Tim Vantol: Better Days

Tim Vantol: Better Days

Eminor Seven Records/Uncle M/Cargo Records

VÖ: 22.05.2020

 

Wertung: 7,5/12

 

Tim Vantol veröffentlicht mit „Better Days“ ein neues Album. Hört man sich die Musik von Vantol an, dann würde man mit Sicherheit nie im Leben darauf kommen, dass der Niederländer in Berchtesgaden wohnt. Seine Songs hören sich an, wie die jener Hardcore- und Punkjungs aus den USA, die eine Solokarriere starten und plötzlich nach einer rauen Version von Springsteen klingen. In Europa übernimmt der über alle Maßen sympathische Frank Turner diesen Job. Genau in diesem Fahrwasser schippert auch Tim Vantol.

 

Tim Vantol hat mit „Better Day“ auch ein bisschen seine Seelenleben dem Hörer zu Füßen gelegt. Es sind persönliche Texte und Erfahrungen. „No More“ ist eine dieser – für das Genre – typischen Albumeröffnungen, die einen mit weit ausgebreiteten Armen empfangen. „Tell Them“ kommt mit ordentlich Schmiss aus der Föhlichkeitsecke und mit sehr viel Verve angaloppiert. Die Hymne „Better Days“ könnte auch gut und gerne von Frank Turner stammen.  Das gilt aber ja im Grunde für jeden Track. Wenn man sich die Phrasierung und den Akzent von Turner dazu denkt, dann ist „A River Full Of Reasons“ ein Paradebeispiel dafür.

 

„Haven´t You Learned“ ist die erste Ballade der Scheibe. „Forgiveness“ ist wieder zupackender, bevor es mit „Not Today“ in die Folkrichtung geht. „5inch Screen“ hat Hitpotenzial und mit „You Will Never“ haut er noch mal ein richtig schön kehliges Ding raus. Ob sie in Berchtesgarden wissen, was er so macht? Vielleicht wäre die Holzfällerromantik was für die Berge. Mit dem ganz ruhigen Akustikstück „It´s Gonna Hurt“ schippert das Album dem Ende entgegen.

 

Fazit: Wer die Riege um Chuck Ragan, Brian Fallon oder aber auch Frank Turner schätzt, wird auch mit Tim Vantol sehr glücklich werden. „Better Days“ ist ein Album, welches alle Zutaten hat, die aktuell im Folk-Rock so angesagt sind. Natürlich weht da auch immer eine große Portion Punk-Rock durch die Szenerie. Neu ist das nicht, aber macht deswegen ja nicht weniger Laune.

 

https://timvantol.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch