Autumn Bride: Undying

Autumn Bride: Undying

Stamping Ground Rec./Preiser Records

VÖ: 30.04.2021

 

Wertung: 7/12

 

Was einst im Jahre 2016 als reines Spaßprojekt begann, wird nun doch mit professionellem Eifer verfolgt. Die Rede ist natürlich von der Band Autumn Bride. Sängerin Suzy ist ja eigentlich in einer Iron Maiden Coverband beheimatet. Zusammen mit den drei Jungs Alex, Max und Ben hat sie angefangen die Kapelle Autumn Bride doch mit sportlichem Ehrgeiz zu betreiben und ein Album aufzunehmen. Das Ergebnis ist „Undying“ und dürfte Anhänger des Symphonic Metal erfreuen.

 

Es ist noch kein Ton gesungen worden, da ist mit den ersten Klängen von „The Path“ schon ziemlich schnell klar, wohin die Reise hier geht. Sobald der Gesang einsetzt, bleiben keine Fragen mehr offen und es kommen einem ganz schnell Nightwish oder Evanescence in den Sinn. Damit könnte man jetzt schon Enden, denn dieses Feld wird auch nicht mehr verlassen – mal sanfter und mal härter. „Fear And Devotion“ vereint diese beiden Pole wunderbar. „Moonlit Waters“ geht gesanglich dann noch in eine Klassik-Richtung mit leichtem Musical-Einschlag.

 

Dramatisch wird es bei „Shadows“ bevor die Ballade „Monsters“ ganz tief in die Schmalzkiste greift. Wie zu erwarten werden anschließend mit „Ravenqueen“ ein paar härtere Klänge angeschlagen. Nach dem okayen „Guardian Angels“ folgt mit „Undying“ der vielleicht beste Song des Albums. Da ist alles drin, was Anhänger des Symphonic Metal schätzen. Die gesanglichen Höhen bei „All Of The Lights“ sind sicherlich nicht für alle Ohren eine Wohltat. Selbige werden mit „Forelsket“ auch nicht zur Gänze verlassen. Musikalisch ist das allerdings ein netter Ausklang.

 

Fazit: „Undying“ fügt dem Genre Symphonic Metal sicher keine neuen Zutaten hinzu. Fans sollten das Album aber mal antesten. Es ist alles drin, was Anhänger dieser Spielart lieben: Dramaturgie, ein Hang zum Theatralischen, sinfonische Ausarbeitungen, Klassik und Metal. Alles in allem ein solides Album und wenn man bedenkt, dass dies als Spaßprojekt angefangen hat, dann stecken da jetzt doch größere Ambitionen dahinter. 

 

https://www.autumn-bride.com/

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch