Alvaro Soler: Mar De Colores

Alvaro Soler: Mar De Colores

Airforce1 Records

VÖ: 08.09.2018

 

Wertung: 6,5/12

 

Da ist er wieder, der Gute-Laune-Bär. Alvaro Soler verlängert mit seinem neuen Album „Mar De Colores“ den Sommerurlaub. Die Erinnerungen an Sonne, Meer und Strand dürften bei vielen ja noch recht frisch sein, da kommen die neuen Songs also genau richtig, um das Gefühl noch ein bisschen aufrecht zu erhalten. Der Mann ist eben ein Sonnenscheinchen und hat auf allen gängigen Plattformen Millionen Follower. Mittlerweile ist er sogar auf der Superstarwolke angekommen und entsprechend groß sind die Hallen, die für seine Tour im September gebucht wurden.

 

Wer „Eterno Agosto“ liebt, wird auch schnell mit „Mar De Colores“ warm werden. Die fluffige Single „La Cintura“ klingt dabei wie am Reißbrett entworfen. Wenn es eine Formel für einen Sommerhit gibt, dann hat sie Alvaro Soler gefunden. So geht das wohl mit dem Erfolg. Es gibt ja auch noch eine andere Seite. Da wäre das wesentlich reduzierter agierende „Ella“. Spanische, handgemachte Musik, die sich zurücknimmt. „Histerico“ oder „Puebla“ sind dann eben Nummern für Leute, die Musik nur konsumieren.

 

Immerhin handelt es sich auch um handgemachte Musik. „Bonita“ oder „No Te Vayas“ überraschen mit ein paar schönen Arrangements und sorgen dann auch mal für ein nettes Weltmusikflair ohne Bumbum. „Niño Perdido“ entpuppt sich sogar als schöne Klavierballade. Und wer es braucht, kriegt dann auch noch von „La Cintura“ einen Remix zu hören. Mit Flo Rida. Das spricht ja schon alleine für sich. „Veneno“ und besonders „Au Au Au“ bringen noch ein bisschen Groove mit. Manu Chao kommt einem da in den Sinn.

 

Fazit: „Mar De Colores“ knüpft an das vorherige Album an. Die Erfolgsformel bleibt gleich. Es gibt Songs, die auf Hit getrimmt wurden, es gibt aber auch Lieder, die sehr ehrlich wirken und handwerklich gut umgesetzt wurden. Dies dürfte wieder sehr viele Anhänger finden und wird beim Mainstreampublikum für Begeisterung sorgen. Da der Herbst vor der Tür steht, sorgt das zumindest musikalisch für eine Verlängerung des Sommers. Es kommt halt immer auf die Art und Weise an.

 

https://www.alvarosoler.com/

 

Text; Torsten Schlimbach

Alvaro Soler: Eterno Agosto

Alvaro Soler: Eterno Agosto

Universal

15.07.2016

 

Wertung: 6,5/12

 

Alvaro Soler ist auf seine Art ein Weltenbummler. Als Sohn eines Deutschen und einer Spanierin wuchs er in so unterschiedlichen Städten wie Barcelona und Tokio auf. Der Musiker hat sein Debüt-Album, welches dieser Tage nun auch in Deutschland erscheint, zudem in Berlin, Miami, Los Angeles und Barcelona aufgenommen. Der Mann kommt viel herum und somit dürften die Einflüsse auf „Eterno Agosto“ sehr vielfältiger Natur sein. Die Instrumente wurden zudem live eingespielt. Alvaro Soler wird sich mit „Eterno Agosto“ sicher schnell in die Herzen der (Radio)Hörer singen und spielen.

 

Der spanische Einfluss ist auf diesem Album allgegenwärtig. Dadurch entsteht eine gewisse Leichtigkeit. „Eterno Agosto“ ist ein Sommeralbum, keine Frage. Es könnte aber auch die neue Platte von Enrique Iglesias sein. Die Musik von Soler ist nämlich auch ein bisschen austauschbar. „Sofia“ ist der Pophit, „Animal“ das spanische Liedchen zum Mittanzen und „El Mismo Sol“ der alles überstrahlende Welthit des Albums. Das Ding konnte in vielen Ländern in die obersten Chartregionen vordringen. Das wird nun auch ausgeschlachtet und somit liegt die Nummer gleich in dreifacher Ausfertigung vor. Jennifer Lopez ist gleich zwei Mal dabei.

 

Bei „Libre“ ist mit Paty Cantú eine weitere weibliche Stimme vertreten. Der Song – und der Gesang – könnte auch von Shakira sein. Ein Xylofon hier, ein paar Handclaps dort und über allem schwebt dieses sehnsuchtsvolle spanische Flair. Das ist nett, aber auch ein bisschen zu glatt. Die elektronischen Elemente von „Agosto“ lockern das ein bisschen auf und die Traurigkeit bei „Mi Carazón“ sorgt für eine melancholische Atmosphäre. „Volar“ bringt die Leute aber wieder zurück auf die Tanzfläche. „Lucía“ ist ein weiterer Track mit Hitpotenzial.

 

Fazit: Wer dieses Jahr in den Süden fliegt und „Eterno Agosto“ im Gepäck hat, wird diesen Urlaub ganz sicher auf ewig mit dieser Musik verbinden. Alvaro Soler legt hier nämlich ein astreines Sommeralbum vor. Größtenteils ist das tanzbar, hin und wieder gibt es aber auch ein paar melancholische Zwischentöne. Handwerklich ist das alles gut umgesetzt worden, allerdings hört man den Songs und Sounds deutlich an, dass selbige für ein Massenpublikum entworfen wurden. Grundsätzlich ist das ja nicht verwerflich, aber ein paar Ecken und Kanten hätten es dann doch sein dürfen. Wer ein Herz für spanische und lateinamerikanische Musik hat, sollte „Eterno Agosto“ aber unbedingt mal antesten!

 

https://www.facebook.com/alvarosolermusic

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch