Fadhilee Itulya: Kwetu

Fadhilee Itulya: Kwetu

Naxos Rights

VÖ: 08.05.2020

 

Wertung: 8/12

 

Fadhilee Itulya bringt mit „Kwetu“ sein Debüt-Album heraus. Der Kenianer wuchs in Nairobi auf und macht schon seit vielen Jahren Musik. Seine Mutter brachte ihm drei Akkorde auf der Gitarre bei und seitdem ist er dem Instrument quasi verfallen. Er schlug sich als Bauarbeiter durch, unterrichtete aber auch die Kinder in den Slums in Musik. Er studierte schließlich an der Universität in Nairobi, gab privat aber weiter Gitarrenunterricht. Jetzt also „Kwetu“ (Heimat auf Swahili), ein Album, welches durchaus auch in unseren Breitengraden funktionieren kann.

 

Die Songs strahlen eine Leichtigkeit aus, die der Musik aus Europa mittlerweile abgeht. „Afrika“ öffnet die Tür in die musikalische Welt von Fadhilee Itulya. Tanzbare Nummer, die sich aber auch auf eine sehr angenehme Art und Weise zurücknimmt. „Kwetu“ ist sowieso kein lautes Album. Die musikalischen Zwischentöne sind auch mal nachdenklich oder melancholisch ausgefallen. „Mama“ überzeugt dabei mit einem fein akzentuierten Gitarrenspiel.

 

„Zion“ lässt ganz dezent ein paar Reggae-Elemente einfließen. Die Leichtigkeit von „Flora“ nimmt den Zuhörer mit auf eine wunderbare Reise, die einen in den knapp sieben Minuten den ganzen Mist da draußen mal vergessen lässt. „Shombo“ und ganz besonders „Tabasam“ sind mit sehr viel Groove ausgestattet, sodass es die pure Freude ist. Letztgenannte Nummer geht schon in Richtung Funk. Das macht Laune!

 

„Mukamulala Shimbuya“ ist der traditionellen Musik seiner Heimat verpflichtet. Mit dem ruhigen Titelstück „Kwetu“ biegt der Mann so langsam auf die Zielgerade ein. „Freedom“ nimmt mehrere musikalische Wendungen und landet schließlich bei der Dance Music. „Nairobi“ beleuchtet die schönen, aber auch die Schattenseiten von der Stadt, in der er aufgewachsen ist. „We Don´t Know“ plätschert so dahin, bevor die traditionellen Klänge von „Bandu Milembe“ dieses Debüt beenden.

 

Fazit: Fadhilee Itulya hat mit „Kwetu“ ein tolles Debüt aufgenommen. Die Songs sind zwischen Folk, Funk und Pop mit traditionellen Klängen der afrikanischen Musik angereichert. Die Mischung ist extrem spannend. Die Songs sind teilweise von einer Leichtigkeit durchzogen, die sehr wohltuend ist. Dann wiederum gibt es die melancholischen Zwischentöne, die einen als Zuhörer zum Nachdenken bringen. „Kwetu“ ist ein Werk voller Emotionen und löst selbige aus.

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch