Gus Black veröffentlicht am 28.09.2012 sein im Berliner Lido produziertes Live Album "Split The Moon"

Musikkritiker und Connaisseure des Genres sind sich einig: Gus Black ist einer der besten Singer/Songwriter seiner Generation, spielt er doch schon seit Jahren in einer Liga mit Damien Rice, Rufus Wainwright, Jack Johnson, Jose Gonzales und anderen Größen der Song schreibenden Zunft. Zugleich ist der Kalifornier, dessen feinfühliger Folk-Pop mit Tiefgang sich längst auch bei uns großer Beliebtheit erfreut, ein genialer Live-Performer mit einer langen Liste denkwürdiger Konzerte, darunter Auftritte im Vorprogramm von Paul Weller, Elbow,  Eels und Pretenders, beim SWR3 New Pop Festival und beim Crossroads-Festival des WDR-Rockpalasts. Und auch das Abschlusskonzert von Gus Blacks letztjähriger Deutschlandtournee im Lido in Berlin Kreuzberg, das jetzt unter dem Titel „Split The Moon“ veröffentlicht wird, war so eine Sternstunde! , sprich: ein extraordinäres Konzert im Rahmen einer ganz besonderenTournee.


„Für mich waren diese Konzerte wie ein Neubeginn“, resümiert Black, der eigentlich Anthony Penaloza heißt, den Namen Black seiner Ex-Frau entliehen hat und bereits 1996 sein schlicht „Gus“ betiteltes Debüt veröffentlichte.„Ich konnte das erste Mal auf Tour richtig erleben, wie die Fans auf mich und meine Musik reagierten. Der kommerzielle Anspruch stand mir nicht mehr im Weg, und so konnte ich mich ganz und gar auf die Kommunikation mit dem Publikum und meiner Band konzentrieren.“


Tatsächlich berichteten Konzertkritiker und Fans nachher unisono begeistert von der Auflösung der sonst üblichen Grenze zwischen Publikum unten und Künstlern auf der Bühne. Dieses kollektive Glücksgefühls prägt auch „Split The Moon“. Flankiert von seiner brillanten Band, bestehend aus Andie Mette (g, key, voc), David Mette (dr, perc, voc), Christoph Carl (b, voc), Sam Johnson (g, voc) sowie der wunderbaren US-Singer/Songwriterin HT Heartache (voc),  präsentiert Gus Black einige der besten und schönsten Songs aus der Trilogie seiner letzten drei Alben „Autumn Days“ (2005), „Today Is Not The Day To Fuck With Gus Black“ (2008) und „The Day I Realized...“ (2011) in teilweise neu arrangierten Versionen. Zudem zeigt der Sänger mit Interpretationen  von Velvet Undergrounds &bdq! uo;Femme Fatale“ und dem durch die Shirelles zu Chartehren gelangten „Will You Still Love Me Tomorrrow“ aus der Hitschmiede Goffin/King erneut sein Faible für originelle Versionen mehr oder minder bekannter Songs. Manche seiner Cover wie „One“ von U2, Blue Oyster Cults „Don’t Fear The Reaper“ und Black Sabbaths „Paranoid“ sind längst legendär, auch weil sie in US-Serien wie „Californication“, „Lost“ und „Grey’s Anatomy“ sowie in Hollywoodfilmen wie „Scream“ eingesetzt wurden.


„Split The Moon“ beginnt mit drei melancholischen Mitternachtsstimmung verbreitenden Titeln aus „Today Is Not The Day...“- dem zarten Flehen von „Blood And Belonging“, dem sparsam in seinen Mitteln, dafür jedoch üppig in seiner Wirkung ausgefallenen„Can We Talk About This Tomorrow“ und dem traumhaft-schönen „Love Is A Stranger“, das auch wegen HT Heartaches fragilem Harmoniegesang angenehme Erinnerungen an Leonard Cohen zu den Zeiten von „Songs Of Love And Hate“ heraufbeschwört. Gänsehaut pur!


In der Folge lässt der charmante Sänger und Gitarrist, der auch als Art Director hoch dotierter Werbespots (unter anderen für Nike und Mercedes) sowie als Regisseur von Videos, etwa für Eels und Green Day viel Lob erntete, seiner Band immer größere Freiräume. Dabei demonstriert er einmal mehr seine stilistische Vielseitigkeit. Die bewegende Liebeserklärung „The Afterlife“ aus dem wie ein offener Liebesbrief konzipierten »The Day I Realized...«, „With You, My Love“- B-Seite der Single „Fall Into You“ – und das in der Studiofassung eher sparsam instrumentierte „Summer Dress“ offenbaren Blacks rockige Seite. Besonders deutlich wird das zum Albumende mit dem Folk-Pop-Juwel „Something Can Be (Again)“ und den beiden Songs von „Autumn Days“, „Rollercoast! er“ und „Certain Kind Of Love“, bei denen die Band laut, euphorisch und geradezu befreit aufspielt. Das Konzert schließt mit dem zutiefst berührenden „The World Is On Fire“, zugleich letzter Song der Tour 2011 und ein weiteres unwiderstehliches Paradebeispiel ganz große Songwriter-Kunst.


Wer mehr von Gus Black live hören möchte, muss sich zum Glück nicht allzu lange gedulden. Fast pünktlich zur Veröffentlichung von „Split The Moon (Live At LIDO)“ kommt der findige Singer/Songwriter erneut auf Tournee. Und wieder ist seine formidable Band, rekrutiert aus dem Umfeld von Philipp Poisel dabei, von der er selbst mehr als begeistert ist:


„Ich habe schon mit vielen Bands gespielt, und auch wenn sich das jetzt platt anhört: meine aktuelle hat den besten Vibe, ich fühle mich wie der Mann mit der Gitarre und der stärksten Band der Welt! Vielleicht verändern wir nicht die Welt – aber dem Publikum bieten wir auf jeden Fall ein tolles Konzert.“


Möglicherweise sogar ein unvergessliches, wie das auf „Split The Moon (Live At LIDO)“ dokumentierte Konzert vom 8.11.2011. 

© 2012 India Media Group

 

Gus Black The Split The Moon Tour

30.10.2012 | D- Stuttgart, Universum
31.10.2012 | D- München, Ampere
01.11.2012 | D- Haldern, Haldern Pop Bar
02.11.2012 | D- Bremen, Lagerhaus
03.11.2012 | D- Hamburg, Prinzenbar
04.11.2012 | D- Berlin, Lido
06.11.2012 | D- Dresden, Beatpol
07.11.2012 | D- Halle, Objekt 5
08.11.2012 | D- Köln, Stadtgarten
09.11.2012 | D- Wuppertal, Live Club Barmen

Präsentiert durch :
Booking: Popversammlung & Peter Rieger Konzertagentur

Tracklisting :

Blood and Belonging 3:55
Can We Talk About This Tomorrow?  2:28
Love Is A Stranger 4:44
Femme Fatale 3:34
The Afterlife 3:47
With You, My Love 3:06
No Love In Vain 3:59
I’m Fucked 1:59
Summer Dress 4:47
Will You Still Love Me Tomorrow? 3:50
The Day I Realized... 4:58
Rollercoaster 4:19
Something Can Be (Again) 3:28
Certain Kind Of Light 3:33
The World Is On Fire 6:06

Gus Black kommt im November auf Deutschlandtour

Risiken ist der kalifornische Songwriter Gus Black noch nie aus dem Weg gegangen, denn er wollte schon immer alles -  den intimen Moment und die große Geste, die Poesie und den Pop, den Folk und den Rock. Sein schlicht „Gus“ betiteltes, psychedelisch rockendes  Debüt von 1996, brachte ihm Vergleiche mit dem Grunge-Wunderkind Matthew Sweet und bei dem gross angelegten „Uncivilized Love“ Album von 2004 schnupperte er am Erfolg. Lobeshymnen der Presse, diverse Support-tourneen, SWR3 New Pop Festival und Rockpalast Auftritte, VIVA Rotationen, eigentlich war alles bereitet für den Durchbruch. Aber Gus fühlte instinktiv, dass er sich dem entziehen musste , bevor er zum Popstar degenerierte.

Es galt tiefer gelegene Qualitäten zu entdecken. Schon damals hatte er das seltene Talent, Pathos, Charisma und Pop-Appeal in drei Minuten so zu verdichten, dass man sie den Rest seines Lebens nicht mehr vergisst.

Mit seinem vierten Album, „Autumn Days“ von 2005, begann er, seine Musik auf das Wesentliche zu reduzieren. Selbstbewusst verzichtete er auf Netz und doppelten Boden und ließ seine Songs in akustischen Folk-Pop-Arrangements strahlen. Der Nachfolger „Today Is Not The Day To Fuck With Gus Black“ von 2008 ging diesen Weg weiter und brachte ihm von der euphorisierten Presse Vergleiche mit Leonard Cohen und Lee Hazelwood ein – und im darauf folgenden Jahr sogar eine Einladung von Chrissie Hynde, gemeinsam mit den Pretenders auf Tour zu gehen. ITunes nominierte ihn unter den Top 10 der besten Songwriter weltweit .

Gus Black setzte seine vielseitigen kreativen Talente aber auch auf anderen Gebieten ein. Er arbeitete als Art Director an hochdotierten Werbespots von u.a Nike und Mercedes Benz und als Regisseur von Videoclips und der Dokumentation „Tremendous Dynamite: The Making Of Hombre Lobo“ für seinen Freund E von The Eels. Schließlich schien ihm dieser Weg zum Erfolg viel unbeschwerlicher zu sein als der über Songschreiben, Alben aufnehmen und lange Tourneen. Die Verlockungen waren gross und Gus Black überlegte tatsächlich, die Musik an den Nagel zu hängen. Aber glücklich wurde er so nicht. „Eines Tages lag ich auf meinem Bett, schaute auf die frisch gestrichenen Wände meines Schlafzimmers und dachte: Ich hab wirklich alles falsch gemacht“.

Es war schließlich die Liebe, die ihn dazu brachte, sein Leben zu ändern. „Bis dahin hat mich dieses Gefühl überhaupt nicht interessiert“, sagt der Geläuterte.
Mir war vor allem meine Karriere wichtig, der Liebe gegenüber war ich sehr zynisch eingestellt. Aber dann kam diese außergewöhnliche Person in mein Leben. Sie war eine Art Muse – nicht so sehr für meine Kunst, sondern für mein Leben. Ich habe mich durch sie selbst wiedergefunden.“ Und zu dieser Selbstfindung gehörte auch die Rückkehr zur Musik.

„The Day I Realized…“, ein – wie Black sagt – „offener Liebesbrief“ erzählt die Geschichte dieser Liebe, von der ersten Hoffnung, über die ersten Versprechen, die erste Ernüchterung, bis zum Happy-End: „Hey hey hey, there’s nothing left to say/ The world is on fire and I love you, I love you“, singt er im letzten Song des Albums, „The World Is On Fire“.  

Der Produzent Tom Biller, der kürzlich mit den sensationellen Warpaint ihr Debüt „The Fool“ aufnahm, lockte Black schließlich wieder ins Studio, doch als das Album fertig war, schien der Songwriter noch nicht zufrieden. „Die letzten zwei Alben hatte ich bei mir zu Hause aufgenommen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich einige meiner neuen Songs auch noch mal in dieser privaten Atmosphäre ausprobieren wollte.“ Das fertige Album hat nun das Beste aus beiden Welten. 
Billers Produktion, den großen Sound des Aufnahmestudios und die Intimität des Apartments.

 „The Day I Realized …“ vereint die Qualitäten von „Autumn Days“ und „Today Is The Day …“ und bringt die „Day“-Trilogie zu einem krönenden Abschluss. Es sind die Liebe zur Musik und die Liebe zum Leben, die hier aus jeder Note, jedem Wort   sprechen. Der Einfluss von Leonard Cohen ist in den lyrisch-dunklen Schattierungen –  etwa im Titelsong oder in „No Love In Vain“ - immer noch spürbar, die erste Single „Waiting In The Cold“ erinnert in ihrer brüchigen Melancholie an Neil Young und in „Fall Into You“ und „Something Can Be (Again)“ verpackt Black seine neu gewonnene Hoffnung in atmosphärischem Folk-Pop. „Ich woll! te ein Album, das durch eine Grundstimmung zusammengehalten wird“, so Black. „Aber letztlich soll natürlich jeder Song auch für sich funktionieren. Das ist ja heute wichtiger denn je.“ Doch nicht nur akustisch sollte jedes Lied optimal umgesetzt werden, Black plant auch, zu jedem neuen Stück ein Video zu drehen.

Auch wenn das US-Fernsehen Gus Black mittlerweile für sich entdeckt hat und seine Songs in Serien wie „Grey’s Anatomy“ und „Californication“ featured und seine Version von Black Sabbaths „Paranoid“ mittlerweile bei youtube über 340.000mal aufgerufen wurde, macht der Songwriter sich keine Illusionen um das kommerzielle Potential seiner intimen Songwriterkunst. „Jedes Mal, wenn ich mit meiner Musik Geld mache, ist das ein Bonus“, sagt er. „Ich schreibe der Songs wegen, nicht des Geldes oder der Karriere wegen. Gerade in Europa verstehen die Leute das.“

Umso mehr freut er sich darauf, die neuen Songs im Mai 2011 auch live auf deutschen Bühnen zu präsentieren. „Ich habe das Gefühl, zu den Fans in Deutschland eine ganz besondere Beziehung zu haben. Ich freue mich, die neuen Lieder, auf die ich sehr stolz bin, dort live zu spielen. Vielleicht sogar mit deutschen Musikern!“ Denn auch bei uns hat Gus Black prominente Anhänger. Gerüchte verdichten sich, dass es  zu einigen spannenden  Zusammenarbeiten  bei seinen Konzerten kommen wird.  

01.11.2011 | D- Heidelberg – Karlstorbahnhof
02.11.2011 | D- Stuttgart - Universum
03.11.2011 | D- Dresden – Beatpol
04.11.2011 | D- Köln - Blue Shell
05.11.2011 | D- Münster – Gleis 22
06.11.2011 | D- München - Ampere
07.11.2011 | D- Hamburg - Knust
08.11.2011 | D- Berlin - Lido 

 

Hier ist das aktuelle Video zur Ansicht: 
http://youtu.be/BIeYxg-c2F0

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