Kinks-Edition "Everybody´s In Show-Biz" (2 CDs oder 3 LPs) - Vö. 03.06.2016

RCA/Legacy Recordings, die Katalogabteilung von Sony Music Entertainment, veröffentlicht am 3. Juni 2016 eine neue, erweiterte Fassung des Kinks-Meisterwerks „Everybody´s In Show-Biz“. Die Doppel-LP wurde erstmals im August 1972 veröffentlicht. Der Longplayer war unterteilt in ein Studioalbum (hier war zum ersten Mal der Kinks-Klassiker „Celluloid Heroes“ zu hören) und eine Live-LP, die Ausschnitte aus Konzerten aus der Carnegie Hall vom März 1972 präsentierte. Die 2016er Legacy-Edition von „Everybody´s In Show-Biz“ beinhaltet das komplette, von Raymond Douglas Davis produzierte Original-Album. Dazu kommen bisher unveröffentlichte Studiosession-Aufnahmen sowie Live-Titel, die ebenfalls noch nie auf Tonträger veröffentlicht wurden. Das Booklet enthält zudem ausführliche Liner Notes des Musikjournalisten David Fricke.

 

Everybody´s In Show-Biz“ war ein Konzeptalbum, das sich mit den Hochs und Tiefs im Leben eines Musikers auf Tour beschäftigte. Die Kinks hatten dieses Auf und Ab kennengelernt. Die gefeierten Songs der Carnegie Hall-Shows, die auf dem Album zu hören waren, gehörten zu den ersten US-Gigs der Band nach der Aufhebung des Auftrittsverbots, das die American Federation of Musicians 1965 über sie verhängt hatte.

Ursprünglich sollte „Everybody´s In Show-Biz“ als Soundtrack zu „The Colossal Shirt“ erscheinen, einem Kinks-Tourfilm, der allerdings nie realisiert wurde.

 

Auf „Everybody´s In Show-Biz“ ist das zweite große Kinks-Lineup um Frontmann Ray Davies, seinen Bruder Dave an der Gitarre, den Bassisten John Dalton, Keyboarder John Gosling und Drummer Mick Avory zu hören. Sie werden von der Bläsersektion Mike Cotton (Trompete), John Beecham (Posaune) und Alan Holmes (Saxophon/Klarinette) begleitet, die auch auf dem Album „Muswell Hillbillies“ zu hören waren. Die Mitschnitte aus der Carnegie Hall sind eine Zusammenstellung verschiedener Kinks-Kompositionen und einer ungewöhnlichen Auswahl von Coverversionen. Dazu gehören “Mr. Wonderful” (aus dem gleichnamigen Musical, das für Sammy Davis Jr. geschrieben wurde), “Baby Face”, ein Hit aus den 1920er Jahren, den Al Jolson berühmt gemacht hatte, und “The Banana Boat Song”, Harry Belafontes Calypso-Klassiker.

 

Die neue Legacy-Edition von „Everybody´s In Show-Biz“  enthält unveröffentlichte Live-Versionen von “Sunny Afternoon”, “Get Back In Line”, “Complicated Life” und “Long Tall Shorty”, ein Song, den die Kinks nur selten bei ihren Auftritten spielten. Dazu kommen alternative Studioversionen von “Supersonic Rocket Ship” und “Unreal Reality”. Der Outtake “History”, der den Sound des nächsten Kinks-Konzeptalbums „Preservation Act 1“ vorausahnen lässt, wird auf „Everybody´s In Show-Biz“ zum ersten Mal überhaupt veröffentlicht.

Sony Music zum Erwerb der Lizenzrechte am Kinks-Katalog der Jahre 1971-1985

Legacy Recordings, die Katalogabteilung von Sony Music Entertainment, hat die Lizenzrechte an sämtlichen Aufnahmen erworben, die THE KINKS in den Jahren 1971 bis 1985 einspielten. Somit liegt der Gesamtkatalog der Band - die bei Arista und RCA erschienen Werke (1971-1985) sowie die älteren Aufnahmen aus den Jahren 1964 bis 1971 (lizenziert via BMG Rights) – bei Sony Music.

 

THE KINKS waren eine der Bands, die während der ersten Welle der British Pop Invasion des Jahres 1964 für Furore sorgten. In diesem Jahr veröffentlichte die Combo um das Brüderpaar Ray und Dave Davies ein Album, eine EP und die vier Singles "Long Tall Sally", "You Still Want Me", "You Really Got Me" und "All Day and All of the Night".  Mit diesen Songs demonstrierten THE KINKS schon sehr früh ihre Vielseitigkeit, brachten einen Touch von R&B in die heimatliche Musikszene und präsentierten mit dem Intro von "You Really Got Me" das wohl erste Hard-Rock-Riff der Musikgeschichte.

 

Andere Bands verschwanden in den 1970er und 80er Jahren von der Bildfläche, aber dank ihrem genialen Songwriting und einer Reihe großartiger Album-Veröffentlichungen etablierten sich THE KINKS auch in diesen Jahrzehnten in der internationalen Pop-Szene.

 

16 Alben der Band (siehe unten) wurden neu remastered als Hi-Resolution Downloads ab 5.Dezember 2015 verfügbar sein.

 

Ray Davies, der vor kurzem in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen wurde, kommentierte die erweiterte Lizenzvereinbarung “Es ist großartig, wieder mit der Firma zusammenzuarbeiten, die schon bei Phobia, dem letzten und einem der besten KINKS-Alben, mit an Bord war.“

 

Folgende Alben sind Teil der neuen Kataloglizenzvereinbarung:

 

THE KINKS/RCA Records

Muswell Hillbillies (RCA/Erstveröffentlichung: 24.November 1971)

Everybody's In Show-Biz (Doppel-LP/RCA - Erstveröffentlichung: 1.September 1972)

Preservation: Act 1 (RCA - Erstveröffentlichung: 16. November 1973)

Preservation: Act 2 (RCA - Erstveröffentlichung: 26. Juli 1974)

Soap Opera (RCA - Erstveröffentlichung: 25. April 1975)

Schoolboys In Disgrace (RCA - Erstveröffentlichung: 17. November 1975)

The Kinks Greatest: Celluloid Heroes (Compilation/RCA - Erstveröffentlichung: 25. Juni 1976)

 

 

THE KINKS/Arista

Sleepwalker (Arista - Erstveröffentlichung: 12. Februar 1977)

Misfits (Arista - Erstveröffentlichung: 17. Mai 1978)

Low Budget (Arista - Erstveröffentlichung: 10. Juli 1979)

One For The Road (Live) (Live-Album/Arista - Erstveröffentlichung: 4. Juni 1980)

Give The People What They Want (Arista - Erstveröffentlichung: 15. August 1981)

State Of Confusion (Arista - Erstveröffentlichung: 10. Juni 1983)

Word Of Mouth (Arista - Erstveröffentlichung: 19. November 1984)

Return To Waterloo (Ray Davies Soloalbum/Arista - Erstveröffentlichung: 1. Juli 1985)

Come Dancing With The Kinks/The Best Of The Kinks 1977-1986 (Doppel-LP; Compilation/Arista - Erstveröffentlichung: 2. Juni 1986)

Kinks-CD "Phobia" (Vö. 02.01.2015)

Im Jahr 1993 erschien das letzte Studioalbum „Phobia“ der Kinks. Seinerzeit weitgehend überhört, wird „Phobia“ nun wiederveröffentlicht – und offenbart einige der schönsten Songs aus der Spätphase der Erfinder von „You Really Got Me“ und „Lola“... . Als „Phobia“ am 29. März 1993 endlich in den Läden stand, ahnten weder Ray Davies & Co. noch die treuesten Fans der legendären Kinks, dass dieses Album nach drei Jahrzehnten den Abschied der Band markieren sollte. Zwar vollzog sich dieser Abschied in Raten, aber das Ende war zu diesem Zeitpunkt kaum noch aufzuhalten. Tatsächlich folgte mit „To The Bone“ (1994/96) noch ein Livealbum, das sogar zwei neue Songs enthielt, und ebenso gaben die Kinks noch bis zum Sommer 1996 Konzerte. All dies aber geschah fast schon unter Ausschluss der Öffentlichkeit, vom Radar des aktuellen Popbetriebs war die Band da längst verschwunden.

 

Dabei hatte es Mitte der 1980er-Jahre durchaus noch nach einer gesunden Gegenwart und einer vielversprechenden Zukunft ausgesehen. Mit Hits wie „Come Dancing“ und „Don’t Forget To Dance“ hatten sich die Kinks nach Jahren der Flaute in den Hitparaden zurückgemeldet, und ihre Tourneen verliefen ohnehin erfolgreich wie eh. Der erste Bruch jedoch geschah im Jahr 1984, als Gründungsmitglied und Drummer Mick Avory die Band nach 20 gemeinsamen Jahren verließ, weil er sich die andauernden Streitereien mit Dave Davies nicht mehr antun wollte. Bruder Ray kommentierte das später einmal so: „Danach war die Band nicht mehr dieselbe.“

 

„Phobia“ wurde nach der Veröffentlichung 1993 in der Öffentlichkeit weitestgehend übersehen. Dabei bot das Album mit der bewährten Kinks-Mischung aus Hardrock, Popballaden und Davies’ sarkastischen Texten jede Menge lohnende Songs, allen voran das nachdenkliche „Still Searching“, den mitreißenden Titeltrack, das augenzwinkernde Brüder-Duett „Hatred (A Duet)“ und das wehmütige „The Informer“. Ausgerechnet zu einer Zeit, als die Protagonisten des aufkommenden Britpop-Revivals, allen voran Damon Albarn (Blur) und Noel Gallagher (Oasis), Ray Davies öffentlich und unisono zum Gottvater des englischen Popsongs erklärten und den Klassikern der Kinks auf diese Weise neue Aufmerksamkeit verschafften, interessierte sich für die aktuelle Band kaum noch jemand. Ihre Zeit war abgelaufen. Zwischen dem Grunge-Lärm, R&B-Balladenkitsch und Techno-Hedonismus jener Tage wirkte die feine Songkunst der Kinks in der Tat ein wenig verloren.

 

Die Davies-Brüder nahmen es zur Kenntnis und kümmerten sich fortan um Soloprojekte. Auch wenn die Kinks nach ihrem letzten Konzert am 15. Juni 1996 bei Oslo nie offiziell aufgelöst wurden, die Anekdote, die Drummer Bob Henrit dem Biografen Nick Hasted einmal von einem der letzten Konzerte erzählte, spricht Bände: „Ray drehte sich eines Abends auf der Bühne zu mir um und fragte: ‚Wo sind bloß die guten Zeiten hin?’ (where have all the good times gone?),  und ich sagte: ‚Ich weiß es nicht, Ray’. Er wollte mir nur den nächsten Song mitteilen. Aber er formulierte es als Frage. Und es war keine, die mich überraschte.“

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Neue Kinks-Edition "Lola versus Powerman and The Moneygoround, Part One - And Percy" (2 CDs)

1964 gelang der englischen Band Kinks mit dem Song “You Really Got Me“ ihr erster Nummer-Eins-Hit. 50 Jahre später startet nun eine großartige Kinks Reissue-Kampagne zur Würdigung der Band, um Dave und Ray Davies, der gerade seinen 70. Geburtstag feierte. Am 15. August 2014 erscheint der Re-Release “Lola versus Powerman and The Moneygoround, Part One – And Percy” als Doppel-CD.

 

Wer an den Sound der 1960er Jahre denkt, der kommt an den Songs der Kinks nicht vorbei. Ihre Nummer-Eins-Hits “You Really Got Me”, “Tired Of Waiting For You” oder “Sunny Afternoon” sind mit diesem Jahrzehnt genau so untrennbar verbunden wie “All Day And All Of The Night”, “Dedicated Follower Of Fashion” oder “Dead End Street”. 

 

Lola versus Powerman and The Moneygoround, Part One – and Percy” erscheint neu in einer erweiterten Edition mit Mono- und Stereomixen der Albumtracks sowie bisher unveröffentlichtes Material und alternative Versionen der Songs. Die Titel wurden vom Kinks-Archivar Andrew Sandoval anhand der Original-Tapes digital optimiert. Das zugehörige Booklet gestaltete der mehrfach ausgezeichnete Art Director Phil Smee. Es enthält seltene und nie gesehene Fotos sowie ausführliche Liner Notes von Peter Doggett. Auf CD 2 des Sets ist das Soundtrack-Album „Percy“ zu hören, das die Kinks 1971 für die gleichnamige Filmkomödie des Regisseurs Ralph Thomas einspielten. Auch auf diesem Album finden sich zahlreiche Bonustracks und bisher unveröffentlichte Aufnahmen.

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