Jake Shimabukuro: Jake & Friends

Jake Shimabukuro: Jake & Friends

Mascot Label Group/Rough Trade

VÖ: 12.11.2021

 

Wertung: 8,5/12

 

Jake Shimabukuro ist als Ukulele-Spieler auf der Musiklandkarte durchaus ein Begriff. Er hat auf der Ukulele schon so ziemlich jedes Genre gespielt – von Jazz bis Klassik. Der Mann wurde schnell vom lokalen Phänomen zum YouTube-Star und spielte dann auch folgerichtig in großen Konzerthäusern und Sälen. Für ein neues Album schwebten ihm zwei bis drei Gäste vor. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Jetzt heißt das ambitionierte Werk „Jake & Friends“.

 

Willie Nelson war der erste Künstler, der sich bei Jake meldete und zusagte. Er wählte dazu „Stardust“ aus. Was auch sonst? Es ist ja hinlänglich bekannt, dass Shimabukuro ein besonderes Faible für die Beatles hat. Auf „Jake & Friends“ covert er gleich drei ihrer Stücke. Sagen wir es mal so: die Beatles zu covern ist immer problematisch und das sollte man eigentlich nicht machen. Das Original der Fab Four ist immer perfekter. „All You Need Is Love“ mit Ziggy Marley ist dann auch eher nicht ganz so gut.  „Something“ mit Vince Gill und Amy Grant ganz nett und „A Day In The Life“ mit Jon Anderson immerhin verspielt und psychedelisch.

 

Was gibt es noch? Natürlich die Albumeröffnung „A Place In The Sun“ mit Jack Johnson und Paula Fuga. Jack Johnson war sowieso eine naheliegende Zusammenarbeit und so klingt das Stück wie eben eine Nummer mit Jack Johnson so klingt. Ganz stark ist der Instrumentaltrack „Sonny Day Ahead“ mit Sonny Landreth. Acht Minuten die Augen schließen und Ukulele und Gitarre lauschen. Kenny Loggins hat „Why Not“ geschrieben. Eine fluffig und lässige Nummer, die unweigerlich gute Laune verbreitet. „Smokin´ String“ ist herzzerreißend schön und nach hinten raus wird es sogar noch wild.

 

Es gibt auch entspannte Songs wie beispielsweise „Find Yourself“ im angedeuteten Reggae-Gewand oder „Come Monday“, die ganz nett sind, aber auch etwas langweilig und bieder wirken. „On The Road To Freedom“ mit Warren Haynes ist natürlich ein ziemliches Brett. Der Track ist sensationell gut aufgebaut und rockt auf seine bluesige Art alles nieder. Das schon erwähnte „Stardust“ ist immer wieder wunderschön und auch Bette Midler singt ihr „The Rose“ erneut sensationell.

 

Fazit: Viele Gäste verderben nicht den Brei, sondern werten selbigen nach der einen oder anderen langweiligeren Passage eher auf. Jake Shimabukuro hat sich für sein Album „Jake & Friends“ viele Gäste eingeladen. Herausgekommen ist ein vielseitiges Album, welches so manche rührende Nummer zu bieten hat. Musikalisch ist das aber auch an der einen oder anderen Stelle herausragend. Macht Spaß!

 

https://jakeshimabukuro.com

 

Text: Torsten Schlimbach

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