Dumpstaphunk: Where Do We Go From Here

Dumpstaphunk: Where Do We Go From Here

Mascot Label Group/The Funk Garage

VÖ:  23.04.2021

 

Wertung: 9/12

 

Es war lange ruhig um Dumpstaphunk. Sieben lange Jahre musste man warten, bis es nun endlich neue Musik von der Band gibt. Dumpstaphunk setzen New Orleans ein weiteres musikalisches Denkmal. „Where Do We Go From Here“ hat elf Songs zu bieten, die kaum Fanwünsche offenlassen dürften. Ein starkes musikalisches Statement, welches zwar nicht irgendwelchen Trends nachrennt, aber ungemein Pfeffer im Hintern hat und in höchstem Maße durch Musikalität, handwerkliches Können, Herz und Seele auffällt.

 

Mit „Unites Nation Stomp“ gibt es zu Beginn ein ordentliches Brett zu hören! Was bitteschön ist denn das? Rock? Funk? Blues? Wenn man das Wörtchen Crossover bemüht, wird das dem Gehörten nicht ganz gerecht. Das groovt, das rockt, das macht einfach Spaß. Schlagzeug und Bass sind sensationell, die Gitarre hat ein Sololauf sondergleichen zu bieten und dann ist da noch der Gesang, der fast an Gospel erinnert. Sensationeller Einstieg. Der Song steht allerdings auch ein bisschen alleine auf weiter Flur, denn das war es im Großen und Ganzen fast schon mit dem Rock.

 

„Make It After All“ ist eine saubere Mischung aus Funk und Jazz. Prince würde das vermutlich gefallen. „Backwash“ groovt sich entspannt in den R&B- und Funkhimmel. Man sollte allerdings ein Faible für reine Instrumentalstücke haben, denn sonst wird das hier schnell langatmig. „Let´s Get At It“ besticht im Anschluss aber wieder durch vielfältigen – auch gerne mal mehrstimmigen -  Gesang. Der Titelsong „Where Do We Go From Here“ gefällt durch die feine Bläsersektion. Der Track nimmt sich mit mehr als acht Minuten Spielzeit sehr viel Zeit und hat die ganze New Orleans Klaviatur aufgefahren.

 

„Itchy Boo“ ist der nächste waschechte Instrumentalsong. Das Gewand ist recht lässig und der Bass sticht dabei heraus. „In Time“ kommt abermals funky daher, ist aber unter dem Strich – bis auf den kraftvollen Gesang – recht ereignislos. „Do You“ bleibt in diesem Fahrwasser hängen. „Dumpstamental“ ist die dritte reine Instrumentalnummer. „Sounds“ ist noch mal großartig und klingt, als hätte Living Color einen neuen Song am Start. Mit „Justice 2020“ wird es politisch und jetzt halten auch ein paar Rap-Elemente Einzug in den Sound. Musikalisch und textlich ein dickes Ausrufezeichen zum Ende des Albums.

 

Fazit: „Where Do We Go From Here“ ist ein gutes bis sehr gutes Album. Rock, Funk, Jazz und R&B haben schon lange nicht mehr so frisch geklungen. Ein paar klitzekleine Längen fallen da fast nicht weiter auf. Unter dem Strich macht das aber richtig viel Spaß und eine Menge Können, aber auch Herz und Seele, steckt in den Songs!

 

https://dumpstaphunk.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch