Josin: Epilogue (EP)

Was macht man als Kölnerin, wenn man die Tochter zweier Opernsänger ist? Man studiert Medizin in Nizza. Natürlich nicht. Gut, zunächst hatte die Tochter einer Koreanerin und eines Deutschen diesen Lebensweg eingeschlagen, dann aber doch gemerkt, dass ihre eigentliche Erfüllung in der Musik liegt. Josin wagt sich nun mit „Epilogue“ ganz zaghaft aus dem Dickicht. Die fünf Track starke EP wird allerdings Hörgewohnheiten auf dem Kopf stellen. Die Frage, ob denn zuerst die Musik oder die Texte da waren, stellt sich bei Josin nicht. Musik. Immer erst die Musik.

Bleachers: Gone Now

„Rollercoaster“ hat sicher noch jeder im Ohr. Der Song lief ja auch rauf und runter und sorgte dafür, dass das Pop-Projekt Bleachers und das Debütalbum „Strange Desires“ beim Mainstreampublikum ganz fett punkten konnten. Seitdem sind nun auch schon wieder drei Jahre vergangen. Jetzt veröffentlicht Jack Antonoff, der Kopf hinter Bleachers, mit „Gone Now“ endlich den Nachfolger. Er hat sich im Vorfeld dieser Veröffentlichung ein Tonstudio in einem New Yorker Apartment eingerichtet. „Ich wollte die Lieder aus den Lautsprechern hören, aus denen ich zum ersten Mal ‚Graceland‘ oder die Smashing Pumpkins im Radio gehört hatte“, erklärt er. Er verarbeitet immer noch den Tod seiner Schwester, die vor vierzehn Jahren verstarb. „Gone Now“ ist somit ein ganzes Stück erwachsener als das Erstlingswerk.

Hotel Bossa Nova: Little Fish

Wiesbaden ist nicht gerade als Musikhauptstadt bekannt. Daran werden auch die Herrschaften von Hotel Bossa Nova nichts ändern. Dies liegt allerdings nicht an der fehlenden Klasse, denn vielmehr bewegt sich die Band in einer Nische die weit entfernt vom Mainstream angesiedelt ist. Gängige Hörgewohnheiten stellt das Quartett gerne auf den Kopf. Wer eine bekannte Suchmaschine anwirft und nach Hotel Bossa Nova sucht, wird wahlweise mit Easy Listening oder Jazz konfrontiert. Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte und dabei schafft es die Band auch noch dem Sound eine ganz eigene Note zu geben.

Album von Gov´t Mule "Revolution Come... Revolution Go" erscheint am 9. Juni

Am 9. Juni wird das neue Album „Revolution Come… Revolution Go“ von Gov´t Mule als CD, 2CD-Deluxe-Edition, als LP und digitaler Download erscheinen. „Revolution Come… Revolution Go“  ist das Gov´t Mule-Debut auf dem Label Fantasy Records im Vertrieb von Universal Music. In der Standard-Version bietet das Album zwölf neue Songs, darunter eine Kooperation mit dem Blues Gitarristen Jimmie Vaughan. Die Deluxe Edition präsentiert neben den zwölf Songs auf CD 1 zusätzlich auf einer zweiten Disc sechs weitere Titel. 

Rolling Stones: Olé Olé Olé - A Trip Across Latin America (Blu-ray)

Die Rolling Stones gastieren bald in unseren Breitengraden mal wieder für ein paar Konzerte. Der Ärger über die Ticketpreise ist noch nicht ganz verraucht, da kann man nun schon wieder dafür sorgen – sofern man denn möchte – die Bankkonten der alten Herren weiter zu füllen. Erst im August 2016 erschien die Blu-ray bzw. DVD „Havanna Moon“, jenem kostenlosen Open Air-Event, der ganz Kuba elektrisierte. „Olé Olé Olé“ enthält nun eine Dokumentation von Paul Dugdale über die Tour der Rolling Stones durch zehn lateinamerikanische Städte. Vorab gab es den Film im September 2016 in einigen ausgewählten Kinos in Europa zu sehen. Das ist sicherlich eine schöne Ergänzung zu „Havanna Moon“, man hätte die beiden Veröffentlichungen aber auch zusammenpacken können. Sehenswert sind beide, so unterschiedlich sie auch sind!

Beatsteaks-Album "Yours" erscheint am 01.09.2017

Es geht wieder los: Am 1. September 2017 erscheint das neue Beatsteaks-Album „Yours“. Vorab kommt bereits am Freitag, dem 26. Mai 2017, eine neue Vierfach-Single mit dem Lead-Track „I Do“ und drei weiteren Songs.

Zwei Jahre nach der Nummer-Eins-Compilation „Beatsteaks“ beginnt ein neues Kapitel einer besonderen Karriere: Ein ganzes Jahr haben die Beatsteaks an „Yours“ gearbeitet. Nie zuvor waren so viele Ideen zusammengekommen – und nie zuvor so unterschiedliche. „Das wurde bereits klar, als wir uns gegenseitig unsere Demos vorgespielt haben“, sagt Arnim Teutoburg-Weiss. „Alles hat sich vielseitiger und experimenteller angefühlt.“ Und weil sie all diese Ideen auch umsetzen, sich ausleben und die nötige Zeit für dieses Experiment nehmen wollten, stand schnell das Wort vom Mixtape im Raum.

The Beatles: Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band (Anniversary Edition)

Unglaublich aber wahr: „Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band“ feiert am 01. Juni 2017 seinen 50. Geburtstag! 5 Jahrzehnte hat dieses beeindruckende Album nun schon auf dem Buckel. In den ganzen Jahren hat die Scheibe nichts an ihrem Reiz verloren und der Einfluss ist immer noch immens groß. Das Cover wurde vom britischen Pop-Art-Künstler Peter Blake inszeniert und ist wohl eines der bekanntesten Bilder der Popgeschichte. Mythen und Legenden wurden gestrickt und es gibt sogar ganze Bücher, die sich nur mit dem Kosmos und der Entstehungsgeschichte von „Sgt. Pepper“ beschäftigen. Die Faszination hält ungebrochen an und mittlerweile ist dieses Meisterwerk längst zum Kulturgut der Menschheit geworden. Jetzt wird „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ mit besonderen Jubiläums-Editionen förmlich zelebriert.

Kraftwerk: 12345678 3-D Der Katalog (Blu-ray/DVD)

Kraftwerk sind der deutsche musikalische Export schlechthin. Von Depeche Mode über Radiohead bis zu Sonic Youth ist die Liste der Bewunderer recht vielfältig. Unzählige Künstler betonen den Einfluss, den die Elektropioniere auf ihr eigenes Schaffen ausgeübt haben. Zwischen 1974 und 2003 erschienen acht Studioalben, die teilweise ihrer Zeit weit voraus waren und Standards gesetzt haben. Es dürfte kaum eine Elektroband geben, die sich nicht auf die Düsseldorfer beruft. In den Jahren 2012 bis 2016 gingen Kraftwerk auf Tournee, um ihre 3D-Shows in ganz speziellen Locations zu präsentieren. Man gastierte acht Abende an dem jeweiligen Spielort und präsentierte in chronologischer Reihenfolge jeweils eins der acht Alben. Fans mussten also jeden Abend – sofern sie in den Genuss aller Alben kommen wollten – am jeweiligen Ort dann auch den kompletten Konzertreigen mitnehmen. Es gibt aber sicher schlechtere Möglichkeiten, als seine Zeit auf einem Kraftwerkkonzert im MoMA in New York, der Neuen National Galerie in Berlin oder dem Guggenheim Museum in Bilbao zu verbringen. Jetzt wird das als „12345678 – 3D Der Katalog“ zusammengefasst veröffentlicht.

Mia Aegerter: Nichts Für Feiglinge

Die Schweizerin Mia Aegerter veröffentlicht mit „Nichts Für Feiglinge“ nicht etwa ihr Debütalbum, sondern bereits ihr fünftes Werk. Die vorherigen vier sind nicht untergegangen, waren aber Mundartalben und von daher eher für ihr Heimatland konzipiert. Die Songs waren zudem recht poppig. „Nichts Für Feiglinge“ ist da gänzlich anders. Mittlerweile lebt die Singer/Songwriterin in Berlin und möchte künstlerisch vollkommen unabhängig sein. Es war somit nur konsequent, dass sie „Nichts Für Feiglinge“ per Crowdfunding finanzieren ließ.

MisSiss: Colors Of Love

MisSiss veröffentlicht mit „Colors Of Love“ nun schon ihr drittes Album. Die Österreicherin öffnet mit diesen vierzehn Songs dem Zuhörer ihr Innerstes. Der Albumtitel lässt ja unschwer erahnen, dass inhaltlich die vielen Facetten der Liebe beleuchtet werden. Übrigens wurde die komplette Platte mit ihrer Band live(!) eingespielt. Die Sängerin und die Musiker begaben sich dazu in die „Lords Of The Sound“-Studios. Das Ergebnis ist in jeglicher Hinsicht beachtlich!

Konstantin Wecker: Poesie Und Widerstand

Deutschsprachige Musik bestimmt mittlerweile wieder die Charts und die Radiolandschaft. Deutschsprachige Musik war aber auch noch nie so egal wie dieser Tage. Belanglos und seicht. Man wartet immer wieder vergeblich auf die berühmten Ausnahmen. Tacheles reden, Sprachrohr sein. Fehlanzeige. Viel lieber halten sich die Künstler bedeckt. Man will ja schließlich keinen verschrecken und die potenzielle Zielgruppe so groß wie möglich halten. Natürlich gibt es Ausnahmen, leider viel zu wenige. Was das alles mit Konstantin Wecker zu tun hat? Eine ganze Menge, denn der Mann, der nun auch schon 70 Lenze zählt, ist der momentan wichtigste deutschsprachige Künstler. Man hat das Gefühl, dass der Mann weit und breit der Einzige ist, der die Dinge beim Namen nennt und – wenn notwendig – mit klarer Sprache deutlich anspricht was in der Welt verkehrt läuft. Und er trifft dabei immer den Nagel auf den berühmten Kopf. Man kann dem Mann dafür nicht genug danken!

L.A.: King Of Beasts

L.A. kennt jeder. Die Stadt der Engel wirkt auf viele Menschen immer noch wie ein Magnet. Für andere ist es ein Moloch. Eine Band hat man dabei allerdings weniger im Sinn. Wer kommt schon auf die wahnsinnige Idee unter diesem Namen Alben zu veröffentlichen?! Ist das großspurig oder doch kommerzieller Selbstmord? Man kann L.A. ja mal in die Suchmaschine eingeben. Na? Wer da viele Musiktreffer erzielt, sollte auch direkt noch einen Lottoschein abgeben. Der spanischer Musiker und Songschreiber Luis Albert Segura kam jedenfalls auf die wahnwitzige Idee seine Band L.A. zu nennen. Vier Alben hat die Kapelle bisher veröffentlicht und dabei sogar Begehrlichkeiten bei den großen Labels geweckt. Nach Universal veröffentlichen L.A. ihr neues Album „King Of Beasts“ nun bei Sony. Man verspricht und erhofft sich da also so einiges.

Emerson Lake & Palmer: Love Beach

1978 waren Emerson Lake & Palmer längst in ganz anderen Sphären angelangt. Das Covermotiv von „Love Beach“ spricht da sicher Bände. In Zusammenhang mit dem Albumtitel wirkt das schon wie eine Karikatur. Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer veröffentlichten mit diesem Album das letzte Album der klassischen Ära der 70er. Über die Jahre wurde das Werk in vielen Neuauflagen immer mal wieder in den Handel gebracht. Jetzt gibt es mal wieder eine neue Edition.

Lichtgestalt: Tempus Fugit

Lichtgestalt treiben seit 2013 nun ihr Unwesen im NDH-Genre und konnten sich in der Kürze der Zeit schon eine stattliche Anhängerschaft erspielen. Die vier Herren sind ja beileibe keine Jungspunde mehr, aber das ist für dieses musikalische Randgebiet auch sowieso von untergeordneter Bedeutung. Das Debüt konnte in den einschlägigen Portalen jedenfalls mehr als nur Wohlwollen ernten. Nach den letzten Konzerten im Jahr 2015 machten sich Gitarrist und Songwriter Der Heizzer und Sänger und Texter Thomas C. Hertz an die Arbeit für das Zweitlingswerk. Dieses hört nun auf den Namen „Tempus Fugit“. Das Label wurde zwar gewechselt, aber am Line-up hat sich nichts geändert und so sind auch weiterhin von Lippmann am Bass und Brukke am Schlagzeug mit von der Partie.

Dreamcar: dito

Was machen eigentlich No Doubt? Oder AFI? Und wie würde eine Kombination aus den beiden Bands wohl klingen? Definitiv ganz anders, wie man sich das vorstellen könnte. Tony Kanal, Tom Dumont und Adrian Young von No Doubt gründeten mit Sänger Davey Havok von AFI eine neue Band. Im Sommer 2014 begannen die vier Herren Songs zu schreiben und Demos aufzunehmen. Nur ein ganz kleiner Kreis von Eingeweihten erfuhr davon. Man konnte also ohne Druck arbeiten. Es ging nur um Musik. Mit Produzent Tim Pagnotta begab man sich schließlich in ein Studio in Nord-Hollywood. Dreißig Songs entstanden. Zwölf davon sind nun auf dem selbstbetitelten Debüt von Dreamcar zu finden.

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