Alvaro Soler: Eterno Agosto

Alvaro Soler: Eterno Agosto

Universal

15.07.2016

 

Wertung: 6,5/12

 

Alvaro Soler ist auf seine Art ein Weltenbummler. Als Sohn eines Deutschen und einer Spanierin wuchs er in so unterschiedlichen Städten wie Barcelona und Tokio auf. Der Musiker hat sein Debüt-Album, welches dieser Tage nun auch in Deutschland erscheint, zudem in Berlin, Miami, Los Angeles und Barcelona aufgenommen. Der Mann kommt viel herum und somit dürften die Einflüsse auf „Eterno Agosto“ sehr vielfältiger Natur sein. Die Instrumente wurden zudem live eingespielt. Alvaro Soler wird sich mit „Eterno Agosto“ sicher schnell in die Herzen der (Radio)Hörer singen und spielen.

 

Der spanische Einfluss ist auf diesem Album allgegenwärtig. Dadurch entsteht eine gewisse Leichtigkeit. „Eterno Agosto“ ist ein Sommeralbum, keine Frage. Es könnte aber auch die neue Platte von Enrique Iglesias sein. Die Musik von Soler ist nämlich auch ein bisschen austauschbar. „Sofia“ ist der Pophit, „Animal“ das spanische Liedchen zum Mittanzen und „El Mismo Sol“ der alles überstrahlende Welthit des Albums. Das Ding konnte in vielen Ländern in die obersten Chartregionen vordringen. Das wird nun auch ausgeschlachtet und somit liegt die Nummer gleich in dreifacher Ausfertigung vor. Jennifer Lopez ist gleich zwei Mal dabei.

 

Bei „Libre“ ist mit Paty Cantú eine weitere weibliche Stimme vertreten. Der Song – und der Gesang – könnte auch von Shakira sein. Ein Xylofon hier, ein paar Handclaps dort und über allem schwebt dieses sehnsuchtsvolle spanische Flair. Das ist nett, aber auch ein bisschen zu glatt. Die elektronischen Elemente von „Agosto“ lockern das ein bisschen auf und die Traurigkeit bei „Mi Carazón“ sorgt für eine melancholische Atmosphäre. „Volar“ bringt die Leute aber wieder zurück auf die Tanzfläche. „Lucía“ ist ein weiterer Track mit Hitpotenzial.

 

Fazit: Wer dieses Jahr in den Süden fliegt und „Eterno Agosto“ im Gepäck hat, wird diesen Urlaub ganz sicher auf ewig mit dieser Musik verbinden. Alvaro Soler legt hier nämlich ein astreines Sommeralbum vor. Größtenteils ist das tanzbar, hin und wieder gibt es aber auch ein paar melancholische Zwischentöne. Handwerklich ist das alles gut umgesetzt worden, allerdings hört man den Songs und Sounds deutlich an, dass selbige für ein Massenpublikum entworfen wurden. Grundsätzlich ist das ja nicht verwerflich, aber ein paar Ecken und Kanten hätten es dann doch sein dürfen. Wer ein Herz für spanische und lateinamerikanische Musik hat, sollte „Eterno Agosto“ aber unbedingt mal antesten!

 

https://www.facebook.com/alvarosolermusic

 

Text: Torsten Schlimbach

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