Teramaze: Are We Soldiers

Teramaze: Are We Soldiers

Mascot Label Group

VÖ: 21.06.2019

 

Wertung: 8,5/12

 

Australien wird in allen Belangen immer etwas ignoriert. Ist ja auch weit weg. Auf dem Radar haben die wenigsten Menschen die Musik die von Down Under kommt. Es dauert eben immer etwas, bis auch der Rest der Welt davon Notiz nimmt. Darum siedeln auch viele Künstler nach Europa oder den USA um. Teramaze wurde bereits in den 90ern gegründet und von Metal-Fans für sich entdeckt, aber eben nicht in dem Maße wie Bands, die in der alten Welt beheimatet sind. Teramaze hat zudem kein kontinuierliches Line-Up zu bieten und die Fluktuation ist immens hoch. Das trägt sicher auch dazu bei, dass die Identifikation mit anderen Kapellen dann doch größer ist.

 

„Are We Soldiers“ ist das nächste Langeisen der Australier und dürfte Genrefans durchaus begeistern. Wer auch nur im Ansatz ein Herz für den progressiven Metal hat, wird mit den zehn Songs gut bedient werden. Die hochmelodischen Songs bewegen sich weitestgehend im Midtempobereich. Teramaze wollen keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen, sondern Geschichten erzählen. Selbst eine Nummer wie „Weight Of Humanity“, die auch mal etwas schneller und härter zur Sache geht, hat sehr melodische Passagen, die von Keyboardflächen getragen werden. Teilweise erinnert das in seiner Zartheit, auch was den Gesang betrifft, an Marillion. Die Gitarrenarbeit ist immer famos und – wie beispielsweise beim Song „Are We Soldiers“ – auch mal im oberen Sportbereich angesiedelt.

 

„Control Conquer Collide“ zieht sich episch in die Breite und ist mittendrin fast schon poppig. Das Tempo wird sehr schön variiert und Teramaze verstehen es das Pendel urplötzlich gekonnt in die andere Richtung ausschlagen zu lassen und dann werden die einzelnen Nummern üppig ausstaffiert. Eingängigkeit ist dabei immer gerne gesehen, so auch bei „M.O.N.S.T.E.R.S.“. Das längste und progressivste Stück gibt es zum Schluss mit „Depopulate.

 

Fazit: Teramaze haben mit „Are We Soldiers“ ein progressives Metalalbum aufgenommen, welches dem Genre alle Ehre macht. Bleibt abzuwarten, ob das Werk der Australier auch in diesem Teil der Welt Gehör findet. Die Platte hat definitiv das Zeug dazu Fans dieser Richtung in Verzückung zu versetzen. Handwerklich ist das sowieso top umgesetzt worden.

 

http://teramaze.com.au/

 

Text: Torsten Schlimbach

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Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch