Unheilig: Lichterland Best Of (2 CD)

Unheilig: Lichterland Best Of (2 CD)

Universal

VÖ: 12.11.2021

 

Mit einem Comeback von Unheilig ist so schnell nicht zu rechnen. Zumindest nicht mit dem Grafen. Geld lässt sich aber natürlich trotzdem mit dem Namen verdienen. Man kann ja auch einfach die nächste Zusammenstellung auf dem Markt werfen. Davon gibt es von Unheilig schon extrem viele. Wir hätten da schon „Alles Hat Seine Zeit – Best Of Unheilig 1999-2014“, „Pures Gold – Best Of Vol. 2“, „Schwarzes Gold 2000-2014“ und „Schattenland“ mit einem Zusammenschluss der bisher veröffentlichten EPs. Jetzt wird mit „Lichterland“ eine weitere, ähnlich gelagerte Veröffentlichung in das Weihnachtsgeschäft geworfen.

 

Fans, die eh schon alles doppelt und dreifach im Schrein stehen haben, werden mit einer großen Box geködert, die auf 6.000 Stück limitiert ist. Das Abschiedskonzert aus dem Kölner Stadion ist hier erstmals auf CD enthalten. So sensationell ist das nicht, denn die ganze Sause wurde ja auch schon auf einer DVD veröffentlicht. Eine Unheilig-Kerze in 3D und eine im Dunkeln leuchtende Scheibe des „Weihnachtslichter“-Albums wurden ebenfalls der Box beigelegt.

 

„Lichterland“ gibt es auch als Einzel-CD mit 21 Songs. Für Fans dürfte das neubearbeitete Demo von „Lichtermeer“ von Interesse sein. Der schlagereske Song dürfte alle glücklich machen, welche Unheilig nach dem großen Durchbruch lieben gelernt haben. Wer zur Doppel-CD greift, bekommt mit dem zweiten Silberling noch das „Weihnachtslichter“-Album dazu, wovon zwölf Tracks bisher unveröffentlicht sind. Natürlich gibt es das auch alles digital zu erwerben.

 

Der Einstieg ist mit „Lichter Der Stadt“, „Geboren Um Zu Leben“ und „Wie Wir Waren“ ein Hitfeuerwerk. „So Wie Du Warst“ ist stilistisch ja ähnlich gelagert. Traurige Themen, die mit viel Pathos aufgeladen wurden und von der Umsetzung nahe beim Schlager zu finden sind, so waren die letzten Jahre von Unheilig angelegt. „Abwärts“ ist da noch gänzlich anders. Da kommen einem eher Rammstein in den Sinn. Letztlich passt es aber gut, dass der große James Last bei „Grosse Freiheit“ dabei war. „Hinunter Bis Auf Eins“ lässt hingegen noch mal ordentlich die Gitarre bratzen. Die alten Unheilig eben. Der Bruch zum Schlager von „Spiegelbild“ ist da schon sehr hart.

 

Das Weihnachtsalbum ist natürlich gerade sehr passend. Kann man auch mitsingen. „Mach Hoch Die Tür“, „Leise Rieselt Der Schnee“ bis hin zu den vier Liedern mit der Kerze – es ist natürlich auch alles passend instrumentiert.

 

Fazit: Wer noch keine der bisherigen „Best Of“ von Unheilig im Schrank stehen hat und auch die Alben vernachlässigt hat, aber schon immer die Unheilig-Lieder aus dem Radio ganz nett fand, kann bei „Lichterland“ nun bedenkenlos zugreifen. Für die Weihnachtszeit gibt es dann auf der zweiten CD auch noch die entsprechende musikalische Untermalung.  

 

https://www.unheilig-lichterland.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch