Heavy Water: Red Brick City

Heavy Water: Red Brick City

Silver Lining Music

VÖ: 23.07.2019

 

Wertung: 10/12

Tipp!

 

Wenn der Vater mit dem Sohne! Und wenn dann auch noch eine Pandemie das Leben auf diesem Planeten in Teilen komplett auf den Kopf stellt, dann kann bei Künstlern und einer intakten Familienbeziehung vielleicht sogar etwas Wundervolles entstehen. Biff Byford hat die Zeit jedenfalls mit seinem Sohn Seb genutzt und gemeinsam ein Album aufgenommen. Biff hat dazu noch Bass gespielt, Seb Gitarre. Die Schlagzeugparts hat Tom Witts eingeklöppelt. Dave Kemp hat Keyboards und Saxophon übernommen. Es ist aber im Grunde eine Duo-Platte von Vater und Sohn. Seb hat das Album mit Biff produziert, gemastert wurde es von Jacky Lehmann. Die beiden gaben sich den Namen Heavy Water und die Platte hört auf den Namen „Red Brick City“.

 

Das Album ist in jeglicher Hinsicht ein Brett. Warum das Ding so verdammt gut ist, kann man nur mutmaßen. Vielleicht liegt es wirklich an dieser besonderen Konstellation. Vielleicht liegt es auch einfach auch nur daran, dass hier völlig ohne Druck oder Erwartungshaltungen im Nacken, Songs geschrieben und aufgenommen wurden, die zunächst in erster Linie der Familie Byford Spaß bereitet haben. Es ist auch sehr schön zu hören, dass der gute Biff seinen Sohn einfach hat machen lassen und nicht den großen Schlauberger hat raushängen lassen. Die Songs kriegen so nämlich einen sehr modernen Touch und zwar ohne sich dabei irgendwo anzubiedern.

 

Schon der knochentrockene Auftakt mit „Solution“ lässt einen staunend näher an die Boxen rücken. Zwischen Wüste und Black Sabbath ist das ein perfekter Auftakt. Seb Byford singt sich bei „Turn To Black“ die Seele aus dem Leib. Die Nummer schält sich in den Strophen düster aus seiner harten Schale. Wer dabei an die Deftones denkt, liegt sicher nicht ganz verkehrt. „Red Brick City“, der Song, ist ein weiteres, geniales Brett. Der Gesang zwischen Vater und Sohn ergänzt sich immer hervorragend. Seb liefert hier auch ganz lässig eine Glanzleistung ab. „Tree In The Wind“ fängt wie eine U2-Nummer hat, entpuppt sich dann als Ballade, die durchaus kitschig ist. Dürfte den beiden während des Lockdowns vielleicht ganz gutgetan haben.

 

„Revolution“ entpuppt sich anschließend als der härteste Song des Albums. Ordentlich Alarm gibt es da auf die Ohren. „Personal Issue No. 1“ ist ein sauberes Indiestück mit knochentrockener Musik. Der Gesang – und nicht nur der – erinnert sogar an die Manic Street Preachers. „Medicine Man“ ist sogar fest im Blues verankert. Abermals muss man den Gesang der beiden Protagonisten hervorherben. Ist das geil, oder ist das geil? „Follow This Moment“ dengelt zunächst lässig mit Gitarre und Bass herum. Moment mal! Ist das Psychedelica? Oder die Beach Boys? Ein Saxophon? Echt? Sensationeller Song! „Now I´m Home“ bleibt in ähnlichen Gefilden hängen, ist aber der erste Track, der nicht diesen Aha-Effekt hat. Den gibt es aber wieder beim krönenden Abschluss „Faith“. Ist das Blues? Funk? Egal, ein sensationeller Groove und ein noch aufregender Gesang von Seb. Letztlich ist das erdiger und ehrlicher Rock!

 

Fazit: „Red Brick City“ ist ein tolles Album. Die Zutaten sind Blues, Psychedelica, Indie, Rock und natürlich auch Heavy Metal. Es ist ein modernes, erdiges und ehrliches Album. Herausragend ist der Gesang der Herren Byford. Es macht Spaß diese Songs zu hören. Vater und Sohn haben den Lockdown für diesen wundervollen Spaß hier sehr sinnvoll genutzt. Daumen hoch!

 

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