und kreativen Schaffens von Dolores und ihren musikalischen Brüdern Noel, Mike und Fergal.


Die Entstehungsgeschichte von „In The End“ begann bereits im Mai 2017, während die Band sich auf Tournee zu ihrem Album "Something Else“ befand. Bis zum Winter 2017 hatten Noel und Dolores an den Demoversionen der Songs gearbeitet, die heute auch auf "In The End“ zu hören sind. “Dolores Energie sprudelte in Erwartung, diese Platte zu machen, die Songs herauszubringen und sie live zu spielen förmlich über.”
Um besser mit dem Tod ihrer geliebten Freundin und Wegbegleiterin umgehen zu können, beschäftigten sich Noel, Mike und Fergal intensiv mit den Liedern und entschieden gemeinsam mit Dolores´ Familie für die Fertigstellung des Albums, um sie auf diese Weise zu würdigen.Noel erinnert sich an die Bedenken, die die Band damals hatte: “Wir wussten, dieses müsste eines der, wenn nicht sogar das beste Cranberries Album werden, das wir in der Lage waren abzuliefern. Unsere Sorge war, dass wir das Vermächtnis der Band mit einem Album zerstören würden, das den Ansprüchen nicht genügt. Aber als wir erst einmal alle Demos angehört hatten, an denen Dolores und ich gearbeitet haben, wussten wir sofort, dass wir in sehr starkes Album in unseren Händen hielten, und es herauszubringen, der einzig richtige Weg war, um Dolores Ehre zu erweisen.” 


Die Single "All Over Now" ist hier verfügbar:
https://cranberries.lnk.to/AllOverNowPR
 
Das Album "In The End" kann hier vorbestellt werden:
https://cranberries.lnk.to/InTheEndPR
 

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The Cranberries veröffentlichen mit "All Over Now" die erste Single aus ihrem Abschiedsalbum "In The End" l VÖ: 26.04.19

"Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, Dolores` erstem Todestag zu gedenken und ihr Leben zu würdigen, als der Welt das allerletzte Album mit ihrer Band anzukündigen." Eileen O´Riordan, Dolores O`Riordans Mutter
 
Drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung im irischen Limerick (ursprünglich unter dem Namen The Cranberry Saw Us) veröffentlichen The Cranberries am 26.04. mit "In The End" via BMG ihr achtes und letztes Album. Erneut von Stephen Street produziert, bringt die Formation ihre unglaubliche Karriere mit dem elf Tracks umfassenden Longplayer zu einem angemessenen und kraftvollen Ende. Zeitgleich zur Albumankündigung veröffentlicht die Band die erste Vorabsingle "All Over Now", auf dem Elemente aus Rock, Alternative und eingängige Popmelodien zum klassischen Cranberries-Sound verschmelzen.
 
The Cranberries – namentlich Dolores O`Riordan, Noel Hogan, Mike Hogan und Fergal Lawler – gingen aus der Pre-Brit-Pop-Szene der frühen 90er Jahre hervor. Der renommierte Melody Maker beschrieb ihren markanten Signature-Sound aus Indie-Gitarren und Dolores` unverwechselbarem Celtic-Music beeinflussten Gesang als "die Stimme einer Heiligen, gefangen in einer Glasharfe". Mit längst zu Klassikern avancierten Stücken wie "Linger", "Zombie" oder "Dreams" feierten die Cranberries innerhalb kürzester Zeit internationale Erfolge und konnten weltweit mehr als 40 Millionen Einheiten ihrer Alben verkaufen.
 
Geprägt von der Trauer über Dolores` unerwarteten Tod am 15. Januar 2018 stellt "In The End" keinen Abschied, sondern vielmehr eine kraftvolle Würdigung ihres Lebens und ihres kreativen Schaffens gemeinsam mit ihren musikalischen Brüdern Noel, Mike und Fergal dar.
 
Die Entstehungsgeschichte von "In The End“ begann bereits im Mai 2017, während die Band sich auf Tournee befand. Bis zum Winter 2017 hatten Noel und Dolores an den Demoversionen der Songs gearbeitet, die heute auf dem Album zu hören sind. "Dolores zog ihre ganze Kraft aus der Aussicht, dieses Album zu machen und wieder auf Tour zu gehen, um die Songs live zu spielen", blickt Noel zurück. Um ihren Tod besser verarbeiten zu können, beschäftigten sich Noel, Mike und Fergal noch einmal mit den Liedern und entschieden gemeinsam mit Dolores´ Familie, ihrer guten Freundin mit der Fertigstellung des Albums ein Denkmal zu setzen.


"Wir waren uns darüber im Klaren, dass es eines der besten – wenn nicht sogar das beste – Cranberries-Album werden müsste, das in unseren Kräften stand", so Noel weiter. "Wir hatten die Sorge, dass wir durch ein mittelmäßiges Album unser Vermächtnis beschädigen könnten. Doch als wir uns gemeinsam durch all die Demos hörten, die Dolores und ich aufgenommen hatten, erkannten wir, dass wir ein unglaublich starkes Album vor uns hatten. Die beste und einzig richtige Art, Dolores zu ehren."
 
Mit Songs in den verschiedensten Aufnahmestadien begab man sich in die Hände von Stephen Street, der für die Produktion der vier vorangegangenen Alben wie "Everybody Else Is Doing It, So Why Can`t We?" oder "No Need To Argue" verantwortlich zeichnet. Vier Wochen arbeitete die Band in einem Londoner Studio daran, Dolores` originalen Demo-Vocals einen musikalischen Unterbau zu schaffen. "Es war eine irgendwie bittersüße Zeit“, erinnert sich Noel. "Neue Tracks aufzunehmen, ist immer eine aufregende, großartige Sache und einer der besten Aspekte, in einer Band zu sein. Als wir dann abends unsere verschiedenen Instrumente einspielten, wurde uns jedesmal schmerzlich bewußt, dass Dolores ja nicht mehr da ist, um mit uns gemeinsam an den Songs zu arbeiten."
 
Mit "In The End" richten The Cranberries einen starken Abschiedsgruß an ihre Fans, verneigen sich würdevoll vor ihrer Bandkollegin und Freundin und veröffentlichen vor allem eine Sammlung grosser Songs, die in einer Reihe mit ihren vorherigen sechs Studioalben stehen.
 
"Ich vermisse sie ganz schrecklich. Ganz besonders am heutigen Tag; so wie auch unsere ganze Familie", so Dolores` Mutter über die Single und das neue Album. "Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, Dolores` erstem Todestag zu gedenken und ihr Leben zu würdigen, als der Welt ihr allerletztes Album mit ihrer Band anzukündigen. Sie war absolut enthusiastisch und hat sich wirklich auf den Release dieses Albums gefreut. Ich bin mir sicher, dass sie sehr glücklich ist und sich über die heutige Veröffentlichung freut."


Die Single "All Over Now" ist hier verfügbar:
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Das Album "In The End" kann hier vorbestellt werden:
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Von The Cranberries erscheint am 19.10. das Album "Everybody Else Is Doing It, So Why Can't We?" als 25th Anniversary Edition in verscheidenen Formaten (4CD-Box, 2CDs, CD, 2 LPs oder digital)

Letztes Jahr setzten sich Dolores O’Riordan, Noel Hogan, Mike Hogan und Fergal Lawler – die vier Mitglieder der Cranberries – zusammen, um die 25th Anniversary Box ihres Debütalbums, des Indie-Klassikers „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“, zu planen. Nach dem viel zu frühen Tod von Dolores O’Riordan im Januar 2018 entschied die Band, das Projekt durchzuziehen und so erscheint die Jubiläumsbox und weitere Formate (2CD, CD oder Doppel-LP) am 19. Oktober bei UMG. Nach seiner Veröffentlichung am 12. März 1993 ging das Album in Irland und Großbritannien auf Platz 1 der Albumcharts und verkaufte weltweit über sechs Millionen Exemplare. Damals erklärte Dolores den Erfolg der Cranberries unter anderem damit, dass die Songs “auf meinem eigenen Leben und Erfahrungen als Mensch basieren und darauf, wie Menschen miteinander umgehen.”

 

Rückblende zum Sommer des Jahres 1985, als sich aus dem gemeinsamen Interesse an Breakdance zwischen drei Jungs – Fergal (14), Noel (13) und dessen jüngerem Bruder Mike (12) – eine lebenslange Freundschaft entwickelte. Fergal fuhr die kurze Strecke von Parteen im irischen County Clare nach Moyross in Limerick, wo Noel und Mike lebten, damit sie an ihren Moves feilen konnten. Nach einer Zeit ließ ihre Begeisterung nach und sie begannen, sich für Mainstream Pop-Künstler wie Nik Kershaw und Michael Jackson zu interessieren und wie viele andere Teenager vor ihnen aufmerksam zu verfolgen, was im Radio gespielt wurde.

 

Noel erinnert sich, dass es die „Staring At The Sea“ Singles-Collection von The Cure war, die seine musikalische Welt auf den Kopf stellte. Er teilte seine neue Leidenschaft mit Mike und Fergal und gemeinsam entdeckten sie weitere Bands wie Siouxsie and the Banshees, Echo and the Bunnymen, The Clash, New Order und Joy Division. Rückblickend betont Noel, dass “all diese Wege unweigerlich zu The Smiths führen mussten, die später eine große Rolle in unserem Leben spielten.”  

 

Neben der großen, weiten Welt des Indie, wurden Noel, Mike und Fergal auch auf die wachsende Musikszene in Irland und speziell in Limerick aufmerksam. Ein Freund von Fergal war DJ bei einem der Piratensender der Stadt und er lieh ihm Aufnahmen von irischen und lokalen Bands. Piratensender waren nicht durch dieselben Richtlinien eingeschränkt wie der staatliche Rundfunk und so konnte man in den 1980ern hier tolle Indiebands entdecken, die sonst nirgends gespielt wurden. Neben den weltweit erfolgreichen U2 und Sinead O’Connor erfuhr die Gruppe hier von der Existenz lokaler Bands wie Private World, They Do It With Mirrors, Up The Downstairs, The Hitchers und A Touch of Oliver. Und so war es gar keine abwegige Idee, selbst in einer Band zu spielen und in die Fußstapfen vieler anderer hoffnungsvoller zukünftiger Musiker in postindustriellen Städten wie Manchester, Liverpool oder Birmingham zu treten, wo Musik und Kreativität einen Ausweg aus der um sich greifenden Jugendarbeitslosigkeit boten.

 

Im August 1989 lernte die junge Band Niall Quinn kennen, der als Sänger einstieg, und sie nannten sich Cranberry Saw Us. Im März 1990 verließ Niall die Band schon wieder, um sich auf sein anderes Projekt, die Hitchers, zu konzentrieren. Die Trennung verlief komplett einvernehmlich und er war maßgeblich daran beteiligt, die Band mit Dolores zusammenzubringen. Er organisierte eine Audition, die in den Xeric Studios, einem alten Industriegebäude mitten in Limerick, stattfand. Als Dolores ankam, waren Noel, Mike, Fergal und einige ihrer Freunde dort. Dolores hatte ein Casio-Keyboard unter dem Arm und im Gegensatz zu den meisten Anwesenden, die mit Doc Martens, schwarzen Klamotten und wilden Frisuren angetreten waren, trug sie einen rosafarbenen Trainingsanzug und kurze Haare im Wet-Look und zog in dem kleinen Raum alle Aufmerksamkeit auf sich. Dolores erinnert sich an das erste Treffen: “Ich ging nach oben und da waren ungefähr 14 halbwüchsige Jungs – der Raum war voller Hormone und die Anspannung war unerträglich. Ich sagte: 'Bevor wir anfangen – gehen bitte alle, die nicht in der Band sind, raus‘.“ Noel beschreibt Dolores an dem Abend als "leise wie eine Maus“. Und Mike erinnert sich: "Sie war damals introvertiert … aber sie stellte sich trotzdem hin und hatte den Mut, sich zu präsentieren.“ Alle waren sofort begeistert von ihrer Stimme. "Sie hat uns sofort umgehauen“, erzählt Mike. "Ihre Stimme hatte etwas ganz Besonderes.“ Dolores fand ihrerseits: "Mir gefiel, was ich hörte: Sie waren nett und als Band sehr tight. Es war eine nette Band, aber sie brauchten einen Sänger oder Sängerin und sie brauchten einen Plan.“ Eines der Instrumentals, das Cranberry Saw Us an dem Abend spielten, wurde bald als „Linger“ bekannt – ein relativ einfacher Song, der die Band innerhalb von nur zwei Jahren zu Weltstars machte.

 

1991 war ein wichtiges Jahr für die Cranberries. Am 18. April trat die Band in ihrer Heimatstadt im Rahmen der von der University of Limerick veranstalteten Rag Week vor 1400 Studenten – und 32 A&R-Leuten, von denen die meisten aus London eingeflogen waren – auf. Unter anderem war auch der legendäre Plattenproduzent Denny Cordell (1943-1995) anwesend, der zu diesem Zeitpunkt als A&R für Island Records tätig war. Cordell bot den Cranberries zwar nicht das dickste Bündel Geld an, aber er versprach ihnen, sich um sie zu kümmern und ihnen den Raum zu lassen, sich in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu entwickeln. Offenbar glaubte er fest an ihr Potential. Ungefähr zur selben Zeit änderte die Band ihren Namen in The Cranberries.

   

1992 engagierten The Cranberries einen neuen Manager in Gestalt des legendären Geoff Travis von Rough Trade und begannen, ihr Debütalbum mit den Produzenten Stephen Street aufzunehmen. Street hatte eine Menge Erfahrung als Toningenieur und als Produzent (The Smiths, Morrissey, Blur) und war auch als Co-Songwriter an Morrisseys erstem Soloalbum „Viva Hate“ (1988) beteiligt. Für die Cranberries ging jedenfalls ein Traum in Erfüllung, als sie mit dem Produzenten von ‘Strangeways Here We Come’ ins Studio gingen.

 

Als Texterin der Band, steckte Dolores auch hinter allen Albumtiteln. „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“ geht auf ihren hartnäckigen Erfolgswillen zurück. “Elvis war nicht immer Elvis”, sagt sie. “Er wurde nicht als Elvis Presley geboren. Er war einfach ein Mensch, der irgendwo zur Welt kam, von nichts besonders viel hatte, und dann wurde er Elvis. Auch Michael Jackson wurde irgendwo geboren und wurde später zu Michael Jackson, und so weiter und so fort. Und ich dachte, wir sind auch einfach nur irgendwo geboren, warum können wir nicht genauso erfolgreich sein? Ich fand durchaus, dass wir das könnten, aber die meisten Leute in unserem Umfeld erklärten uns für verrückt und meinten, dass wir niemals Geld mit unserer Musik verdienen würden und lieber Coverversionen spielen sollten.” Es ist ein einfacher, aber cleverer Titel, der seine eigene Frage schon beantwortet, weil das 'Warum nicht?‘ schon zwischen den Zeilen steht. Warum sollte eine Band aus einer kleinen Stadt im Südwesten Irlands nicht einen Plattenvertrag bekommen, ein großartiges Album machen und die Welt im Sturm erobern?

 

Und tatsächlich. Weihnachten 1993 hatte die Band eine umfangreiche Tour durch Europa und die Vereinigten Staaten hinter sich und ihre Rückkehr nach Irland glich einem Triumphzug. Ihr Debütalbum hatte in den USA mittlerweile schon mehr als 800 000 Exemplare verkauft und „Linger“ hatte Platz 8 der Billboard Charts erreicht. In Irland und Großbritannien schaffte es das Album an die Spitze der Charts und in den USA auf Platz 18 der Billboard Charts. Später wurde es in den USA, Australien, Neuseeland und Großbritannien mit Platin ausgezeichnet.

 

Die andauernde Popularität von „Everybody Else...“ und sein phänomenaler Erfolg sollte nicht nur anhand der 6 Mio. Verkäufe (5 Mio. davon in den USA) festgemacht werden, sondern an der Qualität des Materials. Auch wenn das Album von den Smiths, The Cure und New Order beeinflusst war, hatte es doch einen ganz eigenen Sound und zeigte mal wieder, dass die beste Musik oft durch die richtige Mischung entsteht. Genauso wie der junge Johnny Marr von Rory Gallagher und Thin Lizzy beeinflusst war, waren The Cranberries wiederum von The Smiths beeinflusst und entwickelten aus dem Gehörten ihren eigenen Sound.

 

Das Zusammenspiel von Noel und Dolores als Co-Songwriter, dazu Noels helles Gitarrenspiel über einem von Mike und Fergal gelegten, massiven Fundament und Stephen Streets Talent, Räume zu schaffen – all das trug zum unverwechselbaren Sound des Albums bei. Dolores’ einzigartige Mischung aus gälischen und Indie-Gesangseinflüssen ergänzte sich perfekt mit ihrer Fähigkeit, mit ihren Texten die Frustration der späten Jugendjahre auszudrücken, die die Songs zu einer so großen Projektionsfläche machte. 25 Jahre nach seiner Veröffentlichung gilt dieses mit viel Fingerspitzengefühl aufgenommene Debüt als eines der ultimativen Indie-Alben aller Zeiten.

 

The Cranberries

Dolores O’Riordan – Lead Vocals, Acoustic Guitar

Noel Hogan – Guitar, Backing Vocals

Mike Hogan – Bass

Fergal Lawler – Drums, Percussion

The Cranberries veröffentlichen mit "Something Else" ihre größten Hits und drei neue Songs l VÖ: 28.04.2017

Als Limerick 2014 zur ersten Kulturstadt Irlands gekürt wurde, lag es nahe, dass die Verantwortlichen die berühmteste Tochter der Stadt um ein besonderes Konzert baten. Und so stand Dolores O’Riordon, Sängerin der Cranberries, am Silvesterabend gemeinsam mit einem Quartett des Irish Chamber Orchestra auf der extra errichteten Bühne vor der Stadthalle. Sie sang nicht nur ein eigenes Stück, sondern auch drei weitere Songs ihrer Band. "Es war eine wunderschöne Nacht.", erinnert sie sich. An jenem Abend erinnerte sich die Frontfrau plötzlich daran, dass ein sehr wichtiger Geburtstag bevorstand: das 25-jährige Bandjubiläum im Jahr 2015.

The Cranberries gelten als eine der bedeutendsten Bands der 90er Jahre. Neben Künstlern wie The Sundays Reading (Writing And Arithmetic), 10.000 Maniacs (In My Tribe) und Alanis Morissette (Jagged Little Pill) repräsentierten sie eine neue Form unwiderstehlicher Weiblichkeit. Schnell schlugen sie die Brücke zwischen Indie-Ästhetik und unerwartetem weltweiten Erfolg.

Die irische Band hatte eine ganze Generation sowie deren Kultur geprägt: ihre Songs untermalten die Werbung hochpreisiger Automarken, waren auf dem Soundtrack zum Hollywood-Film Mission: Impossible zu hören und gelten bis heute als zeitlose Klassiker der Radiolandschaft. Durch die sanfte Wut in Dolores Stimme sind sie unmittelbar zu erkennen.
 
Ihre Alben vier Alben "Everybody Else Is Doing It So Why Can’t I", "No Need to Argue", "To The Faithful Departed" und "Bury The Hatchet" verkauften sich bislang über 40 Millionen Mal. In den USA feierten sie in kürzester Zeit ähnliche Erfolge wie ihre irischen Kollegen von U2 oder Sinead O’Connor.
 
Mit gerade einmal 18 Jahren wurde Dolores O’Riordon zur Frontfrau der Cranberries. Irland hatte sie bis dahin nur ein einziges Mal verlassen, um ihre ältere Schwester in London zu besuchen. "Damals war ich noch ein Kind, eine unbedarfte 18-jährige auf dem Stand einer 15-jährigen."

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekamen sie außerdem, da sie über die Jahre immer wieder auf Stars wie Bono oder Michael Stipe von REM trafen. Letzterer besuchte sie beispielsweise bei den Dreharbeiten ihres Debüt-Hits "Linger". "Wir hatten Glück, dass unsere Musik so erfolgreich wurde, doch das Ganze hatte auch seine Schattenseiten. Ich hatte kein normales Leben auf der High School oder dem College mehr, geschweige denn in der realen Welt. Ich wuchs unter den wachsamen Augen meines Publikums auf. Dieser Erfolg machte mich fast kaputt, denn ich hatte keine Zeit mehr mit etwas Abstand mein Leben oder meine Arbeit zu beobachten. Es fühlte sich wie ein Schwebezustand an."

2012 erhielt die Sängerin eine ungewöhnliche Anfrage der US-TV-Show "The Bachelorette", in der Frauen um die Hand eines attraktiven, heiratswilligen Mannes konkurrieren. Während des Staffelfinales sollte sie dem verbliebenen Paar ein Ständchen bei dessen letzten Date singen. Dieses fand in der Christchurch Cathedral in Dublin statt und brachte sie nach der längeren Auszeit der Band wieder in Kontakt mit Cranberries-Co-Schreiber Noel Hogan. Durch die Show erreichte Dolores, die neben Irland auch in New York und Kanada gelebt hatte, über 10 Millionen US-Zuschauer und eine neue Generation junger Fans.
 
Durch die Auftritte in Limerick, bei The Bachelorette und durch das anstehende Jubiläum manifestierte sich schließlich die Idee eines Akustikalbums mit Orchesterbegleitung in Dolores O‘Riordons Kopf. Es sollte die größten Momente der ersten vier Cranberries-Alben beinhalten. "Es fühlte sich wie etwa Altes und etwas Neues zugleich an, wie ein Jahrestag, den man feiern muss. Wir feierten das, was wir erreicht hatten gemeinsam mit dem Irish Chamber Orchestra."

So verbrachten The Cranberries schließlich zwei Wochen in der Universität von Limerick, dem Zuhause des Irish Chamber Orchestra. Es wurde extra kleine Kabinen errichtet, damit die Instrumente wie bei einer Liveaufnahme klangen. Dolores war nicht länger ein Kind. Sie sang ihre erstaunlich erwachsenen Songs damals unbedarft, doch jetzt war sie eine Frau, die ihr Leben voll und ganz der Musik gewidmet hatte und fest in diesem Leben steht. "Mir gefallen sie so besser.", fügt sie hinzu. "Sie klingen jetzt erfahrener und dennoch viel frischer."
 
Nachdem sie die Spitze ihres kommerziellen Erfolgs in den 90ern erreicht hatten, blieben The Cranberries dennoch nicht untätig. Sie nahmen weitere Alben auf, tourten und vergrößerten weltweit ihre Fangemeinde. Ihre Social Media-Kanäle zählen bislang mehr als vier Millionen Likes. Ihre Songs sind nach wie vor eine Mischung aus Hit-Hooklines und zeitlosen Klassikern.
 
Kürzlich spielten The Cranberries beim renommierten Vivo X El Rock Festival in Peru vor über 40.000 Zuschauern und weiteren tausenden in Mexiko. "Du berauschst Dich an jedem einzelnen Menschen in der Menge.", freut sich die Sängerin. Die Rückkehr nach Südamerika inspirierte sie außerdem zum Artwork des Albums. Andy Earl, der bereits das Cover von "Everybody Else Is Doing It" gestaltet hatte, stand zwei Tage nach Dolores‘ Anruf vor deren Tür. "Er war absolut brillant und es tat so gut, ihn wieder zu sehen. Wir nahmen am gleichen Ort wie damals die Fotos auf. Es war, als würden die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verschmelzen."
 
Um zu verhindern, dass "Something Else" nur eine Ansammlung wiederentdeckter Erinnerungen werden würde, sind auch drei neue Songs auf dem Album enthalten. "The Glory" schrieb Dolores in den Proberäumen des Irish Chamber Orchestras. "Ich dachte darüber nach, dass es im Leben immer Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels gibt, egal wie dunkel das Leben auch gerade sein mag. Manchmal ist es schwierig, doch Du musst das Licht und das Positive in den Dingen suchen." "Rupture", das von Depressionen handelt und die demnächst erscheinende Single "Why?", die Dolores kurz nach dem Tod ihres Vaters schrieb, sind bislang ebenfalls unveröffentlicht.
 
Die neuen Songs reihen sich nahtlos neben Hits wie "Zombie", "Dreams", "Ridiculous Thoughts" und "Ode To My Family" ein und sind der Beweis für die Songwriter-Qualitäten von Dolores und Noel.
"Ich war noch sehr jung, vielleicht zwölf Jahre alt, als ich begann, Geschichten zu schreiben. Ich hatte keine Ahnung, was ich eigentlich tat. Da war nur etwas in mir, das unbedingt herauswollte. Daher bin ich auch stolz auf die alten Songs. Das Leben ist manchmal so hektisch, dass man Vergangenes und die Chancen, die man hatte, oft vergisst. Ich denke, davon handelt auch das neue Album."
 
Der Titel "Something Else" ist daher eine respektvolle Hommage an das erste Album "Everybody Else". Er verspricht weder zukünftige Pläne, noch steckt er in der Vergangenheit fest. "Der Albumtitel hat keine bestimmte Aussage.", erklärt die Sängerin zum Schluss. "Es bedeutet weder, dass wieder ein Album kommen wird, noch dass dies das große Finale ist. Es bedeutet eher, wer weiß, was noch kommen wird?‘ Ich habe keine Ahnung, was uns noch alles bevorsteht. Wir leben nicht mehr in den 90ern und darüber bin ich sehr froh. Ich hoffe, den Fans gefällt, was wir aus den Songs gemacht haben. Manchmal fragt man sich ja, wie lange die eigene Musik von Bedeutung sein wird und ich glaube, da haben wir sehr viel Glück."
 
"Something Else" erscheint am 28.04.2017 via BMG und kann unter folgendem Link vorbestellt werden: http://bit.ly/TheCranberriesSomethingElseCD
 
"Linger" ist ab sofort als Download und bei allen Streaming Services verfügbar.
 
Track Listing
01. Linger
02. The Glory
03. Dreams
04. When You’re Gone
05. Zombie
06. Ridiculous Thoughts
07. Rupture
08. Ode To My Family
09. Free To Decide
10. Just My Imagination
11. Animal Instinct
12. You & Me
13. Why
 
Das einzige Konzert in Deutschland am 02.05.2017 im Berliner Admiralspalast ist bereits ausverkauft.
 

THE CRANBERRIES - das erste Studioalbum seit zehn Jahren (VÖ: 24.02.) plus Single (VÖ: 10.02.)

The Cranberries kehren am 24. Februar 2012 mit Roses, ihrem ersten Studioalbum seit über zehn Jahren zurück. Die erste Auskopplung ist das wunderschöne von Dolores unverwechselbarer Stimme getragene „Tomorrow“ (VÖ: 10.02.).

 

Die Karriere der Cranberries - Dolores O’Riordan, Noel Hogan, Mike Hogan und Fergal Lawler - begann 1989 in ihrer irischen Heimatstadt Limerick und in den 1990ern verkauften sie mehr als 30 Millionen Alben weltweit. Produziert wurde Roses von Stephen Street (The Smiths, Blur), dem langjährigen Freund und musikalischen Partner der Band, und vieles erinnert an den ursprünglichen und erfrischenden Sound ihrer ersten beiden Alben: Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We? von 1993 und den Nachfolger No Need To Argue von 1994.

 

2003 gaben The Cranberries ihre Trennung bekannt, kamen aber noch einmal für eine Acoustic-Performance zusammen, als Dolores O’Riordan 2009 ein Ehrendiplom am Trinity College erhielt. “Sobald wir anfingen zu spielen war es, als hätten wir nie aufgehört”, erinnert sich Dolores. “Mit den Cranberries zu spielen ist, wie wenn man das perfekte Paar Schuhe anzieht – es passt einfach.” 2010 gingen sie auf eine Reunion-Tour, mit insgesamt 107 Konzerten in ganz Europa, Nord- und Südamerika und in Asien; Höhepunkt war schließlich 2011 ihr allererstes Konzert in China.

 

Die Songs auf Roses stammen von einer Band, die wieder hungrig ist und in jedem Winkel hört man den außergewöhnlichen Klang von Dolores O´Riordans Stimme – das Markenzeichen der Band, das sie innerhalb weniger Jahre von einer jungen, hoffnungsvollen irischen Gruppe Ende der 80er Jahre zu einer MTV-Sensation und zu Weltstars machte.

 

Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?, das Debütalbum der Cranberries mit den Hitsingles “Linger” und “Dreams”, erreichte in Großbritannien #1 der Charts. Der Nachfolger No Need To Argue etablierte die Band endgültig, u.A. mit Songs wie “Zombie”, “Ridiculous Thoughts” und “Ode To My Family”. Das Album erhielt in den USA sieben- und in Europa fünfmal Platin und schaffte es auf #1 in Deutschland, Österreich, Australien und #2 in Großbritannien. The Cranberries hatten vier Alben in den Billboard Top 20, acht Hitsingles und verkauften weltweit über 30 Millionen Alben.

 

Weblink: http://www.thecranberries.de

 

http://www.clipfish.de/musikvideos/video/3728775/cranberries-tomorrow/

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