Gilbert O'Sullivan: Driven

Gilbert O'Sullivan: Driven

BMG

VÖ: 22.07.2022

 

Wertung: 8/12

 

Gilbert O'Sullivan wird von vielen als einer der größten Songwriter seiner Generation angesehen. In den USA hat er große Erfolge gefeiert. Auch im fortgeschrittenen Alter hat der Mann noch was zu sagen. Sein selbstbetiteltes Album aus dem Jahr 2018 konnte Fans und Kritiker gleichermaßen begeistern. Jetzt folgt mit „Driven“ ein neues Album, welches sicherlich auch wieder sehr viel positive Energie verströmen wird. Produziert wurde „Driven“ von Andy Wright und mit einer Live-Band in den legendären RAK-Studios aufgenommen.

 

Es sind über alle Maßen britische Songs. „What Are You Waiting For?“ ist da ein Paradebeispiel. Die Stimme des Mannes klingt noch recht jugendlich und frisch. O´Sullivan ist immerhin schon 75 Jahre alt. Auch seine Songs strahlen größtenteils ein Frische aus, die jungen Künstlern manchmal abgeht. Er hört sich dabei hin und wieder sogar wie der junge McCartney an.

 

Das leichtfüßige Gitarrenspiel von „Love Casualty“ weiß zum Einstieg gleich zu begeistern. Es passiert allerdings auch sehr viel im Hintergrund, es lohnt sich also in das Album und seine Songs einzutauchen. „Blue Anchor Bay“ klingt dann tatsächlich als hätten wir wieder 1963. Die Stimmung ist sehr herzlich und der Song verströmt eine positive Energie. Ausgerechnet die Zusammenarbeit „Let Bygones Be Bygones“ mit Mick Hucknall klingt etwas zu schunkelig und spannungsarm.

 

„Body And Mind“ kriegt aber wieder die Kurve und rockt sogar. Das forsche „Let Me Know“ kann ebenso überzeugen wie auch „Take Love“, einem Duett mit KT Tunstall. Mit „If Only Love Had Ears“ hat er ein britisches Meisterwerk geschaffen. In Deutschland würde das unter Schlager fallen – die Unterschiede sind in der Qualität zu finden. Der Wortwitz von „You Can´t Say I Didn´t Try“ ist ebenfalls ganz groß. Abgesehen davon will man zu dieser schmissigen Nummer durch das Haus tanzen. Balladen kann er auch, nachzuhören bei „You And Me Babe“.

 

Fazit: Gilbert O'Sullivan unterstreicht auch mit „Driven“, dass er ein erstklassiger, britischer Songwriter ist. Das klingt nach den 60ies, den Beatles, aber auch erstaunlich frisch. Die schmissigen Songs zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht! Genau das, was man nach all der Scheiße in den letzten 2 ½ Jahren brauchte!

 

https://www.gilbertosullivan.co.uk/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch