Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 3)

Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 3)

Sysyphus Verlag

VÖ: 20.10.2016

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Den ersten beiden Büchern von „Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check“ wurde sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet und die Resonanz und das positive Feedback waren schon beachtlich. Natürlich gab es auch die obligatorischen Nörgler, die diese Ausgaben für verzichtbar hielten, aber die befanden sich doch eher in der Minderheit. Wie schon bei den ersten beiden Werken gilt auch hier wieder, dass die Auswahl der Bands und Künstler völlig willkürlich ist. Die eclipsed-Redaktion hat da nicht unbedingt einen Masterplan verfolgt. Mark Knopfler hat sicher nicht viele Gemeinsamkeiten mit Lou Reed zu bieten. U2 nicht unbedingt mit Kansas oder Grobschnitt. Frank Zappa würde man vermutlich auch nicht in einem Atemzug mit Van Halen nennen. Schmökern kann man aber trotzdem wieder hervorragend und es macht einfach Spaß auch die dritte Runde zu lesen.

 

Die einzelnen Bänder werden übrigens immer dicker. Mittlerweile ist man bei 312 Seiten angekommen. Da dies auch noch im Großformat vorliegt, darf man hier durchaus von einem dicken Wälzer sprechen. In Verbindung mit den ersten beiden Büchern entwickelt sich das nach und nach tatsächlich zu einem Gesamtwerk der größten Rock-Acts. Selbstverständlich ist das immer noch weit davon entfernt den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben und insofern ist der Titel nach wie vor irreführend, und doch hat das mittlerweile den Charakter einer Lexika-Reihe.

 

An der Vorgehensweise hat sich nichts geändert. Das hätte ja auch kaum Sinn ergeben, denn das hat sich schließlich bewährt und Käufer der ersten beiden Bücher haben sich ja auch schließlich daran gewöhnt. Das Gesamtwerk der in diesem Buch abgehandelten Künstler wird auch hier erneut abgebildet. Die einzelnen Alben werden wieder in die Kategorien Kaufrausch, Pflichtkauf, Qualitätskauf, Verlegenheitskauf und Fehlkauf einsortiert. Jetzt könnte man ja bemängeln, dass dies unter dem Strich ein Muster ohne Wert wäre, weil das ja nur eine subjektive Angelegenheit sein kann. Natürlich ist es das und man sieht jetzt schon den Aufschrei der Entrüstung fast aller U2-Fans vor Augen, wenn es um die Einschätzung des letzten Albums „Songs Of Innocence“ geht. Alles in allem wurde da schon sehr sachkundig an die Bewertung und Einschätzung herangegangen. Unter den gegebenen Umständen ist das dennoch höchst objektiv.

 

Bei der jeweiligen Albumbewertung hat man beispielsweise die musikhistorische Relevanz berücksichtigt – dazu zählt dann auch die Anzahl der Songklassiker. Auch bei der Bewertung der Songs hat man eine erstaunliche Trefferquote gelandet und eine sehr hohe Sachkompetenz bewiesen. Die Autoren haben dabei auch eine weitestgehend gute Recherchearbeit geleistet. Hardcore-Fans der jeweiligen Künstler werden das sicherlich auf Herz und Nieren überprüfen und vielleicht auch den einen oder anderen (Schönheits)Fehler finden, aber alles in allem ist das schon sehr rund. Die Fleißarbeit ist unter dem Strich nämlich als sehr gelungen zu bezeichnen.

 

Eine Art Timeline mit Jahresangaben bildet dann die einzelnen Alben noch mal ab, ergänzt um die wichtigsten Ereignisse der Musikerkarriere. Die Pressespiegel, die der jeweiligen Zeit entnommen wurden, sind zudem eine ganz nette Dreingabe. So manches Album, welches mittlerweile als Klassiker gilt, kam bei der ersten Beurteilung nicht sonderlich gut weg. Die Autoren nutzten dazu als Quelle meist die ganz großen Printmedien: vom Rolling Stone bis hin zum NME oder Melody Maker. Das ist dann auch immer ein Stück Zeitgeschichte! O-Töne der Musiker sind dabei obligatorisch.

 

Es macht Spaß in die Diskografien der einzelnen Künstler einzutauchen. Man bekommt so auch noch mal so manche Anregung um die eigene Sammlung zu vervollständigen. Natürlich hängt das ja auch von den musikalischen Vorlieben des jeweiligen Lesers ab. Die Liste der Kultbands ist mit The Velvet Underground, U2, The Kinks oder Kiss natürlich auch extrem groß. Auch Lou Reed oder Fank Zappa haben ja einen immens wichtigen Beitrag zur Musikgeschichte geleistet. U2 kamen ja stets ohne Besetzungswechsel aus, aber bei Kiss oder Fleetwood Mac sah das schon anders aus und auch die ehemaligen Bandmitglieder werden in den einzelnen Kapiteln abgebildet.

 

Die Aufmachung ist erneut sehr gelungen, übersichtlich und effizient. Die Gliederung ist jeweils sehr gut und die Anordnung der Informationen und Bilder exzellent! Insgesamt ist das eine sehr wertige Angelegenheit und die Optik und das dicke Papier trägt zum guten Gesamteindruck bei. Auch bei den verwendeten Bildern hat man auf erstklassiges Material zurückgegriffen. „Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check“ kommt somit einen Sonderstellung in der Flut ähnlich gelagerter Veröffentlichungen zu!

 

Fazit: „Rock – Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 3)“ ist ein hervorragendes Buch, wenn man sich für die abgehandelten Künstler interessiert. Das Werk ist dann das perfekte Nachschlagewerk und leistet Erstaunliches. Das Internet kann das nicht liefern, da man in dem Buch die Diskografie sehr gut sortiert und geordnet mit einer fundierten Einschätzung auf einen Blick erhält. Das ist letztlich das perfekte Nachschlagewerk mit Lexika-Funktion. Die Aufmachung ist abermals sehr wertig! Zusammen mit den ersten beiden Büchern ist das eine sehr feine Geschichte für Musikliebhaber! Weihnachten kann kommen!

 

Text: Torsten Schlimbach

Rock – Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 2)

Rock – Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 2)

Sysyphus Verlag

VÖ: 12.11.2014

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Nach dem großen Erfolg und den vielen positiven Reaktionen auf das erste Werk „Rock – Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts“ war es nur eine Frage der Zeit, bis es einen weiteren Teil dieser Reihe geben wird. Es wäre auch nicht überraschend, wenn in naher Zukunft schon die dritte Runde eingeläutet wird. Der Zusatz „Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check“ ist natürlich irreführend und im Grunde auch falsch. Woran kann man das überhaupt festmachen? Gibt es dafür einen objektiven Maßstab? Verkaufszahlen der jeweiligen Künstler sind sicher ein guter Indikator, aber dann wäre noch zu diskutieren, was denn eine Band wie Kraftwerk im ersten Teil zu suchen hat. Die Band hat sicher Pionierarbeit geleistet, aber unter Rock sind die Herren nun wahrlich nicht einzusortieren. Die Auswahl erfolgt da sicher willkürlich und hat auch etwas mit den persönlichen Vorlieben der eclipsed-Redaktion zu tun. Letztlich ist dies aber auch völlig egal, denn man weiß ja im Vorfeld, wer hier abgehandelt wird.

 

Dieser dicke Wälzer fungiert durchaus als Lexikon und ist bitte nicht als Abriss einer Kurzbiografie über den jeweiligen Künstler zu verstehen. „Rock“ bietet nicht weniger als eine Analyse des Gesamtwerks der abgebildeten Musiker. Hierbei werden die einzelnen Alben wieder in die verschiedenen Kategorien wie Kaufrausch, Pflichtkauf, Qualitätskauf, Verlegenheitskauf und Fehlkauf einsortiert. Jetzt kann man natürlich wieder bemängeln, dass diese Einschätzungen höchst subjektiv sind, aber das liegt mitunter ja auch in der Natur der Sache. Man muss den Machern aber ein sehr gutes Händchen attestieren, denn meist ist das recht stimmig und schlüssig. Abgesehen davon bleibt es dabei ja nicht, denn die Alben werden einzeln besprochen und mit vielen Fakten belegt, die für den geneigten Fan teilweise auch neu sein dürften – es sei denn, man zählt sich zum Kreise der Hardcorefans. Man merkt dem Werk einfach an, dass die Autoren da sehr sorgfältig recherchiert haben!

 

Eine Art Timeline mit Jahresangaben bildet dann die einzelnen Alben noch mal ab, ergänzt um die wichtigsten Ereignisse der jeweiligen Musikerkarriere. Herausragend sind die abgebildeten Pressespiegel, die der jeweiligen Zeit entnommen wurden. Man glaubt ja nicht, wie viele schlechte Platten die Beatles, Dylan oder Clapton – um nur einige zu nennen – aus Sicht der damaligen Journalisten aufgenommen haben. Das ist höchst interessant, belustigend und ein Stück Zeitgeschichte. Es macht einfach Spaß in die einzelnen Diskografien einzutauchen uns selbst wer mit Springsteen, Grateful Dead oder Dream Theater nichts anfangen kann, wird hier vortrefflich unterhalten.

 

Die Aufmachung des dicken Wälzers ist – sofern man sich eingearbeitet hat – sehr übersichtlich und effizient! Der geneigte Leser bekommt ja nicht nur eine Bilderflut, sondern auch eine Informationsflut geliefert. Man wird davon aber nie erschlagen und fühlt sich einfach immer gut aufgehoben und unter dem Strich ist das schon sehr übersichtlich aufbereitet worden. Chapeau!

 

Braucht man ein solches Werk in Zeiten der Informationsflut überhaupt noch? Man kann das sicher auch überall im Internet nachlesen. Das mag natürlich richtig sein, aber man muss sich das dort mühselig zusammensuchen und man kriegt das alles nicht so wundervoll aufbereitet und komprimiert dargeboten. Das Buch macht sowieso einen wertigen Eindruck und ist das perfekte Nachschlagewerk, wenn man sich mit den hier enthaltenen Künstlern auseinandersetzen will. Dies kann das Internet nicht liefern! Diese 288 Seiten sind einfach sehr erhellend und wundervoll zusammengestellt worden!

 

Fazit: „Rock – Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check (Teil 2)“ ist ein hervorragendes Buch, wenn man sich für die Beatles, Dylan, Black Sabbath, Springsteen, Clapton, Peter Gabriel, Grateful Dead, Van der Graaf Generator, Dream Theater oder Toto interessiert. Exklusive Musikerzitate, sehr aufschlussreiche Reviews, Abbildung der kompletten Diskografie und die Pressespiegel sind das perfekte Nachschlagewerk mit Lexika-Funktion. Die Aufmachung ist abermals sehr wertig! Und wer jetzt wieder das Fehlen seines Lieblings-Acts bemängelt, wartet einfach auf die dritte Ausgabe! Wer noch gar keine Idee für ein Weihnachtsgeschenk hat und einen Musikliebhaber beschenken möchte, wird mit diesem zweiten Teil hier für leuchtende Augen unter dem Weihnachtsbaum sorgen!

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch