Xenia Beliayeva: Riss

Xenia Beliayeva: Riss

Manual Music

VÖ: 16.03.2018

 

Wertung: 6/12

 

Xenia Beliayeva galt in der zweiten Hälfte der 00er Jahre als die musikalische Hoffnung für die deutsche Club- und Electroszene. Aufgewachsen ist Beliayeva in Moskau und somit bringt sie auch russische Einflüsse in ihrer Musik unter. Seit 2006 veröffentlicht sie nun Musik, legt aber auch in verschiedenen Clubs auf. Jetzt gibt es mit „Riss“ mal wieder ein komplettes Album von ihr zu hören. EPs und Singles haut sie ja öfters mal raus.

 

Mit „High Expectations“ geht es mit Anlauf zurück in die 80er und zwar zum kunterbunten Pop. Das ist aber eher der sanfte Einstieg und danach wird es düster. „Riss“ wird Fans der ersten Stunde sicher erfreuen und spätestens mit dem bassgetriebenen „BPD“ ist sie dann beim Dark Wave angekommen. Extrem tanzbar ist das natürlich. Es braucht auch nicht viel und die gute Xenia setzt da eindeutig auf weniger anstatt mehr. „Leise Schritte“ bleibt musikalisch beim Dark Wave, ist aber auch von der Musik der 80ies inspiriert worden.

 

„Mins“ setzt auf minimalistische Beats, die dafür sehr dominant sind. Die Stimme verleiht dem Ganzen eine kühle Ästhetik, wodurch die Nummer ihren Reiz bezieht. „Reihe 5“ bringt noch ein bisschen Techno mit rein, bleibt aber ansonsten auf dem bewährten Terrain. Der Refrain öffnet sich dann ein bisschen in Richtung Pop. Man muss allerdings schon ein großes Faible für diese Art von Musik haben, denn sonst werden Tracks wie „Razor“ oder „Cross The Line“ schnell eintönig. Mit „Noir“ gibt es allerdings auch noch mal ein Stück, welches an die Anfänge von Beliayeva erinnert.

 

Fazit: „Riss“, das zweite Album von Xenia Beliayeva, taucht wieder ganz tief in die Electro- und Clubszene ein. Der 80ies-Faktor wurde etwas hochgeschraubt, Dark Wave gibt freilich immer noch zu hören und der eine oder andere Popmoment ist auch gegeben. Letztlich bleibt das aber ein Album für eine Nische und für Spezialisten.

 

http://www.xenbel.net/

 

Text: Torsten Schlimbach

 

Pre-Order: https://manual-music.lnk.to/MANCD016

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch