Bars & Melody: Sad Boi

Bars & Melody: Sad Boi

Better Now Records/Universal Music

VÖ: 27.03.2020

 

Wertung: 6/12

 

Das UK-Duo Bars & Melody veröffentlicht mit „Sad Boi“ ein Album, auf welches das junge Zielpublikum gewartet hat. Die einschlägigen Kanäle der beiden haben Millionen Follower und somit ist die Reichweite entsprechend groß! Die zwölf Tacks des regulären Albums sind dann auch von den üblichen Verdächtigen geschrieben worden. Die beiden waren zwar beteiligt, aber letztlich wurde den jungen Herren ein Sound auf den Leib gezimmert, der dann auch zum Rest im Radio passt. Passen muss.

 

Der urbane Sound von „Sad Boi“ hat bestimmt seine Berechtigung und vermutlich holt das auch eine ganze Menge junger Leute ab. Der lässige Style von „Restart“ trifft bestimmt den Nerv vieler. Ob im Jahr 2020 immer noch Autotune sein muss? Egal, wurde hier jedenfalls mal wieder angewendet. Der Auftakt mit „Ain´t Got You“ eröffnet das Album, als würde man ein neues Werk der Backstreet Boys in den Händen halten. So geht es dann auch weiter und „Invisible“ geht in eine ähnliche Richtung – trotz „gerappter“ Strophen.

 

„Sad Boi“ – der Titelsong – hat dann quasi alle Zutaten, die man aktuell in verschiedenen Popsongs aus dem Radio hören kann. Was ist mit Balladen? Kommt! „I Can´t Wait“ bedient dann auch diese Sparte. Es wurde an alles gedacht. Auch an Sounds, die ein Urlaubsflair suggerieren sollen – nachzuhören bei „Fuego“. „Teenager Romance“ ist dann für die Jugendzimmer perfektioniert. Da dürfen dann auch ein paar Tränchen kullern. „Lighthouse“ fängt wie eine Ed Sheeran-Nummer an, geht dann aber schnell wieder zurück auf den Weg, den Bars & Melody mit dem Album bisher eingeschlagen hatten. Das sind urbane Sounds von der Stange mit hohem Wiedererkennungswert.

 

Fazit: Bars & Melody veröffentlichen mit „Sad Boi“ mal wieder ein Album. Rapper Leondre "Bars" Devries und Sänger Charlie "Melody" Lenehan bleiben sich dabei treu und haben Songs aufgenommen, die man sich von Teilnehmern von „Britain's Got Talent“ – die beiden belegten 2014 den dritten Platz – genauso vorstellt. Die Songschreiber, die dem Duo unter die Arme griffen, haben an alles gedacht und somit ist hier für die junge Zielgruppe einiges dabei.

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch