Area21: Greatest Hits Volume 1

Area21: Greatest Hits Volume 1

Universal

VÖ: 12.11.2021

 

Wertung: 6,5/12

 

Es gibt im Musikgeschäft längst eine ganz neue Generation Superstars. Produzenten und DJs haben mittlerweile den Musikern der alten Schule den Rang abgelaufen. Martin Garrix und Maejor sind in dieser Hinsicht schon ganz vorne mit dabei. Garrix war aufgrund seiner Beteiligung des diesjährigen Songs zur Fußballeuropameisterschaft ja schon in aller Munde. Bono und The Edge von U2 waren an der Nummer freilich auch beteiligt, allerdings stellt sich die Frage, wer da von wem profitieren konnte. Die alternden Rockstars konnten sich so zumindest bei der jungen, hippen Zielgruppe von Garrix ins Gespräch bringen. Der Niederländer hat aber ja sowieso ganz viele Projekte parallel laufen. Mit Maejor arbeitete er die letzten fünf Jahre immer mal wieder an den Tracks, die nun das Debütalbum des gemeinsamen Projekts Area 21 bilden. Das Werk trägt nun bezeichnenderweise den Titel „Greatest Hits Volume 1“.

 

Wer einen Blick auf das Comic-Cover wirft, kriegt ungefähr einen Eindruck wie die ganze Kiste dann klingt. Die beiden Protagonisten hinter Area21 haben hier futuristische Dance Sounds erschaffen, die alles mitbringen um die Tanzflächen der Clubs zu füllen. Gute Laune inbegriffen. Solche Tracks braucht es vielleicht gerade jetzt, da die Pandemie einen neuen traurigen Rekord nach dem anderen aufstellt.

 

Nach dem Dancefloor-Kracher „21“ zu Beginn ist „La La La“ etwas ruhiger gehalten. Natürlich lässt sich auch hier trefflich zu tanzen, aber insgesamt sind die Sounds eine ganze Spur nachdenklicher ausgefallen. Die Vocals sind meist per Autotune bis zur Unkenntlichkeit verfremdet worden, wie beispielsweise bei „Pogo“. Die Rapparts sind in jedem Song allgegenwärtig, bei „No Angel“ aber noch etwas prominenter im Mix verteilt. Natürlich wurde auch an die Balladen gedacht. „Lovin´ Ervery Minute“ ist dabei überraschend unkitischig ausgefallen. Der Bollerbeat mittendrin verleidet einem die Nummer aber auch ein bisschen. „Mona Lisa“ beendet die erste Albumseite mit ordentlich Bass.

 

Da wird in „Own The Night“ was von Fake gesungen und gerappt und dann gibt es dazu derartige Sounds? Kann man sich auch nicht ausdenken. Eigentlich ist dann auch alles auserzählt, denn der Spannungsbogen verflacht doch sehr. Die Art des Gesangs oder der Raps nutzt sich dann auch schnell ab. „Time Machine“ packt noch mal das Balladenbesteck aus. „Going Home“ lässt das Album zum Schluss futuristisch entschweben.

 

Fazit: Area21 veröffentlichen ganz bescheiden ihr Debütalbum unter dem Namen „Greatest Hits Volume 1“. Die Sounds locken teilweise auf die Tanzfläche, Gesang und Rapparts erinnern dabei an Marky Mark and the Funky Bunch, also gar nicht mal so modern. Alles in allem ist das natürlich futuristisch und passt zum Zeitgeist. Für die junge Zielgruppe liefern Martin Garrix und Maejor genau das richtige Album ab. Nicht mehr und nicht weniger.

 

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