Chick Corea: The Montreux Years

Chick Corea: The Montreux Years

BMG

VÖ: 23.09.2022

 

Wertung: 9/12

 

Die „The Montreux Years“-Reihe geht in die nächste Runde und hat mit Chick Corea eine weitere Ikone des Genres zu bieten. Der herausragende Jazz-Pianist hat zwischen 1981 und 2010 bei dem Festival immer wieder weltklasse Leistungen präsentiert. Er trat zudem in 23 verschiedenen Line-Ups auf. Das Material wurde nun mit allergrößter Sorgfalt restauriert und bearbeitet. Die Klangqualität ist äußerst bemerkenswert.

 

Chick Corea konnte in seiner beeindruckenden 5 Dekaden währenden Karriere 65(!) Grammy-Nominierungen einheimsen. Es gibt nicht viele Künstler, die das von sich behaupten können. Die hier neun versammelten Stücke dürften eine eindrucksvolle Erklärung dafür sein. Man sollte sehr dankbar sein, dass diese beeindruckenden Mitschnitte in dieser Klangqualität vorliegen. Schon der Auftakt mit „Fingerprints“ aus dem Jahr 2001 ist dahingehend ja eine Offenbarung. Spielerisch ist das ebenfalls höchst beeindruckend! Selten kriegt man Feingefühl, aber auch Geschwindigkeit mit derart viel Herz geboten.

 

„Bud Powell“ und besonders „Quartet No. 2 (Pt. 1)“ zeigen wie virtuos der Jazz-Pianist stets zu Werke ging. „Who’s Inside the Piano“ fragt er. Die Antwort gibt er ja im Grunde selber. „Trinkle Tinkle“ vom „Piano Improvisations Vol. 2”-Album aus dem Jahr 1972 ist ein weiterer Höhepunkt, der nichts an Faszination eingebüßt hat und 1981 völlig entfesselt dargeboten wurde.

 

Fazit: Mit Chick Corea wird ein ganz Großer in der „The Montreux Years“- Reihe geehrt. Der Mann sorgte in Jazz-Kreisen stets für Verzückung und elektrisierte die Fans. Klanglich ist das hier eine echte Offenbarung. Abermals zeigt sich, dass das Festival extrem tolle Musik zu bieten hatte. Gut, dass dies für die Nachwelt festgehalten und nun zugänglich gemacht wurde und wird!

 

https://chickcorea.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

 

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch