The Bennies: Natural Born Chillers

The Bennies: Natural Born Chillers

Uncle-M/Cargo Records

VÖ: 02.02.2018

 

Wertung: 7,5/12

 

Wenn eine Band ein Album „Natural Born Chillers“ nennt, dann kann man davon ausgehen, dass man das Gehörte nicht bierernst nehmen sollte. Der Spaß scheint dabei deutlich im Vordergrund zu stehen. The Bennies aus Australien haben sich den Ruf einer exzellenten Liveband erspielt. Eine Band, die gerne mal die Clubs und Bühnen zerlegt. Wer das Album „Wisdom Machine“ bisher verpasst hat, kriegt nun mit besagtem „Natural Born Chillers“ die nächste Möglichkeit die Band zu entdecken.

 

Kurz ist es ausgefallen, dieses neuerliche Werk. Manchmal reichen aber auch acht Songs und knapp 23 Minuten um für offene Münder zu sorgen. Musikalisch ist der Vergleich vielleicht nicht offensichtlich, aber irgendwie muss man bei The Bennies an die großartigen Beastie Boys denken. „Get High Like An Angel“ hat den nötigen Witz und ist musikalisch unglaublich vielfältig aufgestellt. Natürlich ist das Ska, da gibt es aber auch Sprechgesang und Punk auf die Ohren. Müsste man Vergleiche zu einer deutschen Band herstellen, dann kämen einem für „Dreamkillers“ glatt die Beatsteaks in den Sinn. Live wird das Ding ein Brett. Da wird der Schweiß von der Decke tropfen.

 

Der Bass bei „Destination Unknown“ sorgt dafür, dass einem das Ding in sämtliche Glieder fährt. Wer kann und will da noch still sitzen bleiben? Zu „Natural Born Chillers“ – dem Song – kann man sich dann ja eine Sportzigarette gönnen. Das ist übrigens alles höchst melodisch, wie auch das mitreißende „Ocean“ mit seinem verdrehten Punkrock unter Beweis stellt. Ein bisschen psychedelischen Spoken Word-Beitrag mit einem markanten Bassmotiv und Soundsperenzchen gefällig? Bitteschön, „Trip Report“ hören! Der Titel lässt ja hoffentlich keine Fragen offen! Mit „Apathetic Revolution“ geht es abgedreht weiter, bevor „Very Shit Carpet“ zum Schluss noch mal in nicht mal einer Minute alles niederwalzt.

 

Fazit: The Bennies verstehen es zu unterhalten. Man muss schon einiges geraucht haben, um so einen Wahnsinn wie „Natural Born Chillers“ aufzunehmen. Da wird allerlei durch den Fleischwolf gedreht und neu zusammengesetzt. Acht Feuerwerke für die gute Laune. Man darf dabei aber nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Herren musikalisch schon eine Menge draufhaben und ein Händchen für feine Melodien haben. Der Veröffentlichungszeitpunkt bei uns ist allerdings fraglich, da die Songs eigentlich in die Sommermonate gehören!  

 

http://www.thebennies.com.au/

 

Text: Torsten Schlimbach

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