The Silverettes: Risky Business

The Silverettes: Risky Business

Tobago Records

VÖ: 24.09.2021

 

Wertung: 7/12

 

The Silverettes halten die Fahne des puren und echten Rock and Roll immer wieder hoch. Die drei Damen machen das gut, sogar besser als viele ihrer männlichen Kollegen. Jetzt veröffentlicht das Trio „Risky Business“. Pomez di Lorenzo und Adriano BaTolba sind auch wieder mit dabei. Die vierzehn Songs werden Fans garantiert begeistern und sofern genug Musikliebhaber von dem Album Wind bekommen, dürften noch jede Menge neue Anhänger dazu kommen, die Mädels haben es nämlich drauf.

 

Die erste drei Songs sind schon ein ziemliches Brett. Die Stray Cats haben da mehr als nur Pate gestanden. „Risky Business“ würde den Herren um Brian Setzer auch gut zu Gesicht stehen. Großes Kino, meine Damen! „Undercover Lover“ hält das Niveau spielend. Zwischen Rockabilly und dem guten alten Rock and Roll macht das unglaublich viel Spaß. „Perfect Crime“ legt noch ein paar Kohlen obendrauf, sodass The Silverettes lichterloh in Rockflammen stehen.

 

Leider verflacht es danach. „Stop Fooling Around“ wird durch Sven von The Baseballs mit seiner völlig überzogenen Elvis-Imitation zu einer Parodie. „Shy Guy“ ist zu brav, so ein bisschen Rock and Roll für die Hausfrau und den Hausmann. „Easy Come – Easy Go“ wird mit Unterstützung von Emanuela Hutter zu einer netten und schmissigen Nummer. Das Tanzbein kann auch zu „Get It On“ geschwungen werden. „Singing With The King“ wird mit Ron Glaser wieder zu einer kleinen Stray Cats-Nummer – also großartig. „Are You Ready“ knüpft wieder an den Albumanfang an.

 

„Monsieur“ ist in der Tradition der 70er gehalten und schon eher im Schlagerfach beheimatet. „Messin´ With The Kid“ ist reichlich bieder, da sind „Wild Love“ und besonders der Stampfer „So Long“ wesentlich spannender. Das macht Laune, das klingt auch für dieses Genre frisch und man hört, dass die Damen bei den Aufnahmen unglaublich viel Spaß gehabt haben müssen. „Grumpy Cat“ schließt das Album so ab, wie es „Risky Business“ begonnen hat.

 

Fazit: The Silverettes haben mit „Risky Business“ ein überwiegend schönes Album zwischen dem guten, alten Rock and Roll und Rockabilly aufgenommen. Die Stray Cats standen in den besten Momenten Pate. Es gibt auch zwei bis drei Nummern die eher bieder sind und einem ganz alten Publikum gefallen könnten, aber letztlich überwiegt der Spaß und davon wird das Trio bei den Aufnahmen eine ganze Menge gehabt haben!

 

www.TheSilverettes.com

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch