The Shires: Good Years

The Shires: Good Years

BMG

VÖ: 13.03.2020

 

Wertung: 7/12

 

Mit Großbritannien verbindet man jede Menge verschiedene Musik, aber ganz sicher nicht das Country-Genre. Das ist für die Briten eigentlich so weit entfernt wie der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft. Mit The Shires hat sich aber ein Duo nun genau diese Musikrichtung auserkoren um die Welt zu erobern. In ihrer Heimat sind Ben Earle und Crissie Rhodes mittlerweile durchaus bekannte Größen. Mit dem Album „Good Years“ soll nun auch der Rest der Welt – zumindest in Teilen davon – von The Shires Notiz nehmen.

 

Um das richtige Gefühl für ihre Songs zu kriegen, machten sich die beiden wieder auf, um in dem Country-Mekka schlechthin – Nashville – die Songs für „Good Years“ auf den Weg zu bringen. Bisher entstanden alle Alben der Band dort. Für das neue Album wurden letztlich zwölf Songs ausgewählt. Jede Nummer hat durchaus das Zeug dazu im Radio zu laufen. Mit Country, wie ihn die Puristen verstehen, hat das recht wenig zu tun. Roots-Country ist das mitnichten, sondern eher eine ganz moderne und poppige Version. Manchmal hat das überhaupt nichts mehr mit Country zu tun. „Indenpendence Day“ ist lupenreine Popmusik. Die Nummer wird dazu bombastisch aufgeblasen, dass es nur so schmalzt.

 

„Lightning Strikes“ ist eine Mischung aus Pop und Country. Der Harmoniegesang der beiden ist schon erstklassig, keine Frage. Mit „On The Day I Die“ schlägt das Pendel mehr in Richtung Country aus, mit „Good Years“ mehr in Richtung Pop. Und damit ist eigentlich schon die komplette Geschichte des Albums erzählt. Das tut keinem weh, geht gut in die Ohren und verbreitet bestenfalls noch eine positive Stimmung. „No Secrets“ hat einen unwiderstehlichen Refrain zu bieten, den auf Konzerten alle mitsingen können. Die Ballade „New Year“ entschleunigt und hat ein paar nachdenkliche Töne zu bieten. The Shires haben zwei hervorragende Sänger am Start. „Thank You Whiskey“ unterstreicht das nachhaltig. Den ruhigsten Song gibt es übrigens mit „Crazy Days“ ganz zum Schluss.

 

Fazit: Wer eine moderne Variante des Country zu schätzen weiß, wird mit „Good Years“ von The Shires gut bedient. Der Zeiger schlägt aber deutlich in Richtung Pop aus. Das geht gut ins Ohr und ist sicher auch für die Radiostationen wie gemalt. Die Musik von The Shires verbreitet durchaus einen positiven Vibe. Nicht mehr und nicht weniger.

 

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Text: Torsten Schlimbach

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