Paul Gilbert: Werewolves Of Portland

Paul Gilbert: Werewolves Of Portland

Mascot Label Group

VÖ: 04.06.2021

 

Wertung: 7,5/12

 

Paul Gilbert veröffentlicht nun bereits sein 16. Studioalbum. Eigentlich wollte er Anfang 2020 mit seinen Musikern ins gebuchte Studio gehen und mit den Aufnahmen beginnen. Wir alle wissen ja, was dann passierte. Eigentlich lässt sich Gilbert ja im Studio inspirieren, auch dies viel nun flach. Er saß also in seinem Heim und grübelte, wie er die Aufnahmen nun doch bewerkstelligen kann. Der Mann schwört ja auch auf eine Live-Atmosphäre. Paul Gilbert ist aber nicht nur ein erstklassiger Gitarrist, er kann auch Bass und Keyboards spielen und hinter der Schießbude hat er auch reichlich Spaß – er machte also kurzerhand alles alleine.

 

„Werewolves Of Portland“ ist nun das Ergebnis. Es ist natürlich ein reines Instrumentalalbum. Es dürfte somit umso überraschender sein, wie der Mann denn einen Song auf den Weg bringt. Er schreibt zu allen einen Text – die übrigens im Booklet abgedruckt sind – oder er singt! Er sagt selber dazu „Oft kann ich den Song beenden, ohne weitere Worte zu brauchen. Aber wenn ich nicht weiterkomme, bringen mich die Lyrics immer wieder in Schwung.“ Aufgenommen wurde im Opal Studio in Portland gemeinsam mit Co-Produzent und Engineer Kevin Hahn.

 

Hört man sich das Album an, dann hat man tatsächlich das Gefühl, dass die Gitarre teilweise komplett den Gesang ersetzt, wie beispielsweise in „My Goodness“. Anderes, wie der Titelsong „Werewolves Of Portland“, hat sogar ein paar Elemente des Prog-Rocks zu bieten. „Argument Of Pie“ hingegen fährt die komplette härtere, aber cleane Gitarren-Virtuosität auf. „Meaningful“ geht mitunter sogar als Ballade über die Ziellinie. „Problem-Solving-People“ ist zudem lässiger Hardrock, der ebenfalls durch die Gitarre singt.

 

Fazit: Der Gitarrist von Mr. Big hat mit „Werewolves Of Portland“ erneut ein Album für alle Gitarrenliebhaber aufgenommen. Er setzt das Instrument so ein, dass man den fehlenden Gesang überhaupt nicht vermisst. Natürlich artet das hin und wieder in sportliche Griffbrettwichserei aus, aber auf eine gute Art und Weise. Man hört, dass der Mann Spaß hatte, die Songs genau so einzuspielen!

 

http://www.paulgilbert.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch