Eric Andersen:  "Mingle With The Universe" (mit Link zu einem Song aus dem Album) - neue CD

Es ist diese Stimme, die den Zuhörer sofort anspringt, in ihren Bann zieht und schließlich hemmungslos überwältigt. Eine raue Urgewalt, erfüllt von schonungsloser Reinheit, man entkommt diesem Organ nicht, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat. Eric Andersen ist der Besitzer dieser ganz besonderen vokalen Gabe, die an das Genial-Grummelnde von Bob Dylan erinnert, an das Brüchig-Beeindruckende von Leonard Cohen, an das Puristisch-Phänomenale von Woody Guthrie.

 

Eric Andersen, geboren 1943 in Pittsburgh, darf sich als Heroen einer lange vergangen geglaubten Ära sehen, dem Zeitalter des Folk, die ihren Höhepunkt in den 1960er Jahren hatte, mit Speerspitzen wie Phil Ochs, Joan Baez, Pete Seeger oder eben Bob Dylan. Von Geschichtenerzählern, Troubadouren fürderhin, also Kreativen, die der Menschheit Sinn und Unsinn ihres Daseins erklären. Sein neues Album mit dem Titel „Mingle With The Universe: The Worlds Of Lord Byron” beschäftigt sich mit dem Werk des für seine Ära revolutionären Dichters, vor allem mit den sehr speziellen rhythmischen Schemen des von der Romantik wie vom Mystischen durchdrungenen Werk des Poeten. Heraus gekommen ist ein mehr als originelles und interessantes Album. „Ich habe lediglich zwei Lieder selbst komponiert und die beschäftigen sich mit der Vita von Byron”, erklärt Andersen, „die anderen zwölf sind Verse des Meisters, denen ich einen spartanischen, dadurch eindringlichen Umhang übergestülpt habe. Ich habe sämtliche der neuen Lieder live aufgenommen, das steigert hoffentlich die Authentizität.”

 

Link zur Soundcload mit dem Song „She Walks In Beauty“ aus der neuen CD: https://soundcloud.com/meyer-records/she-walks-in-beauty/s-MMvM5

 

Tatsächlich ist „Mingle With The Universe: The Worlds Of Lord Byron” ein verwegener, zeitloser Ritt durch ein geheimnisvoll wirkendes Land der ungewöhnlichen Poesie geworden. „Mein Hauptanliegen ist es ja, einer möglichst jungen Generation zum Teil längst vergessene Literaten und deren Arbeiten zugänglich zu machen. 2014 hatte ich mir zu diesem Zweck Albert Camus vorgeknöpft, jetzt Lord Byron. Und als nächstes werde ich mir Heinrich Böll zur Brust nehmen, für den `freiheitliche Demokratie´ alles war.”

S U C H E
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