Steve Howe: Love Is

Steve Howe: Love Is

BMG

VÖ: 31.07.2020

 

Wertung: 7,5/12

 

Steve Howe hat schon längere Zeit kein neues Album mehr veröffentlicht. Sein letztes Werk kam 2011 in die Läden. „Time“ war ein reines Instrumentalalbum. „Love Is“ setzt sich nun aus fünf Instrumentalnummern und fünf Stücken mit Gesang zusammen. Eine ausgewogene Mischung also, an der er lange Zeit gearbeitet hat. Die Liebe, die er hier thematisiert, kann vielfältiger Natur sein und bezieht sich auch auf die Liebe zum Universum und zur Ökologie. Howe befasst sich mitunter auch mit der Zerstörung des Planeten. Mit „Love Is A River“ hat er einen zentralen Song dazu aufgenommen. Dieser Track ist quasi das Herzstück seines neuen Albums.  Liebe, Schönheit, Ökologie, Natur und wunderbare Menschen, davon handelt „Love Is A River“ und letztlich das gesamte Album.

 

Howe lud Jon Davison ein um mit ihm gemeinsam die Harmonien zu singen. Und wo Davison schon mal da war, konnte er auch gleich noch die Bassparts übernehmen. Die Drums spielte Dylan Howe ein. Geschrieben und produziert hat Steve Howe die Songs in seinem eigenen Studio. Den Mix wiederum übernahm Curtis Schwartz. Herausgekommen ist ein vielfältiges Album, welches allerdings sehr deutlich die Handschrift von Howe erkennen lässt. Es wäre ja auch ein Wunder, wenn er seinen Signatursound vor der Studiotür gelassen hätte.

 

Steve Howe spielt elektrische, akustische sowie Steel-Gitarre, Keyboards, Percussion und Bassgitarre. Mit der Instrumentalnummer „Fulcrum“ startet Howe dann auch filigran in „Love Is“. Für Feinschmecker ist das die hohe Musikkunst. Es fehlt allerdings etwas und spätestens mit „See Me Through“ wird auch klar, dass dieser formvollendete, wunderbare Harmoniegesang dem Album erst die richtige Würze verleiht. Die Gitarre singt bei „See Me Through“ sehr schön. Hier geht Howe eindeutig in eine progressive Richtung. „Sound Picture“ ist dann endgültig komplett dort angekommen.

 

Die überragenden Songs sind aber jene mit Gesang. „It Ain’t Easy“ strahlt dabei noch eine Positivität aus, die durchaus zu begeistern weiß. „Pause For Thought“ kommt sphärisch angeschwebt und sorgt dafür, dass man sich in fremde Welten träumen kann. „Imagination“ plätschert etwas ereignislos dahin. „The Headlands“ wäre mit Text und Gesang sicher noch eine Portion zwingender. Die Melodie setzt sich nämlich sofort in den Gehörgängen fest, es fehlt aber eben das i-Tüpfelchen. Das sehr progressive und auch überraschend aggressive „On The Balcony“ beendet das Album fulminant.

 

Fazit: Steve Howe hat mit seinem Soloalbum „Love Is“ ein Konzeptalbum aufgenommen. Das ist oftmals höchst ambitioniert und technisch anspruchsvoll und toll instrumentiert. Hin und wieder stellen sich aber auch ein paar Längen ein und dann vermisst man durchaus den Gesang, den es hier nur auf fünf Songs gibt. Alles in allem ist „Love Is“ ein solides Werk, welches Fans sicher ganz schnell in ihr Herz schließen werden.

 

https://stevehowe.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch