FAU - am 16.04. erscheint seine EP "Fauvismus Vol. 1“

Raus aus den vordefinierten Straßen, rein in den Wald. Raus aus dem digitalen Buzz, lieber direkt ins Herz. 

FAU präsentiert mit der „Fauvismus Vol. 1“-EP, die am 16. April 2021 erscheint, die Offroad-Strecke für Deutschrap.

"Fauvismus Vol. 1“, schon der Titel der EP macht deutlich, dass es sich bei diesem Release um den Beginn von etwas Größerem handelt. Melodiöse Trap-Styles treffen auf komplexe Reimstrukturen, Kindheitserinnerungen auf den ganz alltäglichen Hustle.

Mit seiner EP fühlt sich FAU musikalisch angekommen, weil er in diesen sechs Songs einfach genau das macht, was ihm gefällt. 

Sein Sound ist variationsreich, manchmal verträumt, manchmal hart, aber immer am Nerv der Zeit.

 

Moin FAU, du bist eine kreative Person: Auch neben der Musik bist du in der Kreativbranche tätig. Lassen sich Beruf und Künstlerpersönlichkeit FAU trennen?

Ich trenne das nicht, das befruchtet sich gegenseitig. Mich beschäftigen Themen und ich versuche sie als Musiker zu verpacken und zu verarbeiten. Die sind natürlich auch Bestandteil dieser Person. Die künstlerische Freiheit impliziert dann, dass mir mein Arbeitgeber jetzt nicht sagen kann “Du scheinst mir ein Drogenproblem zu haben und Suizid gefährdet zu sein”. Das ist Kunst und hat nicht unbedingt eins zu eins etwas mit mir als Angestellter zu tun.

Wie ist die Verquickung von Design und Kooperationen für dieses musikalische Projekt, für das du ja alleine stehst?

Ich arbeite mit Leuten zusammen, die ich teilweise schon ewig kenne und die sich alle auf ihrem Gebiet spezialisiert und weiterentwickelt haben. Bei den Videosachen bin ich stark involviert, ich produziere meine Songs überwiegend selbst und nehme auch selber die Vocals auf. Im Entstehungsprozess gibt es hin und wieder kreative Kooperationen und auch beim Mixing und Mastering arbeite ich mit Spezialisten zusammen.

Inwieweit ist auch Graffiti ein Ursprung und ein wichtiger Aspekt für dich?

Die Ausläufer der Jam-Kultur habe ich noch mitbekommen und Graffiti war eine Art Einstiegsdroge. Bombing, und das ein oder andere Piece war auch dabei. Graffiti ist mittlerweile in der Popkultur verankert. Es ist Teil der ganzen Bildwelt geworden, aus der sich jeder bedient. Ob es jetzt irgendwelche Instagram-Filter sind, wo Schriftzüge zu sehen sind, Fashion oder Werbung. Vom Style her ist das nicht mehr ein Underground-Phänomen, sondern einfach auch Teil vom Mainstream, auch wenn es ursprünglich der Hip-Hop-Kultur zuzurechnen ist.

Sprechen wir über Ästhetik. Im Song “Defender” haben wir ein prägnantes Auto, klassisches Rapper-Thema, um damit anzugeben. Aber deine Kombination lautet: Autos und Wald?

Die Autos in Musikvideos stehen ja oft für einen monetären Wert – je teurer das Auto, umso besser für das Image des Musikers. Ein nagelneuer Bolide, der 100 000 kostet, passt eher in den Rap-Kontext. Der Defender ist ein Sinnbild für den Wunsch nach Freiheit und mal auszubrechen im wahrsten Sinne des Wortes. Auch über Offroad Strecken zu fahren, anstatt auf den vordefinierten Straßen, mal aus dem digitalen Buzz raus. Es ist also ein ganz einfaches Bild: Ab in den Wald mit einem Auto, was auch schon alt ist. Raus aus dem, worin wir festhängen oder worin wir uns bewegen.

In einem weiteren Song, “Dopamin”, liefert das Leben nicht wie bestellt…

Ich glaube, egal was die Vorstellung von dem war, was das Leben einem zu liefern hat – wir werden immer enttäuscht. Auch wenn man jetzt in der großen Villa sitzen würde oder als einsamer Wolf mit der Kippe im Mundwinkel. Je nachdem, was der Lebenstraum auch ursprünglich war, am Ende fühlt es sich nicht genauso an, wie man es sich in seiner Jugend ausgemalt hat. Diese totale Verwirklichung und totale Erfüllung bietet das Leben nicht.

Bist du denn, wie in deinen Texten beschrieben, Malocher und Mittelschicht und brauchst trotzdem eine Therapeutin?

Malocher und Mittelschicht steht für eine gewisse Normalität. Und Normalität bedeutet, dass du eigentlich keine Therapeutin brauchst. Aber gerade in dieser Normalität besteht dann auch die Gefahr durchzudrehen…

...was auf die eine oder andere Art passiert auf “Emoji-Herzen” – ist das ein klassisches Liebeslied oder eher Technologie-Kritik?

Ich bin ja selbst Teil dieser ganzen Medienproduktion-Geschichte. Also, Technologie ist schon ein Thema. Aber ich möchte auch den Interpretationsspielraum offenlassen: Was hören oder finden die Leute darin? Beide Themen können nebeneinander in dem Song existieren. Der eine sieht nur das zwischenmenschliche Beziehungsthema. Es sind ja nicht nur die Schattenseiten. Neben dem Drama geht es auch um das Vertragen. Die Story funktioniert auch unabhängig von Technologie. Aber durch die Technologie hat man noch andere Mittel. Wie viel kann ein Icon, ein Emoji wirklich bewirken? Welche Gefahr birgt diese technologische Barriere gegenüber dem, jemanden direkt ins Gesicht zu sagen „Du bist ein Sternchen, Sternchen, Sternchen…“?

Möchtest du mit dem Titel “FAUvismus” eine bestimmte Theorie prägen?

Eine eigene Stilistik zu entwickeln ist der Anspruch. Im Musikalischen und in der Ästhetik. Ismus hat oft auch etwas Religiöses. Du sollst zuhören, eventuell inspiriert es dich oder beeinflusst dich in deinem Leben. Hinzu kommt eine Art Personenkult. Dass man von seinen Zuhörern vergöttert wird, das ist der Wunsch vieler Musiker. Ich habe die letzten drei Jahre viel am Style gearbeitet. Am Ende des Tages versuche ich was zu machen, was aktuell ist und interessant klingt, und auch wenn ich das Rad nicht neu erfinde und es mit dem aktuellen Sound zu tun hat, möchte ich etwas machen, was die Leute hören wollen.  

 

Video „Emojiherzen“:  https://www.youtube.com/watch?v=di5Yv62aTJQ 

 

Dazu haben wir noch die Videos zu den drei bisher erschienen Singles.

Video Defender“https://www.youtube.com/watch?v=SoXowjDVaOc 

Video „Dopamin“https://www.youtube.com/watch?v=_RjYU7vBHUE 

Video „Therapie“https://www.youtube.com/watch?v=VuRcTUgfEdU 

 

YOUTUBEhttps://www.youtube.com/c/fauvismus  

INSTAGRAMhttps://www.instagram.com/fauvismus/

FACEBOOKhttps://www.facebook.com/fauvismus 

Fau veröffentlicht das Video zur ersten Single "Therapie" aus seiner kommenden EP "Fauvismus Vol. 1"

Was für manchen Hörer gilt, trifft auf die meisten Musiker zu: Musik ist Therapie. In seiner offiziellen Debüt-Single „Therapie“ zeigt sich FAU von seiner humorvollen und entspannten Seite. Jedoch ist hinter dem eingängigen Arrangement, bestehend aus catchy Melodien und abstrakten Rap-Einlagen, eine bedrückende Realität zu erahnen. Das Video zur Single nimmt den Zuhörer mit auf einen Ausflug in eine karge Landschaft. Hier richtet der Künstler sein Wort an seine Therapeutin: „Guten Tag Frau Therapeutin, ja mir geht es besser heute. Die Downer mal vergessen heute.“

Der Song "Therapie" ist ein kreatives Spiel mit Genreparametern und lässt tief blicken.

Die Single ist Bestandteil der EP "Fauvismus Vol. 1“, schon der Titel der EP macht deutlich, dass es sich bei diesem Release um den Beginn von etwas größerem handelt. Melodiöse Trap-Styles treffen auf komplexe Reimstrukturen, Kindheitserinnerungen auf den ganz alltäglichen Hustle.

Mit seiner EP fühlt sich FAU musikalisch angekommen, weil er in diesen sechs Songs einfach genau das macht, was ihm gefällt. 

 

Die musikalische Reise des Rappers und Produzenten hat vielfältig Station gemacht: Klassische Musikausbildung, Battlerapper, Technoproduzent. All diese Einflüsse vereint der Frankfurter Musiker in seinen Produktionen.

Sein Sound ist variationsreich, manchmal verträumt, manchmal hart, aber immer am Nerv der Zeit.

"Ich produziere meine Songs überwiegend selbst. Für mich der beste Weg, um meiner Musik einen persönlichen Vibe zu geben. Meine Musik ist für mich in erster Linie Therapie. Seelischer Schmerz, Liebe, die Suche nach mir selbst – all das gepaart mit einer Prise Selbstironie und (Galgen) Humor." 

 

YOUTUBE: https://www.youtube.com/c/fauvismus  

INSTAGRAMhttps://www.instagram.com/fauvismus/ 

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch