Mandoki Soulmates: Utopia For Realists – Hungarian Pictures

Mandoki Soulmates: Utopia For Realists – Hungarian Pictures

Sony

VÖ: 24.09.2021

 

Wertung: 9,5/12

 

Es ist schon sehr erstaunlich, dass Leslie Mandoki eine höchst konservative und rückwärtsgerichtete Partei unterstützt. Hört man sich seine Musik an, dann ist das nämlich über alle Maßen aufgeschlossen, bunt und verrückt genug alle Ketten und Konventionen zu sprengen. Abgesehen davon hat er mit den Mandoki Soulmates ein tolles, offenes Kollektiv ins Leben gerufen. Darunter finden sich so verdiente Musiker wie Ian Anderson (Jethro Tull), John Helliwell (Supertramp), Chris Thompson (Manfred Mann’s EB), Bobby Kimball (Toto), Nick van Eede (Cutting Crew), Al Di Meola, Jesse Siebenberg (Supertramp), Cory Henry, Mike Stern, Randy Brecker, Bill Evans, Tony Carey, Richard Bona, Julia Mandoki, Till Brönner, David Clayton Thomas (Blood Sweat & Tears) oder Steve Bailey. Der verstorbene Jack Bruce wurde mit einigen Bassspuren aus Archivaufnahmen bei dem vorstehenden Projekt bedacht.

 

Dieses Projekt widmet sich dem 30. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin mit der ProgRock Suite „Hungarian Pictures“. Dies wurde filmisch festgehalten. Eine Dokumentation und ein Blick hinter die Kulissen runden das sehr schön ab. Das Album „Utopia For Realists“ ist quasi der Soundtrack der dazu. Hierbei handelt es sich um eine audiophile CD mit den originalen Studioaufnahmen.

 

Was man hier zu hören bekommt, ist schon sehr herausfordernd. Musik, für die Seele, aber eben auch für den Kopf und den Geist. „Sessions For The Village“ spricht dabei sogar das Herz an und zwischen den ganzen jazzigen Passagen und den vielen Versatzstücken der Weltmusik bleibt sehr viel Schönheit über, die berührt. Im krassen Gegensatz dazu steht da beispielsweise das wahnwitzige „Barbaro“. Hier werden einem die Gehirnwindungen neu justiert. Jazz und Progrock werden auf eine ganz neue Stufe gehoben. Das dreht völlig frei. Großartig!

 

Musikalisch ist das sowieso über jeden Zweifel erhaben. Egal ob „Utopia For Realists“ oder „The Torch“, die Instrumentierung ist formidabel. Auch gesanglich sorgt das für so manche Gänsehaut. Mandoki selber thront hinter den Drums, leiht der ganzen Geschichte hin und wieder aber auch seine Stimme und ist der Mastermind, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

 

Fazit: „Utopia For Realists – Hungarian Pictures“ hat derart viele tolle Musiker und Solisten zu bieten, dass einem schwindelig werden kann. Die Mandoki Soulmates haben hier zwischen Jazz und Prog, zwischen Weltmusik und Pop etwas ganz Tolles erschaffen. Das spricht den Geist ebenso an, wie das Herz und die Seele.

 

https://mandoki-soulmates.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

 

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch