Alex Christensen & The Berlin Orchestra: Classical 80´s Dance

Alex Christensen & The Berlin Orchestra: Classical 80s Dance

Universal

VÖ: 03.09.2021

 

Wertung: 7,5/12

 

Alex Christensen hat zusammen mit dem Berliner Orchestra eine völlig neue Musikreihe geschaffen. „Classical 90s Dance“ war so erfolgreich, dass Christensen gleich noch zwei weitere Alben hinterherschob. Insgesamt verkaufte er mehr als 300.000 Einheiten davon, was in der heutigen Zeit immens viel ist. Die millionenfachen Klicks der einzelnen Tracks dazu sprechen sowieso eine ganz deutliche Sprache. Christensen ist ja ein musikalisches Kind der 90er und hat die Dance-Musik maßgeblich mitgestaltet. Beeinflusst wurde er natürlich von den 80ern und somit ist es nur folgerichtig, dass er nun zusammen mit The Berlin Orchestra ein weiteres Album nachlegt, welches sich allerdings nun dem bunten Jahrzehnt widmet.

 

Natürlich drückt Christensen allen Songs auf diesem Album auch seinen Stempel auf - er und seine Riege Gaststars. Nach der dramatischen Einleitung des Berlin Orchestra bei „Smalltown Boy“ gesellen sich so langsam die Beats dazu und die Nummer geht dann vom Kopf direkt in die Beine. Ronan Keating lässt den Song auf seine Art erwachsen werden. Mike Singer war noch gar nicht geboren, als Rick Astley „Never Gonna Give You Up“ zu einem Riesenhit machte. Diese Version hier ist nahe am Original, allerdings hat Singer nicht diesen besonderen Wiedererkennungswert in der Stimme.

 

„Never Ending Story“ ist wunderschön instrumentiert und hier tritt das Orchester teilweise auch sehr schön in Erscheinung. Bläser und Streicher veredeln das Stück und die dezenten Beats lassen Ana Kohler auch genug Raum sich gesanglich zu entfalten. Gary Barlow ist bei der Crowded House-Nummer „Don´t Dream It´s Over“ famos. Tolle Interpretation! Bonnie Tyler singt „Total Eclipse Of The Heart“ wie eh und je. Der Song war ja im Grunde schon immer für ein großes Orchester wie gemalt.

 

Die Songs stehen und fallen natürlich auch mit den Sängerinnen oder Sängern. Mandy Capristo zeigt bei „Fade To Grey“, dass sie einen Song schön singen und gleichzeitig dessen ganze Zerbrechlichkeit präsentieren kann. Seven wiederum macht „Killer“ zu einem echten Brett. „Tainted Love“ wird durch Geiger David Garret zu einem reinen Instrumentalstück – hat man so auch noch nicht gehört.

 

Fazit: Es ist natürlich, wie so vieles in der Kunst, Geschmackssache ob man diese Songs, die ein Stück die 80er definiert haben nun mit Beats, einem Orchester und mehr oder weniger bekannten Interpreten gesungen werden, in dieser Form gut findet. Alex Christensen hat die 90er ja schon mit drei Zusammenstellungen abgefrühstückt, nun sind die 80er dran. Bei dem ein oder anderen werden da sicher Erinnerungen wach werden, andere wiederumg werden schreiend weglaufen. Unter dem Strich sind hier aber durchaus gute Interpretationen dabei.

 

https://www.alexchristensen.net/

 

Text: Torsten Schlimbach

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