Laura Cox: Burning Bright

Laura Cox: Burning Bright

Edel/ear Music

VÖ: 08.11.2019

 

Wertung: 8/12

 

Seit ein paar Jahren wird dem Genre Rock keine rosige Zukunft attestiert. Er ist mal wieder tot. Man ist sich verdammt sicher, dass diese Musikrichtung endgültig gestorben ist. Indiz dafür soll angeblich sein, dass die jungen Leute gänzlich andere Interessen haben. Es lernt ja auch kaum noch einer ein richtiges Instrument, so heißt es. Guckt man sich das Geschehen in der Musikwelt an, dann sind es junge Frauen, die sich anschicken den Rock wieder zum Leben zu erwecken. Es gibt sehr viele talentierte und außergewöhnliche Gitarristinnen, die aufhorchen lassen. Eine davon ist Laura Cox. Die Mittzwanzigerin veröffentlicht mit „Burning Bright“ nun ihr neues Album!

 

Laura Cox lässt es ordentlich krachen. Einordnen kann man das zwischen ZZ Top, AC/DC, Joan Jett und vielleicht einer Prise Southern Rock. Es kracht schon mit „Fire Fire“ ordentlich im Gebälk. Blues und Hardock geben sich die Klinke in die Hand. Und einen Groove hat die Dame, dass so mancher bärtige Rocker dagegen ziemlich alt aussieht. Woher sie die Inspiration für „Bad Luck Blues“ genommen hat, lässt sich unschwer heraushören. ZZ Top standen da mehr als nur Pate und Laura Cox nun mit beiden Beinen im Wüstensand! „Last Breakdown“ knüpft nahtlos daran an. Auch das Intro von „Looking Upside Down“ kommt einem sehr bekannt vor. Laura Cox mischt das aber alles mit ihren eigenen Gewürzen.

 

Sie kann auch mal die leisen Töne anschlagen. „Just Another Game“ mutet dabei sogar düster an. Es ist nicht alles Gold was glänzt und manchmal fehlt etwas die zündende Idee beim Songwriting. „Here´s To War“ verreckt so auf halber Strecke, weil das Stück kompositorisch nach gutem Beginn im Nirgendwo versandet. Dafür ist „Freaking Out Loud“ der Wahnsinn. Die Nummer klingt so, wie es der Titel vermuten lässt. Danko Jones wird seine helle Freude an dem Song haben. Oder die Backyard Babies. Oder….

 

„As I Am“ ist bluesgetränkter Hardrock, dem es allerdings etwas an Höhepunkten mangelt. Etwas andere Töne gibt es zunächst bei „River“ auf die Ohren. Joe Bonamassa kommt einem da in den Sinn. „Letters To The Otherside“ ist die Ballade, die bisher noch gefehlt hat und die das Album nun sehr schön ausklingen lässt.

 

Fazit: Der Rock ist alles andere als tot. So lange es Musikerinnen wie Laura Cox gibt, ist die Rockwelt mehr als nur in Ordnung. „Burning Bright“ ist ein staubtrockenes Rockmanifest zwischen Blues, Hardrock und Southern Rock. Die Dame kann auf den sechs Saiten eine ganze Menge, lässt das aber nie zu einer Sportart verkommen, sondern ist immer mit sehr viel Herzblut bei der Sache.

 

https://www.lauracoxband.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch