Liquid Steel: Mountains Of Madness

Liquid Steel: Mountains Of Madness

Metalizer Records/Plastic Head

VÖ: 21.05.2021

 

Wertung: 5,5/12

 

Der Albumtitel des neuen Liquid Steel Albums lässt keine Zweifel aufkommen, dass die Tiroler an H.P. Lovecraft einen kleinen Narren gefressen haben. Fünf Jahre musste man nun auf „Mountains Of Madness“ warten. Die Aufnahmen für die neue Langrille starteten bereits 2019. Als Produzent konnte abermals Jay Hundert gewonnen werden. Mix und Mastering übernahm er gleich mit. Herausgekommen sind zehn Tracks, die nun wieder alle Fans und Liebhaber des klassischen Heavy Metal begeistern werden.

 

Mit „Traveller In Time“ geht es fast schon auf sicherem Terrain in das Album hinein. Der geneigte Hörer soll sich direkt wohlfühlen. Der Gesang wirkt hier etwas schwach auf der Brust und seltsamerweise auch etwas windschief und da wird auch nicht jeder Ton getroffen. Beim dritten Song „Heavy Metal Fire“ geht es in die andere Richtung und es wird gesanglich in Richtung Helloween geschielt. Passt. Der zweite Song „Vicitim Of Night“ klingt übrigens wie aus den 80ern entsprungen.

 

Was haben wir noch? Den Titeltrack „Mountains Of Madnes“, welcher noch ein paar Fantasy-Elemente in den Sound einflechtet. Die Produktion ist allerdings etwas dünn und zeitweise hat das fast schon Demo-Charakter. Der Gesang klingt abermals zu angestrengt und leider auch schief. Seltsam, dass man das bei einer Studioproduktion so belassen hat. „Phoenix“ fängt wie ein Mittelaltersong an, landet aber schnell wieder beim cleanen Heavy Metal. In „Alpine Warrior“ wird übrigens sehr schön die Geschichte der 5000 Jahre alten Mumie Ötzi erzählt. Ein ordentliches Brett ist anschließend „On The Run“. Die Band lässt ihrem spielerischen Können freien Lauf. Judas Priest kommt einem da als Referenz in den Sinn.

 

„City Lights“ ist eine persönliche Nummer und musikalisch sehr stringent. „Nothing To Lose“ rockt straight durch den Heavy Metal-Gemüsegarten. „Thunder And Lightning“ befasst sich thematisch mit den Kreuzzügen. Der Text basiert wohl auf realen Einträgen von Kreuzrittern, die nach Jerusalem ritten. Musikalisch wird hier die ganze Klaviatur des 80ies Heavy Metal gespielt.

 

Fazit: Mit „Mountains Of Madness“ bleiben sich Liquid Steel treu und frönen dem waschechten Heavy Metal mit 80er-Prägung. Die Kiste mit den ganzen bekannten Zutaten wird da geöffnet. Die Produktion ist etwas dünn und der Gesang hin und wieder seltsam windschief. Fans des klassischen Heavy Metal sollten aber mal ein Ohr riskieren.

 

https://liquidsteel.at/

 

Text: Torsten Schlimbach

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