Dotan: Satellites

Dotan: Satellites

Electric Records

VÖ: 28.05.2021

 

Wertung: 8/12

 

Der Niederländer Dotan hat mit seinem Debütalbum in seiner Heimat für Furore gesorgt. „7 Layers“ ist das meistverkaufte niederländische Album aller Zeiten. Die Fangemeinde wuchs aber auch stetig im Ausland. Es wurde in der Folgezeit nicht ruhiger um Dotan und der Mann veröffentlichte einige Singles, die von Polen bis Mexiko große Beachtung fanden. Die Zeit bis zum Zweitlingswerk musste ja irgendwie überbrückt werden. Selbiges wird nun mit „Satellites“ nach sieben Jahren veröffentlicht. Die elf Songs werden die Fans begeistern und es kommen sicher auch noch neue hinzu, die bisher Dotan noch nicht auf dem Schirm hatten.

 

„Satellites“ ist ein Popalbum unserer Zeit, aber es kann durch den einen oder anderen Kniff durchaus auch Menschen abholen, die damit sonst nicht sonderlich viel anfangen können. Es schwebt oftmals eine große Melancholie über der Szenerie. Der Albumeinstieg „No Words“ umschmeichelt dabei die Gehörgänge, schafft es aber auch einen ganz tief innen anzusprechen. Dezent erhebt sich das Stück ab und an auf die Tanzfläche. Klavierklänge leiten „Mercy“ ein, bevor sich die Nummer zum perfekten Popsong aufschwingt.

 

Anderes, wie der Titeltrack „Satellites“, erinnert an eine Mischung aus Gotye und OWL City. „Numb“ ist ebenfalls moderne Popmusik, die gut ins Jahr 2021 passt. „Mexico“ schlägt die leisen Töne an. Die dezente Musik passt hervorragend zu dem leisen Gesangsvortrag. „Bleeding“ ist fast schon unter Singer/Songwriter zu verbuchen, während „Letting Go“ oder „There Will Be Away“ so ein bisschen Imagine Dragons-Feeling verbreiten. Im Grunde ist das aber eher ein Album um zuzuhören. „Used To Know“ kommt ebenfalls auf leisen Sohlen daher. „I Will Follow“ träufelt noch mal die ganz große Pop-Melancholie über den Zuhörer, bevor „With You“ das Album dezent und nachdenklich ausklingen lässt.

 

Fazit: Dotan hat sich für sein Zweitlingswerk sehr viel Zeit genommen. Das Warten dürfte sich für die Fans gelohnt haben. Er hat gefühlvolle Popsongs aufgenommen, die hin und wieder ausbrechen, größtenteils aber nachdenklich und melancholisch anmuten. Damit kann er seine Anhängerschaft sicher sogar noch ein bisschen vergrößern.

 

https://www.dotanmusic.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch