Die Elfen: Elfenlicht (11)

Die Elfen: Elfenlicht (11)

Folgenreich/Universal

VÖ: 15.08.2014

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Die zweite Staffel von „Die Elfen“ wird nun mit „Elfenlicht“ zu einem Ende gebracht. Der dickes Wälzer von Bernhard Hennen ist somit mit der elften Folge komplett vertont worden. Der Zaubermond-Verlag hat über die volle Distanz einen ganz vorzüglichen Job gemacht und Maßstäbe auf dem Hörspielsektor gesetzt. Hier darf man durchaus mal in Superlativen schwelgen! Brillanter, transparenter und mitreißender geht es kaum! „Elfenlicht“ ist ein würdiger Abschluss und knüpft an die großen Momente der einen oder anderen Folge an. Der Spannungsbogen ist hervorragend und schlüssig.

 

Der Krieg zwischen den Elfen und Trollen neigt sich dem Ende entgegen. Eine alles entscheidende Schlacht steht an. Es gibt aber immer noch ein klitzekleines Probelm, denn die Elfenkönigin Emerelle hat einen Albernpfad zerstört und die Yingiz haben den Eingang zur Albenmark gefunden und die schwarzen Schatten breiten sich längst aus. Das Tor, durch das die Schattenwesen eindringen, kann allerdings nur von den Elfen und Trollen gemeinsam geschlossen werden. Selbst Emerelle erkennt die ausweglose Lage und bietet den Trollen somit einen Zweikampf an. Sie trifft dabei auf einen alten Bekannten, der allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst ist.

 

Von Ollowain ist nur noch die Hülle übrig. Seine Persönlichkeit wurde komplett ausgelöscht. Auf seine naive Art ist er dem Kobold Elija Glops hörig, ein Klaves. Emerelle kann unmöglich gegen ihn kämpfen. Elija weiß allerdings nicht, dass die Seele der Elfen mit ihrer früheren Inkarnation verbunden bleibt und somit schafft es Emerelle Falrach, ein Fechtmeister, zum Leben zu erwecken. Das Problem mit den Yingiz lässt sich so aber immer noch nicht lösen. So müssen die Trolle und die Elfen auf die Hilfe der Menschen zurückgreifen und somit spannen sie Kadlin für ihre Zwecke ein – mit fatalen Folgen für Kadlin.

 

Der Schauplatz von „Elfenlicht“ ist diesmal sehr leicht nachzuvollziehen. Die Handlung ist auch nicht mehr so verworren, sondern sehr schlüssig. Dies geht aber keinesfalls zu Lasten der Spannungsschraube, denn die ist erstklassig und wird von Sekunde zu Sekunde angezogen.

 

Fazit: „Elfenlicht“ ist ein würdiges und furioses Finale der zweiten Hörspielstaffel von Bernhard Hennen. Die elfte CD bringt das einstweilen zum Abschluss. Die schlüssige Handlung wurde sehr spannend verpackt und die Vertonung des Zaubermond-Verlages ist mal wieder erstklassig! Besser geht es einfach nicht! Auch die Sprecher liefern eine hervorragende Synchronisation ab. „Elfenlicht“ wird so noch mal zu einem echten Höhepunkt der gesamten Reihe! Empfehlenswert!

 

Text: Torsten Schlimbach

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Die Elfen: Totenfeuer (10)

Die Elfen: Totenfeuer (10)

Folgenreich/Universal

VÖ: 16.05.2014

 

Wertung: 7,5/12

 

Mit der zehnten Folge knüpft das neue Hörspiel aus der „Die Elfen“-Reihe direkt an den Vorgänger „Tod In Der Nachtzinne“ an. Wer sich schon schwer damit tat, diese Geschichte zu entwirren, wird sich an „Totenfeuer“ mitunter die Zähne ausbeißen. Man sollte die Vorgänger also nicht sehr weit weglegen, damit man da auch noch mal ein paar Ungereimtheiten überprüfen kann. Es tobt der Krieg und Freund und Feind liegen dicht beieinander. Eine stringente Handlung ist dabei kaum auszumachen.

 

Allianzen und Bündnisse werden gebildet und zusammen zieht man gegen die Trolle in die Schlacht. Die Menschen sind auf die Hilfe der Elfen angewiesen und gemeinsam baut man auch auf die mächtigen Kentauren. Auch der Anführer der Trolle möchte sich aber die Dienste selbiger sichern, doch „Orimedes“ bleibt standhaft und kann aus der Festung der grauen Kreaturen flüchten. Emerelle wiederum weiß, dass die Trolle noch das kleinste Problem darstellen, denn der Devanthar scheint die größte Bedrohung zu sein und Albenmark könnte komplett ausgelöscht werden. Der Gestaltwandler sollte also gefunden und zur Strecke gebacht werden. Wie man das bewerkstelligen will ist auch Emerelle noch nicht klar.

 

In der Zwischenzeit tobt die Schlacht und die als übermächtig erscheinenden Trolle müssen dabei so manchen Rückschlag hinnehmen. Ein Großteil der Handlung ist der Schlacht im Fjordland um die Nachtzinne gewidmet. Der Elbenfürst Elodrin zeigt sich dabei als besonders hasserfüllter Krieger und im Blutrausch tötet er sogar die Frauen und Kinder der Trolle. Orgrim wiederum wurde längst gewarnt und hat den Rückzug aus Albenmark angetreten, natürlich nicht ohne eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen...

 

Ein bisschen erinnern die ganzen Geschehnisse in „Totenfeuer“ an „Herr Der Ringe“ und die Schlacht um Helms Klamm. Soundtechnisch ist das schon allererste Sahne. Das wurde derart brillant umgesetzt, dass man auch auf die Idee kommen könnte, dass man hier die Tonspur eines Kinofilms auf die Ohren bekommen würde. Auch die Sprecher liefern einen erstklassigen Job ab. Das komplette Soundpaket ist derart beeindruckend, dass die Messlatte für zukünftige Hörspiele jetzt fast unerreichbar hoch liegt – und dies gilt nicht nur für „Die Elfen“!

 

Fazit: Der verworrenen Handlung von „Totenfeuer“ kann man nicht immer sofort folgen. Hier empfehlen sich ausdrücklich mehrere Durchläufe und man sollte auch noch mal ein Ohr in die alten Folgen riskieren. Um Albenmark ist es jedenfalls nicht gut bestellt und wenn man sich die düstere Atmosphäre so anhört, dann kann einem schon mal ein Schauer des Schreckens über den Rücken laufen. Der brillante Sound verstärkt dies noch zusätzlich! Fans werden diese Folge liebe, so viel dürfte sicher sein.

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Tod In der Nachtzinne (9)

Die Elfen: Tod In Der Nachtzinne (9)

Folgenreich/Universal

VÖ: 14.02.2014

 

Wertung: 8,5/12

 

Jetzt wird es verworren. Die neue Folge aus der Reihe „Die Elfen“ knüpft zwar irgendwie an „Die Schlacht Am Mordstein“ an, ist aber trotzdem etwas verwirrend und schwer zugänglich, da sich die Zusammenhänge erst nach und nach erschließen und die Charaktere, die man bisher so liebgewonnen hat, kaum bis gar keine Rolle spielen. In „Tod In Der Nachtzinne“ kommen dafür jede Menge neue Rollen dazu, die aber wiederum durch Zeitsprünge auch noch weiter aufgedröselt werden. Wer den dazugehörigen Roman – „Elfenlicht“ – nicht kennt, wird sich mitunter etwas schwer tun, denn die ganzen Zusammenhänge springen einen als Zuhörer nicht sofort an.

 

Die Schlacht zwischen den Trollen und Elfen ist vorbei, ein Sieger hat sich dabei nicht herauskristallisiert. Auf beiden Seiten sind die Verluste immens. Hier kommen jetzt zwei altbekannte Charaktere ins Spiel, die man aus der Vergangenheit nur allzu gut kennt. Die Trollhexe Skanga verfolgt ihre ganz eigenen Ziele und versucht den Heerführer der Trolle – Orgrim – für ihre Zwecks zu instrumentalisieren. Die hinterhältige Art ist ja hinlänglich bekannt. Orgrim wiederum möchte eigentlich Frieden und dies wird auf eine sehr gutmütige Art und Weise wunderbar dargestellt. Nur, kann er sich dem Einfluss von Skanga entziehen?

 

Die Trolle sind insofern das verbindende Element, da ansonsten die Menschen in dieser Folge mehr und mehr in den Fokus gerückt werden und in erster Linie die Handlung bestimmen. Die verschiedenen Charaktere werden aber auch noch in verschiedenen Altersstufen dargestellt und diese Zeitsprünge verlangen schon die volle Konzentration des Zuhörers. Also sämtliche Ablenkungen reduzieren, denn sonst dürfte es schwer fallen zu verfolgen, was der junge mit dem erwachsenen Ulric zu tun hat und was den jungen vom älteren Eirik unterscheidet.

 

Die Trolle haben das Fjordland verwüstet und die Menschen in das Gebirge verjagt. Der Köngissohn Ulric wiederum trifft auf einen Anhänger der Tjured-Bruderschaft – Gemeinsamkeiten mit der katholischen Kirche sind hier übrigens sehr offensichtlich. Doch was führt dieser im Schilde? Warum hat er diese kalten Augen? Ein Devanthar, der mit Hilfe der Religion den Hass der Menschen auf die Trolle, aber auch die Elfen weiter schürt. Welches Ziel verfolgt er dabei wirklich?

 

Fazit: „Tod In Der Nachtzinne“ rückt die Menschen wieder mehr in den Fokus und das Geschehen. Es geht um Macht, Machterhalt, Intrigen, Glaube, Ängste und die Kirche. Parallelen zur heutigen Zeit liegen dabei auf der Hand. Ein neues Kapitel aus „Die Elfen“ wird hier aufgeschlagen und einige neue Handlungsstränge auf den Weg gebracht. Man darf gespannt sein wie es weitergeht, der Cliffhanger zum Schluss ist da aber mehr als nur ein Fingerzeig in die Zukunft. Die neunte Folge macht es dem Zuhörer allerdings auch nicht ganz so einfach. Alles in allem scheint dies eine Übergangsfolge zu sein und die Vorbereitung auf die ganz großen Dinge die da noch kommen werden.

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Die Schlacht Am Mordstein (8)

Die Elfen: Die Schlacht Am Mordstein (8)

Folgenreich/Universal

VÖ: 15.11.2013

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Vergleicht man die erste Folge von „Die Elfen“ mit der achten Runde, dann ist die Verpackung zwar nicht sonderlich anders und das Hörspiel ist immer noch eines der herausragenden die es auf diesem Markt gibt, die Weiterentwicklung ist aber beachtlich. Dem spannenden Beginn stand aber gerade in den ersten Folgen eine gewisse Komik gegenüber. Dies hat man mittlerweile korrigiert und somit hat sich „Die Elfen“ zu einem Hörspiel für Erwachsene gewandelt, welches an Spannung kaum zu überbieten ist. In dieser Hinsicht ist „Die Schlacht Am Mordstein“ eine Sternstunde.

 

Schwertmeister Ollowain und die Koboldin Ganda konnten zwar aus der Bibliothek von Iskendria fliehen und ein Buch stehlen, aus dem sich Emerelle Hinweise erhofft um die Geister der Yingiz zu vernichten, aber es gibt da ein klitzekleines Problem: es sind 15 Jahre vergangen. 15 Jahre, eine lange Zeit! Die Yingiz konnten währenddessen die Albenmark verwüsten und die Trolle ihre Wunden lecken und sich regenerieren und ein neues Heer aufstellen. Und was hat der Gestaltwandler damit zu tun? Die neue Hand von Ganda wirft auch Rätsel auf und dann muss auch noch ein Heer aufgestellt werden, welches in drei Tagen 300 Meilen laufen kann und dann auch noch genug Kräfte für den Kampf gegen die Trolle hat. Ollowain hat alle Hände voll zu tun. Elfen und Kentauren müssen zusammen kämpfen. Und dann steht auf den Diebstahl des Buches aus Iskendria auch noch die Todesstrafe.

 

Da sich die Streitkräfte der Elfen selbst nicht in allen Punkten einig sind, macht dies das Unterfangen die Trolle anzugreifen nicht gerade leichter. Und dann gibt es tatsächlich auch noch den Vorschlag die Frauen und Kinder der Trolle zu töten, damit sich selbige nicht mehr vermehren können. Man ist also versucht sich auf eine Stufe mit den Trollen zu stellen. Und dann ziehen Ballons und Adler in die Schlacht...

 

Unaufhörlich wird auch in dieser Folge wieder an der Spannungsschraube gedreht. Die Sprecher liefern mal wieder einen erstklassigen Job ab. Der heimliche Star ist allerdings abermals die soundtechnische Umsetzung. Höhepunkt ist die (einstweilen) finale Schlacht. Da darf man schon mal staunend und mit offenem Mund vor den Boxen sitzen. Besser kann man eine solche Geschichte sicher nicht umsetzen!

 

Fazit: „Die Schlacht Am Mordstein“ würfelt Albenmark noch mal ganz gehörig durcheinander. Die Trolle stellen ein neues Heer auf und Ollowain scheint auf verlorenem Posten zu stehen. Er kann zwar seinerseits ein Heer um sich scharren, aber man ist sich uneins wie man den Trollen im Kampf begegnen soll. Das Buch aus Iskendria konnte zwar gestohlen werden, aber darauf steht die Todesstrafe. Der Sound ist gewohnt erstklassig, die Umsetzung und die Spannung herausragend und die Sprechrollen alle hervorragend besetzt. Und dann steuert diese Folge auf ein Finale zu, welches mit einem Paukenschlag endet! Eine weitere hervorragende Folge aus der Reihe „Die Elfen“.

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Die Bibliothek Von Iskendria (7)

Die Elfen: Die Bibliothek Von Iskendria (7)

Folgenreich/Universal

VÖ: 16.08.2013

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Einen der goldenen Pfade hat die Elfenkönigin Emerelle zerstört und somit eine Verbindung gekappt, die die Menschenwelt mit Albenmark zusammenführt. Die Trolle sind so zwar einstweilen in ihre Schranken gewiesen worden, aber die Welt der Elfen wird nun von einer ganz anderen Seite her bedroht. Die unheimlichen Schattenwesen, die Yingiz, haben nun freie Bahn in das Reich von Emerelle einzudringen. Selbst die mächtige Königin findet kein Mittel gegen diese neue Bedrohung. Die Ausgangssituation für „Die Bibliothek Von Iskendria“ lässt auf ein spannendes Hörspiel hoffen – die Erwartungen werden nicht enttäuscht!

 

Auf die erstklassige Umsetzung muss man ja nicht mehr weiter hinweisen. Auch die siebte Runde aus der Elfensaga ist schlichtweg brillant. Von den Sprechern bis hin zu den zahl- und detailreichen Effekten ist das in der Champions League anzusiedeln. Besser kann ein Hörspiel für Erwachsene – übrigens mehr denn je – nicht ausgestattet sein. Mittlerweile hat man hier eine gute Balance gefunden und von den anfänglich noch recht putzigen Darstellungen ist nichts mehr geblieben. Zaubermond hat eine ganz eigene Welt geschaffen und diese funktioniert verdammt gut und realistisch.

 

Die Macher der Reihe haben diesmal einen ganz geschickten Schachzug eingebaut, denn die Koboldin Ganda fungiert hier auch weitestgehend als Erzählerin aus dem Off! Helmut Zierl ist als Alvias (Erzähler) zwar auch noch dabei, tritt aber deutlich in den Hintergrund. Die Geschichte kriegt so noch mal einen ganz anderen Dreh und der Hörer einen etwas anderen Blickwinkel geboten, denn man taucht plötzlich in eine ganz andere Gedankenwelt ein.

 

Die Handlung spielt sich – der Titel lässt es ja mehr als nur vermuten – weitestgehend in der Bibliothek von Iskendria ab. Hierhin wurden Ollowain der Schwertmeister der Elfen und Ganda von Emerelle geschickt, um nach einer Lösung zu suchen, wie man die Schattenwesen aus Albenmark verbannen kann. Die beiden treffen dabei - ohne es zu merken - auf einen Dämonen aus der Urzeit von Albenmark. Da der Dämon die Gestalt seiner Opfer annehmen kann, bringt er Ollowain beinahe um den Verstand. Der Aufbau der Geschichte ist ebenfalls erstklassig und die Spannungsschraube wird unaufhaltsam angezogen. Übrigens erfährt man an dieser Stelle auch etwas mehr über die Vergangenheit von Ollowain...

 

Fazit: „Die Bibliothek Von Iskendria“ konzentriert sich diesmal überwiegend auf einen Schauplatz an dem die Handlung spielt. Die Trolle werden zwar nicht vergessen und die Handlung für die Zukunft schon vorbereitet, aber das hat eigentlich nur einleitenden Charakter. Ollowain und Ganda bestimmen die Handlung, die wieder extrem spannend und ereignisreich ist. Das ganze Drum und Dran ist abermals absolut erstklassig!

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Die Goldenen Pfade (6)

Die Elfen: Die Goldenen Pfade (6)

Folgenreich/Universal

VÖ: 31.05.2013

 

Wertung: 10/12

Tipp!

 

Nachdem der erste Elfen-Zyklus beendet war, war es letztlich nur eine Frage der Zeit bis das gigantische Fantasy-Epos in die nächste Runde geht. Jetzt gibt es mit „Die Goldenen Pfade“ den Auftakt zu einer sechs Folgen umfassenden neuen Reihe. Selbstverständlich basiert dies wieder auf einem erfolgreichen Roman von Bernhard Hennen - „Elfenlicht“. Und abermals ist es Hennen gelungen eine Welt zu erschaffen, die die Mythen von verschiedenen Völkern sehr schön miteinander verweben und zum Leben erwecken.

 

„Die Elfen“ leben ja nicht nur durch die Geschichte, sondern eben auch durch die Umsetzung. Diese Hörspielreihe ist klanglich einfach eine Offenbarung. Hier stimmt einfach alles. Von der Musik über die Sprechleistungen bis hin zur düsteren Atmosphäre sucht dies alles seinesgleichen. Nachdem gerade die Trolle in früheren Folgen noch unfreiwillig komisch waren, ist mittlerweile davon nichts mehr zu merken. Die Bedrohung, die von selbigen ausgeht, ist förmlich spürbar. Überhaupt ist „Die Goldenen Pfade“ ein sehr düsteres Hörspiel, welches nicht in Kinderhände fallen sollte. Fantasyfans kommen voll und ganz auf ihre Kosten. So und nicht anders!

 

Worum geht es? Nachdem die Trolle aus der Albenmark vertrieben wurden, wollen diese nun zurück. Die blinde Schamanin Skanga schart das Trollheer um sich und schickt es durch das goldene Netz der Albenpfade. Damit hätte wohl keiner gerechnet, dass sie es erneut wagen, diesen Weg einzuschlagen. Dort zieht eine Bedrohung herauf, die mit Schwertern nicht zu bekämpfen ist. Wirklich keiner? Elbenkönigin Emerelle hat es kommen sehen und ihr ist durchaus bewusst, dass die Trolle nur ein Ziel kennen: ihre Burg. Übrigens lernt man in diesem Hörspiel eine ganz neue Facette von Emerelle kennen, denn diese legt eine Kälte an den Tag, die man von ihr bisher nicht gewohnt war. Ihr bleibt auch nur eine einzige Möglichkeit die Pläne der Trolle zu durchkreuzen. Sie geht allerdings ein nicht berechenbares Risiko ein und fördert Mächte zu Tage, die kaum einer kontrollieren kann...

 

Fazit: Der Auftakt des zweiten Elfen-Zyklus „Die Goldenen Pfade“ ist ein ganz famoser Einstieg. Die düstere und spannende Atmosphäre trägt zum guten Gelingen bei. Der Schluss der Folge endet mit einem lauten Knall und man kann es jetzt schon kaum erwarten, bis es weitergeht. Die Umsetzung, gerade in klanglicher Hinsicht, ist absolut herausragend und erreicht ein Niveau, welches kaum zu toppen sein dürfte. Schön, dass „Die Elfen“ zurück sind. Man darf gespannt sein, wohin die Reise noch gehen wird. Verschiedene Handelsstränge für die Zukunft sind ja schon mal in „Die Goldenen Pfade“ gelegt worden...

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (1)

Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (1)

Folgenreich/Universal

VÖ: 30.09.2011

 

Wertung: 8/12

 

Freunde der Hörspiele schnallt euch an! Es gibt neues Futter aus dem Fantasybereich, der kaum noch Wünsche offen lässt. Folgenreich legt dieses gigantische Epos natürlich auf eine ganze Serie an. Kann man jetzt hier „Der Herr Der Ringe“ ins Spiel bringen? Man muss es sogar, denn die Parallelen sind doch zu offensichtlich. Das bedeutet ja nicht, dass „Die Elfen“ nicht auch eine Berechtigungsexistenz hätten. Zunächst haben sich die Macher den Roman „Elfenwinter“ von Bernhard Hennes vorgenommen. Das Ding ist immerhin ein 890 Seiten starker Wälzer! Für die fünfteilige Hörspielreihe liegt also genug Material vor, allerdings muss es auch entsprechend umgesetzt werden!

 

Hier muss man den Machern mal ein dickes Lob aussprechen. Was es hier auf die Ohren gibt ist schon allererste Sahne. Die Geschichte würde nämlich nicht funktionieren, wenn die akustische Umsetzung nicht entsprechend gelungen wäre. Hier wurde wirklich an jedes kleine Detail gedacht und somit wird es einem leicht gemacht sich auf „Die Elfen“ voll und ganz einzulassen! Gerade die Feste und Schlachtszenen sind schon imposant und es klingelt in den Ohren.

 

Die erste Folge baut die Geschichte auf, sorgt auch für Spannung, aber zunächst auch für einige Verwirrung. Man muss sich einigermaßen sortieren um die Namen und Charaktere in Verbindung zueinander zu stellen. Vahan Calyd dient als Ausgangspunkt für die Geschichte. Die Völker von Albenmark sind zusammengekommen um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin zu bestätigen. Trolle haben allerdings noch eine Rechnung mit den Elfen offen. Sie sind aus der Verbannung zurück und jetzt ist ein Krieg nicht mehr aufzuhalten. Kann Emerelle ihren Gefolgsleuten vertrauen? Ihr Schwertmeister Ollowain ist ihr jedenfalls treu ergeben – gilt das auch für die anderen Elfen? Mit den Trollen ist jedenfalls nicht zu spaßen.

 

Fazit: „Die Elfen – Der Untergang Von Vahan Calyd“ ist die neue und spannende Hörspielreihe im Hause Folgenreich. Die erste Folge baut die Geschichte zwar etwas verwirrend auf, aber wenn man einmal den Schlüssel gefunden hat, kann man sich diesem fesselnden Epos nicht mehr entziehen. Gerade die Effekte sind herausragend! Die Sprecher der Charaktere sind übrigens prominent besetzt. Und ja, Kalkofe ist auch dabei.

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Firnstayns Kinder (2)

Die Elfen: Firnstayns Kinder (2)

Folgenreich/Universal

VÖ: 30.09.2011l

 

Wertung: 11/12

Tipp!

 

Die zweite Folge von „Die Elfen“ nimmt zunächst etwas das Tempo aus der Geschichte. Das war nach dem fulminanten Ende der ersten CD aber auch bitter nötig. Wie alle Geschichten braucht auch diese einen Helden mit dem sich die Zuhörer identifizieren können. Man könnte fast sagen, dass es etwas lange gedauert hat, denn dies kristallisiert sich erst ab „Firnstayns Kinder“ heraus. Es kommen nun auch wieder neue Charaktere dazu.

 

Schnell ist klar, dass der Mensch Alfadas eine tragende Rolle in der Geschichte spielen wird. Ein Mensch? Richtig, denn diesmal geht es in die Welt der Menschen ins Fjordland. Eigentlich haben diese mit dem Krieg der Elfen und Trolle nichts zu tun, doch der Schwertmeister Ollowain bittet Alfadas um Hilfe. Die verwundete Königin Emerelle findet zudem in Firnstayn Unterschlupf. Doch auch Alfadas umgibt ein Geheimnis. Der Menschenkönig Horsa Starkschild wittert seinerseits hingegen eine Gelegenheit und stellt ein Heer zusammen.

 

Fazit: Auf dem Papier liest sich die zweite Folge von „Die Elfen“ wenig spektakulär. Das Gegenteil ist der Fall! Die Geschichte nimmt nämlich trotzdem noch mehr an Fahrt auf. Die neuen Charakter werden ausgiebig eingeführt und mehr und mehr wird an der Spannungs-Daumenschraube gedreht. Das Zusammentreffen der Elfen und der Menschen lässt einige Fragen zu, die hier oberflächlich geklärt werden, aber man spürt, dass da noch was schlummert. Die klangliche Ausstattung ist mal wieder ein Hochgenuss! Mit dieser Folge haben einen die Macher endgültig am Haken!

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Königstein (3)

Die Elfen: Königstein (3)

Folgenreich/Universal

VÖ: 30.09.2011

 

Wertung 10/12

Tipp!

 

Die große Schlacht in und um Albenmark wird vorbereitet. Alfadas und sein Heer haben nun die Welt der Elfen erreicht. Noch bevor es zu einem großen Kampf mit den Trollen kommt, haben die Menschen schon die ersten Verluste zu beklagen. Albenmark ist eben eine andere Welt. Ziel ist Phylangan. Hier regiert der Elfenfürst Landoran. Schon wieder ein neuer Charakter? Natürlich und es werden noch viele neue hinzukommen.

 

Dazu gehört nicht Skanga. Die weibliche Vertretung der Trolle spielt nämlich eine zentrale Rolle in der ganzen Geschichte. Auch sie ist schwer zu durchschauen und eigentlich bringt gerade diese Figur alles mit, um für die nötige Spannung zu sorgen. Tut sie auch seit der ersten Folge, allerdings tut man sich als Zuhörer auch etwas schwer, denn als weibliches Wesen nimmt man Skanga seltsamerweise nie wahr. Schade, denn damit wird schon viel verschenkt.

 

Die klangliche Ausstattung ist auch hier absolut hörenswert. Die Schlachten im Nebel, auf dem Eis oder die Unterhaltungen in den Hallen der Elfen werden derart detailgetreu dargestellt, dass man meint, man wäre Teil der Geschichte. Der Spannungsbogen wird durch die vielen und liebevollen klanglichen Details noch mal eine ganze Spur erhöht. Helmut Zierl macht als Erzähler übrigens in allen Folgen einen sehr guten Job und die dezent eingesetzte Musik verstärkt die Nachhaltigkeit zusätzlich.

 

Fazit: Die einstweilen letzte (dritte) Folge (vier und fünf stehen in den Startlöchern) treibt die Geschichte unaufhaltsam an. Jetzt hat man für die Geschichte alle erforderlichen Figuren für dieses monumentale Werk auf dem Schirm und kann sich von den Hörspielen nicht mehr lösen. Die Folge 1 – 3 wird man sich unter Garantie noch öfters anhören! Hier hat Folgenreich einen weiteren Höhepunkt im Programm. Die Macher haben in allen Bereichen einen verdammt beachtenswerten Job gemacht. Gerade die vielen liebevollen Details machen „Die Elfen“ so interessant und hörenswert. Die Geschichte selber ist sowieso derart spannend, vertrackt und gut, dass man selbige Hörspielfreunden gerne ans Herz legt!

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Der Fluch des Schicksalswebers (4)

Die Elfen: Der Fluch des Schicksalswebers (4)
Folgenreich/Universal
VÖ: 17.02.2012

 

Wertung: 12/12

Tipp!

 

Es geht wieder los. „Der Fluch des Schicksalswebers“ ist die vierte Runde von „Die Elfen“. Die Macher haben es geschafft, der Serie endlich ein Gesicht zu geben und die Handlung derart spannend zu gestalten, dass man gar nicht genug von diesem Hörspiel bekommt. Die ersten drei Teile waren ja schon gut bis vorzüglich, aber erst mit „Der Fluch des Schicksalswebers“ wurde nun endgültig das Land der Elfen, Trolle und Menschen voll und ganz erschlossen.

Es dauert zwar ein bisschen, bis man in der vierten Folge richtig drin ist, aber dann sitzt man völlig gebannt vor der Anlage und wird von der Geschichte völlig vereinnahmt. Die Soundeffekte sind mal wieder erstklassig, das knüpft ja schon an Kinomaßstäbe an. Die Charaktere wurden nun noch weiter ausgearbeitet. Die unfreiwillige Komik, die die Trolle bisher ausstrahlten, ist nun gänzlich verschwunden. Böse sind sie. Richtig böse!

Doch worum geht es? Die Trolle haben zwar ihren ehemaligen Königssitz zurückerobert, aber die Elfenkönigin Emerelle ist immer noch verschwunden. Die Trolle machen sich auf in die Welt der Menschen und jagen sie. Die Menschen sind einstweilen auf sich alleine gestellt und ein kleiner Teil flieht vor den Trollen. Hilfe ist bitter nötig. Asla – hervorragend mit Dagmar Dreke besetzt – kann nur noch ihr Volk um Hilfe bitten. Sie müssen in die Berge fliehen - mit Frauen und Kindern. Der Kampf um das Fjordland hat aber noch einen anderen Gegner: die bittere Kälte...

 

Fazit: Der vierte Teil von "Die Elfen" ist absolut kurzweilig, da die Geschichte jetzt so richtig an Fahrt aufgenommen hat und ungemein spannend ist. "Der Fluch des Schicksalswebers" ist bisher der beste Teil dieser Reihe und man kann es gar nicht abwarten, bis die Fortsetung folgt. Der Sound und die Effekte sind spitzenklasse und die Sprecher leben ihre Rolle und füllen selbige mit sehr viel Leben. Und endlich sind die Trolle so richtig schön böse. Die dramatischen Ereignisse werden hier jedenfalls perfekt in Szene gesetzt.

 

Text: Torsten Schlimbach

Die Elfen: Elfenwinter (5)

Die Elfen: Elfenwinter (5)

Folgenreich/Universal

VÖ: 27.04.2012

 

Wertung: 12/12

Tipp!

 

Nach der tollen letzten Folge „Der Fluch des Schicksalswebers“ geht der erste Elfen-Zyklus nun dem Ende entgegen. Gerade die vierte Folge holte diese spannende Geschichte endgültig ins ernste Hörspielfach. Die Ödnis und die Kälte wurde atmosphärisch ganz toll dargestellt und auch die einzelnen Protagonisten – insbesondere die Trolle – wurden sehr schön in Szene gesetzt.

 

„Elfenwinter“ knüpft nahtlos daran an. Die Macher übertreffen sich gar noch und haben den Spannungsbogen noch mal ein ganzes Stück angezogen. Kein Wunder, denn es überschlagen sich die Ereignisse und aus Siegern können auch schnell Verlierer werden. Und die Trolle sind natürlich mächtig sauer und zudem in der Überzahl. Hunger haben sie auch und dementsprechend sind sie noch bösartiger als sowieso schon. Frisches Menschenfleisch muss her.

 

Alfadas hatte sich seine Rückkehr in sein Heimatdorf sicher auch ganz anders vorgestellt. Er ist schließlich als siegreicher Held aus Albenmark zurückgekommen. Die Trolle haben in seiner Heimat alles vernichtet und die Menschen getötet und aufgefressen. Alfadas Frau konnte mit den Kindern Ulric, Kadlin und einigen anderen fliehen. Die Trolle haben aber schon die Verfolgung aufgenommen und konnten Kadlin gefangen nehmen. Der kleine Ulric kann sie im Schutze der Nacht befreien. Die beiden fliehen, müssen sich aber eines Trolls erwehren.

 

In der Zwischenzeit können die Menschen die Angriffe der Trolle kaum noch vereiteln. Da wacht die Elfenkönigin Emerelle auf und handelt mit einem der Trolle ein Abkommen aus. Nur halten sich alle Trolle daran? Und was ist mit Alfadas und seinen Mannen? Rennen sie vor blinder Wut und Hass in ihr Verderben?

 

Fazit: „Elfenwinter“ ist ein wahrer Höhepunkt des ersten Zyklus. Atmosphärisch ist dieses Hörspiel wunderbar aufbereitet worden. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es die Länge. Die knapp 70 Minuten reichen nämlich kaum aus um die Ereignisse alle unterzubringen. Gerade der Schluss wirkt etwas abrupt und hektisch. Oder um es anders auszudrücken: man kriegt einfach nicht genug!

 

Text: Torsten Schlimbach

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