A kew´s tag: Hephioz

A kew´s tag: Hephioz

Magic Mile Music/Indigo

VÖ: 03.09.2021

 

Wertung: 8,5/12

 

A kew´s tag können mittlerweile auf fast ein Jahrzehnt Erfahrung blicken. Johannes Weik (Gitarre), Julian Helms (Vocals) und Florian Weik (Drums) sind studierte Musiker, die nun mit „Hephioz“ ihr drittes Studioalbum veröffentlichen. Damit dürfte das Trio so langsam auch seinen Weg gefunden haben. Die elf Tracks sind ziemlich speziell und auch höchst ambitioniert.

 

Mit „T.R.U.T.H“ geht es zu Beginn gleich ordentlich zur Sache. Ein bisschen klingen die Herren hier wie eine harte Version von Incubus. Mit „Prologue: The Congregation“ ist der Auftakt zu einer irrwitzigen Fahrt gemacht, die ohne Übergang und doppelten Boden in „(Synopsis)“ mündet. Zwischen Prog und Jazz ist ja auch noch Platz für Heavy-Elemente.  Die Raserei auf der akustischen Gitarre ist schon beachtlich. Die vielen Tempowechsel lassen dann auch mal Spielraum für ein paar zarte Momente.  Müsste man das Album irgendwo verankern, dann wäre das zwischen System Of A Down, Tool, aber auch Opeth und ein bisschen Deftones und Incubus. „Allure“ hat aber auch noch diesen höchst melodiösen Unterbau, der durchaus auch Popfans gefallen könnte.

 

Der Titelsong „Hephioz“ schleppt sich zunächst langsam dahin, kriegt ab der dritten Minute aber eine wahnwitzige Wendung, wie man es auch von System Of A Down kennt. „Building Stravozphere“ und besonders „Metamorphiz“ ist von Klassik-Elementen durchzogen. „The Phi Oziris“ ist wieder kompromisslos im Heavy-Prog verankert. Das Metier wird jetzt auch nicht mehr verlassen. „Calling Nemesis“ erinnert dabei gesanglich an Philipp Boa. „…To Reveal A Grieving Goddess“ bringt die poppigen und klassischen Ansätze auch noch unter. Der Nicht-Refrain setzt sich auf eine geheimnisvolle Art und Weise schnell im Ohr fest. „Epilogue: The Firebird´s Legacy“ hat noch mal die komplette Klaviatur von A kew´s tag zu bieten. Der teilweise aggressive Gesang macht das Stück zu einem echten Knaller. Sensationeller Abschluss.

 

Fazit: „Hephioz“ von A kew´s tag ist ein richtig gutes Album, welches zwischen Prog, Heavy, Jazz und Klassik einen ziemlich großen Fundus aus dem Kuriositätenkabinett auffährt. Musikalisch ist das höchst ambitioniert, aber nicht verkopft. Herz und Seele liegen diesen Songs durchaus zugrunde.

 

https://akewstag.com/

 

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch