Soundgarden: Superunknown (Deluxe Edition)

Soundgarden: Superunknown (Deluxe Edition)

Universal

VÖ: 30.05.2014

 

Wertung: 12/2

Tipp!

 

Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass da draußen jede Menge erwachsene Leute zu finden sind, die bei der Veröffentlichung von „Superunknown“ nicht mal in Planung waren. Das Meisterwerk von Soundgarden feiert dieses Jahr schon den zwanzigsten Geburtstag. War das nicht erst gestern? Hat man nicht erst letzte Woche auf MTV mindestens einmal am Tag „Black Hole Sun“ gesehen? Einst krempelte die Band das Musikgeschäft um, jetzt sind die Herren schon auf der Suche, damit die Abbiegung in Richtung Alterswerk nicht verpasst wird. Die Anhänger von einst stehen mittlerweile auch mitten im Leben und werden dem eigenen Nachwuchs im Teenageralter mit glasigen Augen von der letzten großen Rockrevolution – die einst in Seattle stattfand – berichten. Berichten über den Onkel Kurt, den Onkel Eddie, den Onkel Layne und den Onkel Chris. Nostalgie mag dabei immer mitschwingen, es war aber auch eine verdammt aufregende Zeit und Soundgarden waren mit „Superunknown“ mittendrin statt nur dabei.

 

Was mit der musikalischen Explosion von „Nevermind“ auf den Weg gebracht wurde, endete mit „Superunknown“ auf seinem Höhepunkt. Die letzte große Revolution der Musikgeschichte fand in der ersten Hälfte der 90er in Seattle statt - danach war alles möglich. Jede Woche kam ein gutes Dutzend bahnbrechender Alben auf den Markt. Aus Island, Skandinavien, UK und selbst in Deutschland schossen plötzlich allerorten Indie- und Alternativbands wie Pilze aus dem Boden. Der neue Mainstream war geboren. Weltweit. Das waren die 90er und nicht der furchtbare Eurodance-Schrott, wie es einem die Privaten immer wieder eintrichtern wollen.

 

Geschummelt wurde aber auch in Seattle. Grunge war das Gebot der Stunde, doch was hatten die Bands, die unter diesem Banner vereint wurden, denn überhaupt für Gemeinsamkeiten? Klar, die einzelnen Bandmitglieder waren freundschaftlich miteinander verbunden, aber gab es da musikalisch einen gemeinsamen Nenner? Wenn man so will, dann waren das Gitarrenbands, die bei genauer Betrachtung aber mehr trennt denn eint. Grunge war die Erfindung der Industrie, mehr nicht. Soundgarden, Alice In Chains, Pearl Jam und Nirvana – um mal die vier Größten Genrevertreter zu nennen – waren teilweise Lichtjahre voneinander entfernt. Led Zeppelin und Black Sabbath auf der einen und die Pixies, Beatles, Sonic Youth oder The Who auf der anderen Seite. So unterschiedlich die Einflüsse und Inspirationsquellen waren, so unterschiedlich war auch die Musik der neuen Helden. Auch davon erzählt „Superunknown“ - immer noch.

 

Chris Cornell wusste schon damals was die Band mit „Superunknown“ geschaffen hatte. Jahre später erzählte er, dass ihm eigentlich kurz nach den Aufnahmen klar war, dass Soundgarden dieses Manifest nicht mehr toppen könnten. So war es letztlich auch. Chris Cornell, Ben Shepherd, Kim Thayil und Matt Cameron waren im Olymp angekommen, ganz oben. Superstars. Musikalisch lieferten die Herren ein atemberaubendes Album ab, welches teilweise höchst komplexe Strukturen aufweist. Und düster ist. Wie die Nacht.

 

Auf „Superunknown“ präsentieren sich die Musiker auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Cameron spielt teils recht vertrackte Rhythmen, Shepherd folgt ihm spielend und sorgt dafür, dass der ganze Laden nicht auseinanderfällt und was Thayil da veranstaltet, kann einem schon mal die Kinnlade auf die Tischkante fallen lassen. Nein, er spielt nicht dieses Posergedöns und er gehört auch nicht zu den Saitenwichsern, aber er definiert hier den Sound mit seinem Instrument auf eine ganz eigene Art und Weise. Ähnlich wie es Iommi bei Black Sabbath zwei Jahrzehnte zuvor auch getan hat. Chris Cornell ist auf diesem Werk nahe dran an der Perfektion eines Rocksängers. Ach was, das ist perfekt. Punkt. Er meistert sämtliche Höhen spielend, begibt sich aber auch in die Tiefen seines Organs. Er schreit, singt, flüstert und das alles mit einer Leichtigkeit, dass es eigentlich verwunderlich ist, dass es danach doch tatsächlich noch Menschen gab, die den Beruf des Rocksängers auswählten.

 

Die Songs dieses Meisterwerks sind in Stein gemeißelt und sechzehn Monumente der Rockmusik. Die amtliche Produktion sorgt zusätzlich dafür, dass einem die Matte ordentlich durchgeweht wird. Das Feuerwerk von „Let Me Drown“ zeigt einem gleich zu Beginn, dass Härtegrad und die Geschwindigkeit in Seattle schlagartig zugenommen hatten. Spätestens mit dem düsteren „Fell On Black Days“ zeigt die Band aber auch, dass die bluesigen Tönen durchaus auch mal die Oberhand haben können. Düstere Melancholie schält sich da aus den Boxen und textlich legt einem Cornell seine Seele zu Füßen. Mit dem tonnenschweren „Mailman“ legt die Band schon hier ein Brett vor, was viele Jahre später unter Doom-Metal wieder zu neuer Popularität kommen sollte. Black Sabbath sind allgegenwärtig, aber die Jungs aus Seattle stehen auf derart gesunden Soundfüßen, dass dies nie als Kopie durchgeht. Beim Titeltstück - „Superunknown“ - standen Led Zeppelin Pate, es gibt aber sicher schlechtere Lehrmeister. Orientalische Klänge wurden in die epischen Tracks auch immer mal wieder eingewoben. Das mystische „Head Down“ geht mit seiner vertrackten Rhythmik ganz klar in diese Richtung. Dann kommt der Überhit. „Black Hole Sun“ hat auch aufgrund des verstörenden wie faszinierenden Videos seinen Ruhm erlangt. Das Stück vereint letztlich sämtliche Stärken der Band.

 

Mit dem rockigen, gar punkigen „Spoonman“ liefert die Band einen weiteren Meilenstein für den Backkatalog ab. Danach wird alles wieder ganz langsam tiefer gelegt. Thayil ist bei „Limo Wreck“ der unumstrittene Direktor der Band, während „The Day I Tried To Live“ zwischen Psychedelic, Metal, Punk und einer Gesangsleistung die jeder Beschreibung spottet, noch mal mit der großen Keule schwingt. „Kickstand“ kommt ohne Umwege auf den Punkt. Das erinnert gar an die Frühphase der Band - jetzt allerdings mit dicker Produktion ausgestattet. Erstaunlicherweise geht „Superunknown“ nach hinten raus keineswegs die Luft aus. Im Gegenteil, „Fresh Tendril“ steigert das Niveau mit seiner saucoolen Attitüde gar noch. „4th Of July“ ist danach das Klangmonster, welches sich ganz langsam aus den Boxen schält und die Wände erzittern lässt. Dunkler geht es nicht. „Half“ guckt sich noch mal auf dem orientalischen Markt um, bevor sich „Like Suicide“ episch ausbreitet. „She Likes Surprises“ hätte auch John Lennon gefallen. Einen besseren Schluss kann es also gar nicht geben. Das vierte Album von Soundgarden ist das wichtigste der Bandgeschichte, aber auch ein Meilenstein der 90er Jahre!

 

Die Deluxe Edition wartet nun noch mit einer zweiten CD auf, die zehn bisher gänzlich unveröffentlichte Tracks beinhaltet, sechzehn insgesamt. Die Demoversion von „Let Me Drown“ ist dabei schon sehr nahe am Endresultat dran. Der Song ist noch nicht ganz ausproduziert und klingt so eine Spur rotziger. Das Demo von „Black Hole Sun“ kommt zunächst etwas windschief daher, fängt sich aber schnell und dann darf man schon mal staunen wie perfekt in dieser Phase das Ding schon geklungen hat. Wer sich nicht zu den Hardcorefans zählt wird zunächst ganz sicher nicht bemerken, dass es nicht die bekannte Version ist. „Half“ hat da schon eher den Charakter des Unfertigen. Die Rehearsal-Version von „Head Down“ kommt noch etwas drucklos daher, aber auch das unveröffentlichte Stück lässt einen ganz gut an der Ausarbeitung teilhaben. Dies trifft sogar noch mehr auf „Limo Wreck“ mit seinem Jamcharakter zu. Bei „The Day I Tried To Live“ hört man sogar noch die Anweisungen von Cornell.

 

Die schöne Akustikversion von „Like Suicide“ ist zwar bekannt, rundet die Geschichte hier aber wunderbar ab. „Black Days III“ ist danach wieder der Griff in die Raritätenkiste. Es dröhnt und es donnert. Was mal aus dem Song werden sollte erkennt man immerhin schon mal am Refrain. „Birth Ritual“ gleicht zunächst einer Soundcollage, rockt dann aber alles in Grund und Boden. „Exit Stonehenge“ justiert einem danach die Synapsen noch mal ganz neu. Völlig durchgedrehter Track, die B-Seite von „Spoonman“. Mit „Kyle Petty, Son Of Richard“ schließt sich die B-Seite von „Fell On Black Days“ an. Da gehört das verzerrte Ding auch hin. „Jerry Garcia´s Finger“ kennt man von „Songs From The Superunknown EP“, ist mit psychedelischem Geschwurfel aber nur nette Spielerei. Den unveröffentlichten Steve Fisk Remix von „Spoonman“ braucht man auch nicht unbedingt, abgesehen davon ist der Sound ziemlich blechern. Der alternative Mix von „The Day I Tried To Live“ kann da schon eher überzeugen. Der Gesang der Strophen ist ziemlich weit nach vorne gemischt und ein paar zusätzliche Licks sorgen für den Unterschied zur Albumversion. „4Th Of July“ und „Superunknown“ beenden als Instrumentalstücke dann die Geburtstagsfeierlichkeiten.

 

Fazit: Soundgarden waren 1994 auf dem Höhepunkt des Schaffens. „Superunknown“ ist das daraus resultierende Ergebnis. Die Platte hat immer noch nichts an Faszination verloren und ist zudem ziemlich facettenreich. Die Songs sind bisweilen ziemlich vertrackt. Erstaunlicherweise wird dies alles durch ein unsichtbares Band zusammengehalten. Jetzt wird Geburtstag gefeiert. Das Album wird mit einer Deluxe Edition geehrt, die noch sechzehn Demos, Rehearsals und B-Seiten beinhaltet, die wiederum eine sehr aufschlussreiche Sichtweise des Entstehungsprozesses wiedergeben. Das nette Booklet rundet die Sache sehr schön ab. Wer tiefer in die Materie eintauchen will greift aber gleich zur Limited Super Deluxe Edition – da gibt es das Sorglospaket. Ist das echt schon alles zwanzig Jahre her? Wird so langsam aber wieder Zeit für eine neue Musikrevolution!

 

http://soundgardenworld.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Soundgarden: Screaming Life/Fopp

Soundgarden: Screaming Life/Fopp

Sub Pop/Cargo Records

VÖ: 29.11.2013

 

Wertung: 7,5/12

 

Die ersten musikalischen Gehversuche von Soundgarden kann man nun noch mal bestaunen, bewundern, sich aber auch an so mancher Stelle fragen, wie es möglich war, dass sich die Band derart entwickelt hat. Dazu wurde in den Sub Pop Archiven gewühlt und die beiden EPs „Screaming Life“ und „Fopp“ zusammen auf eine CD gepresst. Man musste dazu allerdings nicht allzu weit in den Keller hinabsteigen, denn die ganze Geschichte wurde erstmals in der ersten Hälfte der 90er, als das Grunge-Fieber noch loderte, veröffentlicht.

 

„Screaming Life/Fopp“ ist aber aus zweierlei Gründen doch noch mal interessant. Jack Endino hat die Songs remastered und mit „Sub Pop Rock City“ ist auch ein Song enthalten, der auf der schon erwähnten CD nicht zu finden war. Diese Nummer wurde von Soundgarden zum „Sub Pop 200 Compilation“ beigesteuert. Die 2013 Runde hat also tatsächlich noch echten Mehrwert zu bieten. Allerdings darf man von Endino keine Wunderdinge erwarten. Er war und ist ja sowieso nicht der Hochglanzproduzent und liebt es auf seine Art eher puristisch und dann ist das Ausgangsmaterial soundtechnisch teilweise auch derart grottig, dass da nicht mehr rauszuholen war. Manches könnte auch in der berühmtesten Mülltonne der Sesamstraße aufgenommen worden sein.

 

„Screaming Life/Fopp“ ist auf seine raue, ungestüme Art regelrecht charmant. Soundgarden lärmen sich durch die Garage und wissen noch nicht so richtig wo sie hinwollen. Ein Green River Cover dient dabei noch als Orientierung. Bei „Hunted Down“ rollen die Gitarren tonnenschwer auf einen zu – Black Sabbath lässt nett grüßen. Mit „Entering“ lärmen sie sich durch die Garagen von Seattle, stoppen zwischendurch aber immer wieder ab, nur um danach wieder mit Vollgas alles niederzuwalzen. „Tears To Forget“ ist ein Punkungetüm vor dem Herrn und Cornell klingt als hätte er Krupphusten. „Fopp“ ist allerdings auch schon ein Song, der das immense Potenzial dieser Band erahnen lässt. Der Song hat glatt Indiehitqualitäten. Das Ding groovt und ein arschcooles Riff - in Verbindung mit dem druckvollen Grundgerüst aus Bass und Drums - sorgt dafür, dass hier erstmals die Soundgarden durchblitzen, die später zu Superstars wurden. Den Remix hätte es aber nicht unbedingt gebraucht. „Kingdom of Come“ und „Swallow My Pride“ sind auch schon schwer in Ordnung. Deep Purple, Black Sabbath und Led Zeppelin stand bei diesen Stücken mal wieder Pate, aber Soundgarden konnten ihrem Sound hier schon eine eigene, kleine Note hinzufügen.

 

Fazit: Unter dem Strich präsentiert sich Soundgarden auf „Screaming Life/Fopp“ noch ziemlich orientierungslos und ein roter Faden ist nicht erkennbar. Auf der anderen Seite ist der Spaß, den die Jungs hier haben, deutlich hörbar. Gerade die Songs der „Fopp“ EP lassen schon erahnen zu was die Band mal fähig sein wird. Die ersten zarten Gehversuche einer Band, die mal zu den Superstars der 90er Alternativbewegung gehören wird, sind aber gerade aus dokumentarischer Sicht extrem interessant. Für Fans eine Pflichtveranstaltung und für alle, die sich für Gitarrenmusik interessieren, zumindest interessant.

 

http://soundgardenworld.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

Soundgarden: King Animal

Soundgarden: King Animal

Universal

VÖ: 09.11.2012

 

Wertung: 8,5/12

 

Es tut verdammt gut euch wieder zu hören! Mit neuer Musik! So oder so ähnlich werden dieser Tage aus vielen Häusern und Wohnungen die Gedanken nach Seattle gesendet. Soundgarden melden sich mit „King Animal“ nun endlich richtig zurück. Die bisherige Reunion war ja eher ein Ausloten ob überhaupt noch Interesse an der Band besteht. Die Fans sind längst ihren Kinderzimmern entwachsen und können nun bestenfalls mit dem eigenen Nachwuchs die neue Platte auf Herz und Nieren prüfen und dann wieder in Erinnerungen schwelgen. Früher war eben doch alles besser. Zumindest die Musik! Damals in den 90ern, als alles möglich war. Die Goldgräberzeiten sind aber längst Geschichte und heute sind wir wieder bei der Massenabfertigung vom Fließband angekommen.

 

Man muss ja nicht lange um den heißen Brei reden, „King Animal“ wird sicher nicht so durch die Decke gehen wie die Alben von Soundgarden in den 90ern. Klar, damals gab es „Black Hole Sun“ und die kulturelle Errungenschaft des Musikfernsehens. Beides wird man im Jahre 2012 nicht finden. „King Animal“ macht keine Gefangenen und fräst sich unnachgiebig vom Ohr in den ganzen Körper. Dies ist ebenso eine Bauch- wie Kopfplatte. „King Animal“ will alles, vornehmlich den verwaisten Rockthron besteigen. Die Anlagen dafür sind natürlich gegeben und doch wird dieses Vorhaben scheitern, denn dafür ist dieses Album in seiner Gesamtheit gesehen einfach zu sperrig und spröde.

 

Die erstaunlichste Tatsache ist allerdings die Natürlichkeit mit der „King Animal“ an „Down On The Upside“ anknüpft. Dies verdankt man auch dem Umstand, dass Chris Cornell auf den dreizehn Songs die beste Gesangsleistung seit seiner ersten Soloscheibe abliefert. Mit Adam Kasper haben sie sich aber auch einen Vertrauten ins Boot geholt, der eben auch auf dem letzte regulären Studioalbum dabei war. Und das hört man! In dieser Hinsicht braucht es auch keine Experimente.

 

Der druckvolle und programmatische Opener „Been Away Too Long“ dreht einem gleich zu Beginn die Gehirnwindungen einmal komplett durch den Fleischwolf. „Non-State Actor“ ist der psychedelische Bluesbruder, der Cornell zu seiner ganz eigenen Urschreitherapie führt. Im Stakkato-Stil dröhnen sich die Gitarren durch „By Crooked Steps“, während hingegen „A Thousand Days Before“ den Fuß etwas vom Gaspedal nimmt. Geschwindigkeit war bei Soundgarden ja sowieso nie die oberste Prämisse. Wenn es dem Sound dient, dann darf es eben auch mal eine Sitar oder Trompete sein. „Blood On The Valley Floor“ kann sich zwischen Doom und Spacerock nicht so ganz entscheiden und sägt beharrlich an einem herum, bis man auch von diesem Stück abgeholt wird. Atmosphärisch hat es die Truppe immer noch drauf.

 

Vor lauter Freude über neue Musik der Alternativ-Urgesteine sollte man aber auch nicht verschweigen, dass „Bones Of Birds“ oder „Taree“ maximal als solide durchgehen. Wäre es nicht Soundgarden, würde man vermutlich kein zweites Mal den Stücken lauschen. „Attrition“ reißt das Ruder zwar noch nicht komplett herum, aber zumindest in die richtige Richtung – schnörkelloser Rocksong. Das düstere „Black Saturday“ überrascht mit einem akustischen Unterbau, der nicht nur vielschichtig ist, sondern auch den Härtegrad merklich nach unten schraubt und trotzdem nicht als Ballade durchgeht. „Halfway There“ geht in eine ähnliche Richtung, gleichwohl der Refrain schon recht poppig rüberkommt. „Worse Dreams“ entpuppt sich als straighter Rocksong mit wechselndem Tempo, der glatt etwas Bedrohliches ausstrahlt. Mit dem nervigen „Eyelid´s Mouth“ wird dann zum großartigen „Rowing“ übergeleitet. Vier Schamane die eine dunkle Nacht einläuten! Groß!

 

Fazit: Chris Cornell, Kim Thayil, Matt Cameron und Ben Shepherd melden sich mit „King Animal“ überraschend stark zurück. Hier und da gibt es zwar ein paar Schwächeperioden, aber alles in allem ist dies ein amtliches Brett. Ist das nun Grunge? Nein, waren Soundgarden aber auch sowieso nie. Ist auch völlig egal! Es ist und bleibt ein gelungenes Comeback! Soundgarden sind wieder da – willkommen zurück!

 

www.soundgarden-music.de 

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch