Molly´s Peck: Hope You Don´t Mind

Molly´s Peck: Hope You Don´t Mind

Molly´s Peck  Records

VÖ: 05.06.2020

 

Wertung: 7,5/12

 

Molly´s Peck  sind Julia Selbherr (Deutschland) und Guilherme Castelhano (Brasilien). Die beiden veröffentlichen mit „Hope You Don´t Mind“ ihr zweites Album. Kurz ist es geworden. Mit gerade mal sieben Songs hat das fast schon EP-Charakter. Im Grunde ist das heutzutage ja sowieso egal, da das Albumformat anscheinend zu einer aussterbenden Gattung zählt und der Fokus jetzt wieder – wie es vor vielen Jahrzehnten ja auch schon der Fall war – auf einzelnen Songs liegt. Molly´s Peck setzt auf Qualität und nicht auf Quantität.

 

Man hört den sieben Tracks durchaus an, dass die beiden ausgebildete Musiker sind. Alles ist hier auf eine erschreckende Art und Weise perfekt. Nichts scheint dem Zufall überlassen, geschweige denn aus dem Bauch heraus zu passieren. Schludrigkeit ist ganz sicher nicht im Wortschatz des Pärchens zu finden. Jedenfalls nicht, wenn es sich um ihre Musik handelt. Die Mischung aus Soul, Blues und Jazz ist durchaus sehr gelungen. Dies manifestiert sich besonders im langsamen letzten Song „See You Tonight“. Die schönen Gitarrenlicks flankieren wunderbar den Gesang. Es darf auf den sechs Saiten auch gerne mal etwas forscher zur Sache gehen.

 

Bei „Hope You Don´t Mind“ hat der Soul noch die Oberhand und dann erinnert das an Duffy. „You Should Know“ hingegen lässt eher an Eric Clapton denken, der für ein Stück das Mikro einer Kollegin überlässt. „High“ schält sich ganz langsam aus seinem Kokon, um danach beim Jazz zu landen und mit „Ray Of Light“ sogar noch beim Folk vorbeizuschauen. Molly´s Peck können sich eben in allen Stilen der Populärmusik mit Leichtigkeit bewegen.

 

Fazit: „Hope You Don´t Mind“ ist der zweite Streich von Molly´s Peck. Selbiger ist etwas kurz geworden, aber mit einer Mischung aus Soul, Blues und Jazz durchaus gelungen. Man hört hier jedem Ton an, dass es sich hier um ausgebildete Musiker handelt. Man würde sich hin und wieder mehr Ecken und Kanten wünschen. Alles in allem ist das aber ein gelungenes Werk und wer sich in dieser Musikrichtung wohlfühlt, ist hier goldrichtig.

 

www.mollyspeckmusic.com                                  

 

Text: Torsten Schlimbach

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