Santana: Blessings And Miracles

Santana: Blessings And Miracles

BMG

VÖ: 15.10.2021

 

Wertung: 8/12

 

Santana hat mit „Blessings And Miracles“ ein Album mit einer stattlichen Gästeschar aufgenommen. Da war doch mal was? Genau, für seine Zusammenarbeit mit Rob Thomas und den Song „Smooth“ gab es 1999 gleich mehrere Grammy-Auszeichnungen. Natürlich ist Thomas auch bei den neuerlichen Kollaborationen wieder dabei. Die fünfzehn Songs wurden natürlich während der Pandemie aufgenommen und so konnten die Künstler vielfach nicht in einem Studio zusammenarbeiten. Die Technik, die uns heute zur Verfügung steht, macht es aber ja möglich, dass man trotzdem miteinander arbeiten kann – nur eben an verschiedenen Orten.

 

Die beteiligten Gäste auf „Blessings And Miracles“ kommen teilweise aus unterschiedlichen Ecken des Musikgeschäfts. Santana und sein unvergleichliches Gitarrenspiel vereinen dies zu einem aufregenden Sound. „Move“, der neue Song mit Rob Thomas und Santana, ist eine schmissige Latin-Hymne, die nahtlos an die erste Zusammenarbeit anknüpft. Es darf getanzt werden! Steve Winwood ist bei „Whiter Shade Of Pale“ dabei. Den alten Song-Heuler hätte es aber nicht unbedingt gebraucht, auch, wenn das Spiel von Santana natürlich sehr gut dazu passt. „Ally Brooke“ singt die Ballade „Break“ sehr intensiv, aber erst durch die Gitarre von Santana wird das zu einem besonderen Musikstück.

 

Es gibt viele Gitarristen, die spielen sauber, perfekt, haben schnelle Finger aber keinen hohen Wiedererkennungswert. Nicht wie The Edge von U2. Auch nicht wie Carlos Santana. Die ersten Klänge von „Ghost Of Future Pull/New Light“ lassen keine Zweifel daran aufkommen, wer hier die sechs Saiten spielt. Chris Stapleton macht durch seine Stimme das vom Reggae infizierte „Joy“ zu einer ziemlich lässigen Angelegenheit. Das sehnsuchtsvolle Spiel von Santana passt hervorragend dazu. „She´s Fire“ wurde von Diane Warren Santana und G-Eazy auf den Leib geschrieben. Mit ordentlich Wah-Wah geht es in „Peace Power“ weiter. Endlich rockt es wieder und Corey Clover ist der passende Mann am Mikro für dieses Unterfangen!

 

Bei „American For Sale“ ist übrigens Kirk Hammett mit von der Partie. „Mother Yes“ rockt übrigens ziemlich trocken drauflos. Gar so, als würde die Nummer aus der Garage entspringen. Der Latin-Einschlag bleibt natürlich vorhanden. Das gefühlvolle „Song For Cindy“ ist eine wundervolle Instrumentalnummer. Augen schließen und träumen! Wenn das Album mit „Ghost Of Future Pull Part 2“ schließlich endet, will man unweigerlich eine neue Runde starten! Mehr geht eigentlich nicht!

 

Fazit: Carlos Santana hat erneut mit vielen Kollegen zusammengearbeitet und das Album „Blessings And Miracles“ aufgenommen. Aus unterschiedlichen Genres hat er Künstler zusammengetrommelt. Es passt und fügt sich alles wunderbar zusammen. Ob das Album noch mal einen großen Hit abwerfen wird, muss sich noch zeigen. Wenn nicht, liegt das aber nicht an der Qualität der Songs, sondern weil sich das Musikgeschäft gewandelt hat. Fans kommen jedenfalls voll und ganz auf ihre Kosten!

 

https://www.santana.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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