Culcha Candela: Besteste

Culcha Candela: Besteste

Culcha Sound/Sony

VÖ: 13.12.2019

 

Braucht es tatsächlich eine Zusammenstellung von Culcha Candela? Die letzte dieser Art wurde immerhin in Jahre 2010 veröffentlicht und seitdem hat die Band ja jetzt auch nicht gerade jährlich ein neues Werk rausgehauen. Nun denn, es waren immerhin drei Alben an der Zahl und daraus wurde nun natürlich auch die eine oder andere Nummer auf „Besteste“ untergebracht. Die Doppel-CD flankiert im Grunde die gleichnamige Tour Ende Februar 2020 und da ja nun Weihnachten vor der Tür steht, wurde die Sause eben noch auf der Zielgeraden 2019 auf den Gabentisch gelegt.

 

Immerhin gibt es auf „Besteste“ sechs exklusive Tracks. Dies unterscheidet die beiden „Best Of“ dann auch voneinander, denn das war in der ersten Runde noch nicht der Fall. „Schöne Neue Welt“ ragt dabei textlich wie auch musikalisch heraus. Ska und Reggae steht Culcha Candela eben immer gut. Leider hat die Band auch immer wieder Songs im Gepäck, die man getrost unter Ballermann-Geboller einsortieren kann. „Von allein“ und „Wann Dann?!?“ fallen in diese Kategorie. „Dinero“ ist auch nicht weit davon entfernt. Der ebenfalls enthaltene Remix lässt daran dann endgültig keine Zweifel mehr aufkommen.

 

Ansonsten kennt man die Songs natürlich aus dem Radio. „Hamma!“ lief einst hoch und runter. Das gilt auch für „Monsta“ jenen Autotune-Proto-Track. Und ja, auch „Berlin City Girl“ hat noch jeder in Erinnerung. Wie sagt man so schön? Von 8 bis 88 ist für jeden etwas dabei. Reggae, Dancehall, Electronica und Dubstep decken durchaus ein großes Spektrum ab und machen Culcha Candela zu einer der vielseitigsten Kapellen des Landes. Ist ja auch was.

 

Fazit „Besteste“ darf man durchaus als repräsentativ für die Musik von Culcha Candela bezeichnen. Die komplette musikalische Bandbreite kommt hier zum Vorschein und selbstverständlich sind die bekannten Hits auf dieser Zusammenstellung vertreten. Die neuen Songs sind in Ordnung, aber mehr auch nicht. Das ist bei derartigen Veröffentlichungen aber ja eigentlich sowieso  an der Tagesordnung. Warum es jetzt unbedingt zwei CDs, die jeweils weit unter einer Spielzeit von 40 Minuten bleiben, sein mussten und man die Songs nicht auf einer CD unterbringen konnte, bleibt wohl ein Geheimnis.

 

http://culchacandela.de/

 

Text: Torsten Schlimbach

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