Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 4) (Deluxe Edition)

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 4) (Deluxe Edition)

Embassy Of Sound & Media Gmbh/Tonpool

VÖ: 09.06.2017

 

Wertung: 6,5/12

 

Der Vollhorst ist weg und somit kann bei „Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert“ mal ordentlich durchgefegt werden?! Mitnichten. Dafür ist ja jetzt ein „Musiker“ und Weggefährte von dem Vollhorst dabei, der durch seine zweifelhafte Freundschaft zu einer Frankfurter Kapelle, die aufgrund ihrer Vergangenheit jede Menge Leute aus dem rechten Spektrum anzieht, auch bekannt ist. Was das mit der CD-Besprechung zu tun hat und warum dies als einleitende Worte gewählt wurde? Augen und Ohren sollte man davor ganz sicher nicht verschließen und da dieses Format eine große Reichweite hat, ist das eben auch nicht so unwichtig.

 

Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss sind nun die neuen Gastgeber. Im Vorfeld hatten sie angekündigt, dass es einige Veränderungen geben wird. Ist natürlich nicht passiert. Gut, jetzt wird dem Gewinner des Abends eine Ukulele verliehen. Ansonsten ist fast alles beim Alten. Die beteiligten Künstler tauschen ihre Songs mit den Kollegen und interpretieren diese neu. Dieses Jahr sind Lena, Mark Forster, Moses Pelham, Michael Patrick Kelly, Gentleman, The BossHoss und Stefanie Kloß dabei. Selbstverständlich wird das nun auch alles noch als CD veröffentlicht. Neben der Einzel-CD gibt es nun auch erstmals eine Deluxe Variante mit allen(!) Songs der diesjährigen Staffel.

 

Naidoo wird man einfach nicht los, denn Moses Pelham hat ja schließlich mal mit dem Mann zusammengearbeitet. So interpretieren Stefanie Kloß „Eigentlich Gut“ und Michael Patrick Kelly „Führ Mich Ans Licht“ von Naidoo. Nun denn. Ach ja, Stefanie Kloß ist sich auch nicht zu schade dafür „An Angel“ der Kelly Family zu singen – und das fast A-Capella. Kann man machen, muss man aber nicht. Man fragt sich eigentlich die ganze Zeit, was eigentlich Gentleman da zu suchen hat. Vielleicht hat er sich mittlerweile diese Frage auch schon gestellt. Er macht übrigens nicht nur sein Reggae-Ding. „Shake Away“ - im Original vom Kelly-Spross – ist eine rührende Ballade. Lena macht aus „Mama“ eine ehrliche Nummer, die unter die Haut geht und ja, auch The BossHoss hauen manchmal ordentlich einen raus. „Flash Mich“ ist zwar ordentlich windschief, aber „Höha, Schnella, Weita“ im Cowboy-Style ist schon ziemlich fett.

 

Anderes wiederum ist für die Tonne. „Symphonie“ von Silbermond klingt auch bei Moses Pelham nach – nun ja – Silbermond. Er hat einfach Cassandra Steen mitgebracht, die auch „Oh Love“ von Mark Foster interpretiert. So kann man es natürlich auch machen. Bei „Meine Heimat“ ist er dann auch mal selber gesanglich/rappend am Start, wird hier aber von Stefanie Kloß unterstüzt. „You Remember“ macht er aber zu seinem Song. Das ist quasi ein neues Ding. Genau dafür ist dieses Format ja eigentlich auch gedacht.

 

Heimlicher Star ist Michael Patrick Kelly, der die Songs seiner Kollegen meist sehr gefühlvoll interpretiert. „Memories“ von Gentleman wird trotz einiger rockiger Elemente zu einem melancholischen und nachdenklichen Stück – gute Bläser und nettes Gitarrensolo inklusive. „Traffic Lights“ von Lena kriegt sogar einen keltischen Einschlag. Na gut, bei „Stallion Battallion“ versucht er sich als Rocksau zu inszenieren. Die Stimme ist bei den anderen Songs meist zerbrechlich und wenn man es nicht besser wüsste, könnte man das hin und wieder auch einer Frau zuordnen. Mark Forster macht eigentlich aus jeder Nummer sein Mark Forster-Ding. Bei „Dem Gone“ ist er allerdings kaum noch zu erkennen. Er macht da durchaus eine gute Figur. Stefanie Kloß zieht aber ja auch ihr Silbermond-Sound durch. Alles andere wäre ja auch seltsam.

 

Fazit: Wie immer bei diesem Format, steht und fällt "Sing Meinen Song" mit dem ausgewählten Songmaterial und der interpretierenden Künstler. Dieses Jahr ist das nur leidlich spannend. So spannend, wie die deutsche Musiklandschaft eben ist. Hier geht es aber ja um deutsches Mainstream-Entertainment und da spielt offensichtlich alles andere keine Rolle (mehr).

 

Text: Torsten Schlimbach

Sing Meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 3

Sing Meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 3

Xn-Tertainment/Tonpool

VÖ: 09.12.2016

 

Wertung: 7/12

 

Seit drei Jahren läuft nun schon „Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert“. Seit es das Format gibt, wird in schöner Regelmäßigkeit auch das entsprechende Album dazu veröffentlicht. Vor Weihnachten gibt es dann auch noch die obligatorische Live-Aufnahme. In einer Almhütte in Ellmau (Österreich) traf man sich erneut. Die TV-Ausstrahlung läuft dann am 20. Dezember, das Album gibt es schon jetzt. Das ist dann auch gleichzeitig der Abschied von Herrn Naidoo, der dieses Format nun verlässt und durch die beiden The BossHoss-Jungs ersetzt wird.

 

Die Protagonisten wünschten sich von den Kollegen wieder den einen oder anderen Song. So wollen The BossHoss gerne von Annett Louisan „Jingle Bells“ hören und Wolfgang Niedecken hat sich für Seven den Bing Crosby-Klassiker „I’ll be home for Christmas“ ausgesucht. Nena will „Ihr Kinderlein kommet“ von Xavier Naidoo interpretiert haben. Es gibt aber auch eigene Lieder. „Der Baron von Grinchhausen“, der extra von Samy Deluxe für Nena geschrieben wurde, wird von den beiden gemeinsam zum Besten gegeben.

 

Natürlich ist manches sehr offensichtlich. Es lag ja auf der Hand, dass Niedecken „Happy Christmas (War Is Over)“ von Lennon singt. Den kölschen Jung kriegt man aus dem guten Wolfgang nicht mehr heraus. Er singt zwar auf englischer Sprache, aber natürlich ist das durch und durch Niedecken – und irgendwie auch Kölsch. Überraschend gut ist „The First Noel“ von Seven. Der Mann nimmt sich merklich zurück, kein Funk, kein Überkippen der Stimme, aber sehr schön gesungen. Auch „The Dock Of The Bay“ von Samy Deluxe ist stark. Mit „The Christmas Blues“ ist Niedecken dann wieder auf seiner gewohnten Sprache zu hören. Hier ist er natürlich am Besten. Der Mann bringt das Seelenleben der Kölner wie kein anderer zum Ausdruck. „Merry Christmas Baby“ von The BossHoss klingt so, wie man das von den beiden Herren erwarten konnte. Geschmackssache. Annett Louisan singt „River“ auf ihre ganz eigene, kindliche Art. So unterschiedlich die Künstler, so unterschiedlich ist auch die musikalische Ausrichtung. Für jeden ist etwas dabei. Mit „Ein Neues Jahr“ läutet Naidoo dann 2017 auf eine melancholische Art und Weise ein.

 

Fazit: „Sing Meinen Song“ geht nun auch als Weihnachtskonzert in die dritte Runde. Bevor das kurz vor Weihnachten im TV ausgestrahlt wird, gibt es das nun auch schon auf CD zu kaufen. Das steht und fällt ja mit den beteiligten Künstlern und den ausgesuchten Songs. Licht und Schatten eben. Manches klappt, anderes weniger. Für die Vorweihnachtszeit ist das hin und wieder sicher ganz nett. Nicht mehr und nicht weniger!

 

Text: Torsten Schlimbach

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 3)

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 3)

Xn-Tertainment/Tonpool

VÖ: 29.04.2016

 

Wertung: 8/12

 

„Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert“ läuft mittlerweile in der dritten Runde im TV und selbstverständlich gibt es nun einen Auszug davon auf CD. Alles andere wäre ja auch sträfliche Vernachlässigung, denn die beiden Vorgänger gingen direkt auf Platz 1 der deutschen Albumcharts. Wie schon in den Jahren zuvor, steht und fällt das mit den beteiligten Künstlern und Musikern. Und natürlich mit den musikalischen Vorlieben der Zuhörer und Zuschauer. Zum dritten Mal ist Xavier Naidoo der Gastgeber und mit Nena und den beiden Jungs von The BossHoss hat er sich dann auch gleich die ehemaligen Jury-Kollegen von The Voice eingeladen. Wolfgang Niedecken, Annett Louisan, Seven und Samy Deluxe sind die weiteren Interpreten. Auf der Standard-CD gibt es vierzehn Songs zu hören. Wer nicht genug davon bekommt, greift dann gleich zur Doppel-CD!

 

Dieses Jahr wird ein extrem breites musikalisches Spektrum abgedeckt. Pop, Soul, Country, Rap, Funk und Kölsch(!)rock ist schon eine Konstellation, die es so sicher nicht mehr geben kann. Mit dem Schweizer Seven ist auch wieder ein Künstler am Start, der nicht ganz so bekannt ist. Er könnte die Rolle von Gregor Meyle übernehmen, denn so viel ist nach drei Sendungen jetzt schon klar: Seven ist die Überraschung der diesjährigen Staffel.

 

Das Konzept geht auch diesmal wieder auf. Die Künstler machen aus den Songs der Kollegen etwas ganz Eigenes. Das kann man ansatzweise auch auf den vorliegenden vierzehn Tracks hören. Hier gibt es ja nur einen kleinen Abriss, denn man sollte ja nicht vergessen, dass jede Sendung einem Künstler gewidmet ist und die Kollegen covern dann dessen Songs. Durch die Teilnahme von Wolfgang Niedecken und Samy Deluxe wird „Sing Meinen Song“ auch ein wenig politisch gefärbt. Es ist somit wenig überraschend, dass der gute Samy „Kristallnaach“ auf seine Weise interpretiert hat. Das Stück – hier natürlich „Kristallnacht“ genannt – hat an Aktualität ja leider nichts eingebüßt. Gerappt kriegt das mitunter eine andere Dringlichkeit. Im Fokus steht die Stimme, aber Deluxe baut auch Crossover-Elemente ein. Niedecken wiederum nimmt sich „Bis Die Sonne Rauskommt“ von Deluxe zur Brust. Es ist ein Höhepunkt dieser Runde. Er macht daraus einen entspannten Reggae und schafft es dem Stück etwas Altersweisheit mitzugeben -  und das ist bitte nicht despektierlich gemeint! Aber auch „Superheld“ ist natürlich politisch eingefärbt. The BossHoss interpretieren das auf ihre Weise und somit wird das in einer Art Country-Rap vorgetragen.

 

Was gibt es noch? Annett Louisan verpasst „Nur Geträumt“ den von ihr bekannten kleinen Mädchencharme. „Wunder Geschehn“ wird zu einem Xavier Naidoo-Song durch und durch. Herausragend ist „Mon Dernier Jour (What If)“ – gesungen von Nena! Das ist vielleicht sogar die beste Leistung von Nena seit vielen Jahren. Die zärtliche Interpretation hätte sogar das Zeug die französischen Charts aufzumischen. Der Knaller ist aber Seven. Aus „Sex On Legs“ von The BossHoss macht er ein Funkmonster, welches Prince gefallen hätte. Auch gesanglich hat der Mann eine ganze Menge auf dem Kasten! Hut ab! Dies stellt er auch eindrucksvoll bei „Das Hat Die Welt Noch Nicht Gesehen“ der Söhne Mannheims unter Beweis. Den Rausschmeißer gibt abermals Wolfgang Niedecken mit „Was Wir Alleine Nicht Schaffen“ - und das auf Kölsch! Guck an, der Song ist ja gar nicht so schlecht! Niedecken macht das zu seiner Nummer. Ganz groß ist das!

 

Fazit:  „Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert“ geht in die dritte Runde und diesmal ist die Veranstaltung durch die beteiligten Künstler auch ein kleines bisschen politisch gefärbt und wird somit aus ihrer Belanglosigkeit geholt. Wolfgang Niedecken und Nena sind die beiden Alterspräsidenten, die hier aber mal eine richtig gute Figur abgeben. Seven ist der heimliche Star, aber auch der Rest macht seine Sache gut. Es steht und fällt eben mit den Künstlern und des persönlichen Geschmacks, aber dieses Mal ist es aufgrund der Konstellation und der Bandbreite schon etwas Besonderes!

 

Text: Torsten Schlimbach

Sing Meinen Song - Das Weihnachtskonzert Vol. 2

Sing Meinen Song - Das Weihnachtskonzert Vol. 2

Xn-Tertainment/Tonpool

VÖ: 04.12.2015

 

Wertung: 6/12

 

Die zweite Staffel von „Sing Meinen Song“ war ein voller Erfolg und konnte sogar noch – zumindest vom Zuschauerzuspruch – die erste Runde übertreffen. Und weil man da natürlich ganz viele Geldscheine vom Himmel fallen sieht, muss das Format nun in allen erdenklichen Formen gemolken werden. Wie schon bei Ausgabe 1 gibt es nun auch wieder ein Weihnachtskonzert. Andreas Bourani, Christina Stürmer, WIRTZ, Die Prinzen, Hartmut Engler und Yvonne Catterfeld wurden von Xavier Naidoo dazu nach Österreich eingeladen um dort ihre Weihnachtslieblingssongs vorzutragen. Und selbstverständlich darf die dazugehörige CD nun auch nicht fehlen.

 

So künstlich, bearbeitet und glatt wie das Cover aussieht, klingt auch die Musik. Natürlich darf Weihnachtsmusik kitschig sein. Wenn die Songs gut gemacht sind, dann passt das auch. Das hier ist typischer biederer und süßlicher deutscher Quatsch. Singen können die Herrschaften, klar. Aber nun hat es selbst den Rocker WIRTZ erwischt und sein „Christmas Time“ verursacht Karies. Hartmut Engler sollte vielleicht mal einer sagen, dass die englische Sprache nicht gerade seine Kernkompetenz ist, „Angels From The Reals Of Glory“ ist ganz fürchterlich. Das beschwingte „Es Schneielet, Es Beielet“ in seinem Dialekt ist da doch wesentlich besser. Das macht Engler wirklich gut und das macht auch Spaß beim Zuhören. Ein Lichtblick auf dem Album.

 

„Merry Xmas Everybody“ von Frau Stürmer ist hingegen nur ein Schatten seiner selbst. Aber auch sie wagt sich an ein besonderes Stück ihrer Heimat mit „Weihnacht Is Neama Weit“ heran. Das ist zwar kitschig, aber auch schön und nicht so überladen wie so vieles auf diesem Album. Was haben wir noch? „White Christmas“ wird von Herrn Bourani nun auf deutscher Sprache vorgetragen und die Prinzen nehmen sich mit „I Believe In Father Christmas“ einen tollen Song zur Brust und meistern selbigen auch ganz nett. Das Akustikgewand mit irischem Einschlag steht dem Song und den Stimmen zudem gut zu Gesicht. „Fairytale Of New York“ passt ja eigentlich zu WIRTZ, aber das kommt in keinster Weise an das Original heran. Schade, das bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Yvonne Catterfeld gibt bei „Let It Snow, Let It Snow“ den verruchten Vamp und ist mal wieder das Highlight auf dem Album. Der gescholtene Naidoo lässt die Platte dann mit „The Power Of Love“ ausklingen. Singen kann der Mann. Punkt. Und die ganze Kritik, die er einstecken muss, ist sowas von gerechtfertigt! Ausrufezeichen!

 

Fazit: „Sing Mein Song - Das Weihnachtskonzert Vol. 2“ wird die nächsten Wochen wieder viele Menschen begeistern. Es gibt Lichtblicke, aber im weitesten Sinne ist das die erwartete kitschige, aber auch biedere Geschichte, die es eben auf die Ohren gibt, wenn sich deutschsprachige Sänger treffen um ihre Lieblingsweihnachtssong auszutauschen.

 

Text: Torsten Schlimbach

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 2)

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 2)

Xn-Tertainment Gmbh/Tonpool

VÖ: 05.06.2015

 

Wertung: 7/12

 

Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert war letztes Jahr die große Überraschung in der deutschen TV Landschaft. Dabei wurde das Format noch nicht mal bei einem der üblichen Verdächtigen untergebracht, sondern landete bei VOX. Vielleicht wurde da selbst nicht an den großen Erfolg geglaubt und jetzt ärgert man sich bei RTL, dass der Schwestersender damit bedient wurde. Keine Castingshow, kein Publikum, nur SängerInnen, die untereinander die Songs tauschen und des jeweiligen anderen singen. Das findet in privater Atmosphäre statt, die den jeweiligen Star noch einmal in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt – es kann manchmal so einfach sein.

 

Natürlich wurde und wird das auch in allen möglichen Veröffentlichungsformaten ausgeschlachtet. So auch jetzt in der zweiten Runde. Von der ersten Staffel ist nur noch Herbergsvater Xavier Naidoo dabei. Naidoo hat jetzt wieder sechs deutschsprachige Künstler nach Südafrika eingeladen. Andreas Bourani, Yvonne Catterfeld, Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel von den Prinzen, PUR Sänger Hartmut Engler, Christina Stürmer und Wirtz. Die Mischung ist sicher interessant. Während Bourani oder Stürmer in Deutschland mittlerweile zu den Superstars zu zählen sind, hat man Yvonne Catterfeld etwas aus dem Blickwinkel verloren und die Prinzen und Pur spielen sowieso nur noch bei ihren Fans eine Rolle. Wirtz kommt dann – auch wenn er aus einer ganz anderen musikalischen Ecke kommt – die Rolle von Meyle vom letzten Jahr zu. Nach dieser Staffel dürften ihn alle Musikinteressierten des Landes kennen.

 

Jetzt erscheint mit „Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert (Volume 2)“ auch das passende Album dazu. Alles andere wäre ja auch sträflich und somit musste das Teil einfach kommen. Mit der Deluxe Edition kann man noch tiefer in dieses Format eintauchen. Die vorliegende Einzel-CD hat immerhin fünfzehn Songs am Start. Wer sich in der deutschen Musiklandschaft auskennt, wird die hier getauschten Songs allesamt auf dem Schirm haben.

 

Es lag auf der Hand, dass das gesamte Ensemble „Auf Uns“ von Andreas Bourani interpretiert. Weniger vielleicht, dass Hartmut Engler „Overkill“ von Wirtz singt und Wirtz eine herzergreifende Version von „Wenn Sie Diesen Tango Hört“ zu Pianoklänge anstimmt. Aber genau das ist ja die Stärke des Formats, dass da eben Dinge geschehen, die eben nicht auf der Hand liegen. Auch „Du Hast Mein Herz Gebrochen“ von Yvonne Catterfeld in einer angerockten Version von Wirtz ist einigermaßen überraschend – und überzeugend. Den vermutlich besten Beitrag liefert aber Yvonne Catterfeld im Vampgewand bei „Küssen Verboten/Alles Mit´m Mund“ ab. Holla. Der Deutschrock bei „Frei“ von Wirtz in der Xavier Naidoo-Version lag ja auf der Hand. Deutschfans unter sich. „Volle Kraft Voraus“ hat Christina Stürmer zu dem gemacht, was man von ihr erwarten durfte. Selbiges gilt für „Wenn Du Schläftst“ von den Prinzen.

 

Fazit: „Sing Meinen Song – Das Tauschkonzert“ läuft gerade in der zweiten Runde auf VOX, da kommt nun auch passend dazu das Album in den Handel. Das Konzept vom letzten Jahr ist geblieben, die Mannschaft wurde ausgetauscht. Die Interpretationen sind mal überraschend, mal vorhersehbar. Manches haut einen gar um – negativ wie positiv. Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass das Album extrem erfolgreich werden wird. Yvonne Catterfeld und Wirtz sind die heimlichen Stars des Formats.

 

http://www.vox.de/cms/sendungen/sing-meinen-song-das-tauschkonzert.html

 

Text: Torsten Schlimbach

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