Nada Surf: The Stars Are Indifferent To Astronomy

Nada Surf: The Stars Are Indifferent To Astronomy

City Slang/Universal

VÖ: 27.01.2012

 

Wertung: 8/12

 

„The Stars Are Indifferent To Astronomy“ ist bereits das sechste Album von Nada Surf. Vier lange Jahre musste man auf neues Material der New Yorker warten. Aufgenommen wurde die Platte zusammen mit Chris Shaw in der Heimatstadt der Band. Soweit die nüchternen Fakten. Alles schön und gut, aber eigentlich müsste man der Band jeden Monat mindestens einen Dankesbrief schreiben, dass sie immer noch Platten aufnehmen und bisher schon so lange durchgehalten haben. Eine Band, der sprichwörtlich alle Strömungen und Modeerscheinungen egal sind und die ihr eigenes Ding durchzieht.

 

Wie das leider so oft im Leben der Fall ist, werden Nada Surf für die ganzen Mühen nicht entsprechend belohnt. Begehrlichkeiten der großen Medien, Labels und Konzerne werden da sicher nicht geweckt und dies wird auch „The Stars Are Indifferent To Astronomy“ nicht ändern. Worauf sich Nada Surf aber verlassen können, ist diese treue und eingeschworene Fangemeinde. Die Anhängerschaft wird an diesen kleinen, großen Indiesongs wieder sehr viel Freude haben.

 

Nun, was haben wird denn auf der Habenseite? Zehn Songs, die in knapp 38 Minuten alles sagen, was es eben zu sagen gibt. Nichts ist zu lang, nichts zu kurz, alles ist genau so, wie es sein soll und an seinem Platz. Nette Popnummern – und in diesem Fall ist nett eben nicht der kleine Bruder von, na ihr wisst schon – die sich irgendwo im breiten Spannungsfeld der Lemonheads und Dinosaur Jr. befinden und doch komplett Nada Surf sind. Es wird mal lauter wie bei „When I Was Young“ oder als Indiepopnummer im Midtempobereich angesiedelt. „Teenage Dreams“ oder Looking Through“ haben zwar nur wenig Tempovariationen zu bieten, überzeugen jeweils aber mit einer catchy Melodie, dass es eine wahre Freude ist. „Let The Fight Do The Fighting“ ist etwas nachdenklicher und melancholischer ausgefallen und ja, es gibt auch ein Blasinstrument auf die Ohren. Mit „No Snow On The Mountain“ legen sie aber gleich ein Schrammelbrett nach. Nada Surf überzeugen auch hier wieder mit Melodien, für die andere Haus, Hof und die geliebte Oma verkaufen würden.

 

Fazit: Nada Surf machen auch mit dem sechsten Album wieder das was sie am besten können! Sie legen zehn Indiepopsongs vor, die zunächst nicht sonderlich spektakulär sind, einem aber doch den Tag retten können. „The Stars Are Indifferent To Astronomy“ ist mal wieder eine der unscheinbaren Perlen der Musikgeschichte. Nicht mehr als eine Randnotiz? Vielleicht, aber all jene, die diese Notiz wahrnehmen werden sind Dankbar bis in alle Ewigkeit!

 

http://www.nadasurf.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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