Storyteller: Time Flies

Storyteller: Time Flies

Uncle M/Cargo Records

VÖ: 15.03.2019

 

Wertung: 6/12

 

Mit „Time Flies“ erscheint nun schon das dritte Album der Band Storyteller. Gegründet hat sich die Kapelle 2012 in Dessau und rief sofort Begehrlichkeiten der renommierten Punk Labels hervor. Trotzdem fliegt die Band immer noch unter dem Radar hindurch und ist noch nicht bundesweit ein Begriff. Ob daran „Time Flies“ etwas ändern kann und wird, muss dann doch bezweifelt werden. In Punkkreisen werden sie damit sicher eher verächtliche Kommentare ernten.

 

„Everything“ erinnert eher an OWL City, denn an einen Punk-Act. „Games“ ist auch eher die Art Powerpop, die besonders junge Mädchenherzen ein Stück schneller schlagen lässt. Mit „Everlasting“ gibt es dann auch gleich die Halbballade dazu. Die glatte Produktion sorgt dann auch noch dafür, dass hier keiner verschreckt wird. „With You“ ist ein weiterer Popsong, der auf vermeintliche Punkklänge setzt.

 

Kennt eigentlich noch irgendwer Wheatus? Vieles auf dem Album erinnert an diese Kapelle. Das ist bei „Turn Back“ der Fall, aber auch beim Titelsong „Time Flies“. Das kommt alles im fröhlichen Popgewand daher und tut garantiert keinem weh. Die Melodien sind fluffig und die Hooklines sorgen für den Widererkennungscharakter. „Stuck In The Middle“ ragt aus dem Album heraus, weil es – mehr oder weniger – eine Akustiknummer ist, die erdig und authentisch klingt. „Upside Down“ ist dann leider wieder mit dem Popgedudel totproduziert. Das wird mit „Crazy“ auch nicht mehr besser.

 

Fazit: Storyteller hauen mit „Time Flies“ ein Album mit ziemlich viel gut gelauntem Powerpop heraus. Das hat mit Punk allerdings so viel zu tun, wie der 1. FC Köln mit der Vergabe der deutschen Meisterschaft. Abgesehen davon ist das auch ziemlich austauschbar, weil es von dieser Art Musik ziemlich viel belanglosen Kram gibt.

 

https://www.facebook.com/wearestoryteller/

 

Text: Torsten Schlimbach

Empfehlen Sie diese Seite auf:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Dream Out Loud Magazin: © Torsten Schlimbach / Header: © Kai Knobloch