Duran Duran: All You Need Is Now

Duran Duran: All You Need Is Now
earMUSIC

 

Wertung: 8/12

 

Duran Duran muss man sicher nicht mehr weiter vorstellen, oder? Wer 80 Millionen Platten an die Frau und den Mann bringen konnte, 18 Hit Singles in Amerika platziert hat und in UK sowieso permanent in den obersten Regionen der Charts zu finden war, muss irgendwas im Verlaufe seiner Karriere richtig gemacht haben. In der Vergangenheit konnte man zwar nicht alles, was Duran Duran auf die Menschheit losgelassen hat, unter gelungen verbuchen, aber neben ein paar Welthits hat die Band auch ein paar äußerst interessante Duftmarken hinterlassen.

 

Mit dem neuen Album „All You Need Is Now" gelingt Duran Duran im fortgeschrittenen Alter sogar das Kunststück, ein wirklich gutes Werk vorzulegen. Woran liegt es? An Produzent Mark Ronson? An Mixer Spike Stent? Oder an den String Arrangements von Owen Pallett? An den Gästen Ana Matronic von den Scissor Sisters oder Kelis? Mag alles sein, aber wenn die Songs nichts taugen, würde die Prominenz, die an diesem Album mitgewirkt hat, auch nichts bewirken. In erster Linie sind es nämlich Duran Duran selber, die hier überzeugen.

 

In gewisser Weise geht es mit „All You Need Is Now" zurück zu den Wurzeln. Teile des Albums könnten auch aus dem Jahre 83 entsprungen sein, nur dass die Produktion hier wesentlich besser klingt. Um es auf den Punkt zu bringen: Fans wird dieses Album sehr, sehr glücklich machen. „Leave A Light On" ist eine astreine Popballade, die sogar ohne Kitsch auskommt. In den 80ern wäre das unter Garantie ein Megahit geworden. Das gilt aber auch für „Being Followed" oder „Runaway Runaway". Mit „Girl Panic!" liefert die Band sogar noch mal einen Dancetrack ab, der jede Tanzfläche füllen dürfte. Und wer immer behauptet, dass Duran Duran keine anspruchsvolle Musik auf die Kette bekommen, der solle sich bitte „The Man Who Stole A Leopard" anhören und für immer schweigen.

 

Fazit: Mal ehrlich, wer hätte Duran Duran noch ein solches Album wie „All You Need Is Now" zugetraut? Wohl die Wenigsten. Die Band verbindet hier ihre Stärken der Anfangstage mit den Möglichkeiten, die die Technik heute zu bieten hat. Das Songwriting überzeugt dabei auch. Wenn es etwas zu meckern gibt, dann ist es die Albumlänge, denn zwei Songs weniger hätten es auch getan. Aber das ist nun wirklich ein echtes Luxusproblem.


http://www.duranduran.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch