Kris Barras Band: Death Valley Paradise

Kris Barras Band: Death Valley Paradise

Mascot Records

VÖ: 04.03.2022

 

Wertung: 7/12

 

Die Kris Barras Band hat sich mit drei Alben im Rücken eine treue Anhängerschaft aufgebaut. Die Stadt Devon ist ja eigentlich nicht als der Fixpunkt von Rockmusik mit amerikanischer Prägung bekannt. Kris Barras Band tritt da auch mit dem neuen Album „Death Valley Paradise“ mal wieder den Gegenbeweis an. Nicht umsonst waren sie mit Black Stone Cherry auf gemeinsamer Tour. Diese Kombination macht ja nun wirklich sehr viel Sinn. Die neuen elf Songs unterstreichen dies auch noch mal sehr eindrucksvoll.

 

„Death Valley Paradise“ klingt sehr modern und ist somit ganz klar im Jahr 2022 verankert. Trotzdem werden hier alle Zutaten, welche die Rockmusik die letzten Dekaden bestimmt haben, durchkonjungiert. Das Rad wird dabei auch nicht neu erfunden und oftmals hat man das Gefühl, dass man die Songs allesamt schon kennt. Die große Lehre der Rockmusik wurde beachtet und alles ist dabei. „Who Needs Enemies“ ist da dafür ein Paradebeispiel. Der Refrain setzt sich schnell im Ohr fest, natürlich ist das Ding eine verdammte Hymne und ein Gitarrensolo gibt es auch noch dazu.

 

Schon die Albumeröffnung und Single „Dead Horses“ hat das komplette Rockbesteck ausgepackt. In Teilen erinnert das ein bisschen an Bon Jovi. Selbst an die berühmt und berüchtigten Lalala-Chöre hat man sich in „My Parade“ heran getraut. Das macht ja heute keiner mehr. Aus Gründen. „These Voices“ kommt da schon besser auf den Punkt. Natürlich ist auch diese melancholisch angehauchte Nummer eine Hymne. „Devil You Know“ klingt so, wie es der Titel vermuten lässt. Bei der Kris Barras Band ist wenigstens alles schön geordnet und vorhersehbar. Auch die Ballade „Wake Me When It´s Over“. Maroon 5 würden das vermutlich ähnlich angehen.

 

„Hostage“ bollert dann recht ereignislos dahin. „Cigarettes And Gasoline“ ist spannend. Druck und nochmals Druck. Schöner Bass. Dies ist die Art moderne Rockmusik, wie sie Royal Blood auch im Repertoire haben. „Bury Me“ klingt luftig und entschlackt und mit dem Rausschmeißer „Chaos“ wird noch mal ein Song mit allem Zipp und allem Zapp rausgeballert.

 

Fazit: „Death Valley Paradise“ ist kein Album, welches auf große Neuerungen setzt. Die moderne Produktion tut den Songs, die nach Schema F des großen Rocklexikon-Setzkasten zusammengebaut wurden, ganz gut. Wer auf Hymnen und große Gesten abfährt, sollte das Album unbedingt mal antesten! Fans dürften auch wieder voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!

 

https://www.krisbarrasband.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

 

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