Gabrielle Aplin: Phosphorescent

Gabrielle Aplin: Phosphorescent

‎Never Fade/Membran

VÖ: 06.01.2023

 

Wertung: 8,5/12

 

Gabrielle Aplin veröffentlicht mit „Phosphorescent“ ihr viertes Album. Nach dem großen Erfolg des Vorgängers „Dear Happy“ mit immerhin 200 Millionen Streams, sind die Erwartungen für das Album des noch jungen Jahres 2023 entsprechend groß. Von ihrer ersten EP und den zarten Anfängen ihrer Karriere auf YouTube bis zu „Phosphorescent“ war es vielleicht gar kein so weiter Weg, aber die Entwicklung der Dame ist schon beachtlich.

 

Manches auf dem Album erinnert an den Weg, den auch Taylor Swift eingeschlagen hat. Eine Nummer wie „Never Be The Same“ ist noch mit einer starken Affinität für Popmusik ausgestattet. Unter der knallbunten Oberfläche schlummert aber so viel mehr. „Good Enough“ erinnert dann aber nicht nur stimmlich an Taylor Swift und „Folklore“ oder „Evermore“. Gabrielle Aplin braucht sich hinter einem der größten Stars auf dem Musikplaneten nun wahrlich nicht zu verstecken. Folk und Pop geben sich da die Hand. Klavier und Akustigitarre und ein dezenter Rhythmus verstehen es zu begeistern.

 

„Anyway“ bringt den fröhlichen Pop zurück und ist auf seine Art großartig. Aplin hat eine tolle Erzählstruktur. „Wish I Didn´t Press Send“ ist wieder eine wundervolle Mischung und könnte mit Singer/Songwriterpop umschrieben werden. „Take It Easy“ ist netter Pop mit einem Schuss Melancholie. „Don´t Know What I Want“ ist feinster Folk – dominiert von Stimme und Akustikgitarre. Egal ob das wundervolle „Half In Half“ oder das verhuschte „Mariana Trench“, es bleibt bis zum Abschluss mit „Don´t Say“, übrigens ein weiterer knalliger Popsong, ein richtig gutes Album.

 

Fazit: „Phosphorescent“ ist ein richtig gutes Album und zwischen Pop, Folk und Singer/Songwriter zu finden. Gabrielle Aplin hat einen ähnlichen Weg wie Taylor Swift eingeschlagen. Nein, sie kupfert nicht ab und kopiert auch nicht, diese Einordnung soll lediglich als Orientierung dienen. Künstlerinnen liefern im Musikgeschäft momentan die wesentlich spannenderen Pop-Projekt ab, da haben die männlichen Kollegen eindeutig das nachsehen!

 

https://www.gabrielleaplin.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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