Miki Kekenj & WDR Funkhausorchester Mein Utopia - Opus 2

Am 29. Mai 2020 erscheint das Debütalbum „Mein Utopia“ von Producer, Komponist und Violinist MIKI Kekenj bei Sony Music. Ein großangelegtes Konzeptalbum zwischen epischen Orchesterklängen, HipHop-Beats und Rap, aufgenommen mit dem WDR Funkhausorchester und Curse.

 

MIKI Kekenj lebt seine ganz eigene Utopie: Als Violinist und erster Konzertmeister bei den Bergischen Symphonikern hegt er als Profi-Musiker seit Jahren ein Faible für die Klassische Musik. Aber der 40-jährige hat noch eine weitere Leidenschaft: HipHop, die Produktion von Beats und das Rappen. Wer auch immer in Deutschland ein Streicherarrangement für eine amtliche HipHop-, Soul- oder Pop-Produktion benötigt, wird früher oder später auf MIKIs Namen stoßen. Er hat bereits Künstler wie Namika oder Johannes Oerding, Curse, Aloe Blacc oder Erykah Badu, Joy Denalane oder Joris mit Streicherarrangements klanglich in Szene gesetzt.

 

„Mein Utopia“ ist von der Klassik und ihrer Klangsprache her gedacht, verliert aber den HipHop nie aus dem Fokus. Schon die epochale Ouvertüre „Frühling“ zu Beginn des Albums kommt zwar ganz ohne Drums daher, aber liefert in ihrer Dynamik doch eine musikalische Grundlage für den Rap von MIKI und Curse. Als Instrumentalkonzert für Violine, Rap und Orchester konzipiert, schälen sich aus jedem der Sätze HipHop-Songs mit stilechten Drums.

 

In den Texten und Kompositionen von „Mein Utopia“ erdenkt MIKI das Wunschbild eines zukünftigen Zeitalters, aber auch die vermeintliche Aussichtslosigkeit dieser Alternative. Er erzählt grausame Geschichten, die sich – versteckt zwischen den Zeilen eines Schlafliedes – immer und immer wieder bewahrheiten und wagt den Blick in ein Leben ohne Liebe als Erlösung. Mit einer musikalischen Wucht, zu der nur die Klassik im Stande ist und mit textlicher Tiefe, wie es nur der HipHop möglich macht.

 

Jedes der Stücke wurde dabei von MIKI selbst komponiert und arrangiert, jeder der Beats ebenso von ihm produziert, wie die selbst erzählten Texte allesamt aus seiner Feder stammen. „Mir war wichtig, alles in Eigenregie zu tun, um mich in der Kunst so zu zeigen, wie ich bin.“ Eingespielt wurde „Mein Utopia“ gemeinsam mit dem WDR Funkhausorchester unter der Leitung von Enrico Delamboye.

 

Mit „Mein Utopia“ beweist MIKI, dass man Klassik und HipHop, diese beiden musikalische Genres, die auf den ersten Blick vielleicht gar nichts miteinander zu tun haben, doch zusammenbringen kann. „Ich werde oft gefragt, wie ich überhaupt darauf gekommen bin, HipHop und Klassik zu verbinden“, sagt MIKI. „Für mich ist das recht einfach zu beantworten: Ich mache das, was ich am besten kann.“

 

Denn MIKI trägt diese beiden Musikrichtungen - HipHop und Klassik – schon immer in sich. Die Geige begleitet ihn, seit er ein kleines Kind ist, mit 12 Jahren kommt die erste Kassette von Public Enemy dazu. Es ist nur konsequent, dass MIKI diese beiden in seiner Brust schlagenden Herzen 2007 auf einem ersten, selbstproduzierten Album zusammengebracht hat.

 

Mit Rappern wie Curse, Chima, Mellow Mark und MC Rene als Featuregäste und Beats aus Samples der Klassik war sein „Opus 1“ eine erste Fusion von HipHop und sinfonischen Elementen. Eine, die MIKI im Anschluss sogar auf die Bühne brachte. „Im Grunde hat das Projekt alles ins Rollen gebracht“, sagt MIKI über seinen ersten, wegweisenden Versuch Klassik und HipHop zu verbinden.

 

Mit seinem Takeover!-Ensemble bittet er seitdem regelmäßig die unterschiedlichsten Soul-, HipHop-, Pop- und Techno-Künstler von Erykah Badu und Aloe Blacc über Curse und Joris bis hin zu Joy Denalane, Max Mutzke, Marc Romboy oder Moonbootica auf die Bühne, um mit ihnen ihre Discographie kammermusikalisch neu zu interpretieren.

 

„Ich arbeite total gerne mit anderen Musikern zusammen, aber habe gemerkt, dass ich mich auch mal wieder selber kreativ ausleben möchte“, erzählt MIKI. „Ich wollte nach dieser langen Zeit ein Werk für mich alleine schreiben. Etwas, aus meiner Feder und für meine künstlerische Persönlichkeit – mein Utopia.“

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